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Doch keine Geisterspiele? Hamburger Senat macht HSV und FC St. Pauli Hoffnung

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Von: Denny Konzack

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Der Hamburg Senat lässt sich nach nur einer Woche dem Beschluss von Geisterspielen auf Gespräche über Zuschauerbesuche im Volkspark und am Millerntor ein.

Hamburg – Corona, Omikron, Inzidenzwert und Impfpflicht. Alles Schlagworte, die ganz Deutschland sowie den Rest der Welt weiterhin in Atem halten. Auch den deutschen Amateur- und Profi-Fußball. Der Hamburger Senat veröffentlichte diesbezüglich vergangene Woche einen Beschluss, der in den Gesichtern vieler HSV- und FC St. Pauli-Verantwortlichen pure Fassungslosigkeit auslöste. In dieser Regelung ging hervor, dass im Amateur-Fußball an die tausend Zuschauer erlaubt gewesen seien.

Für die Besucher der Elbphilharmonie drehte der Senat die Zahlen sogar noch höher. Hier dürfen sich satte 2000 Interessierte sammeln sowie die gemeinsame Zeit genießen – und das in geschlossenen Räumen. Während also im Amateur-Fußball sowie in der Elbphilharmonie der Bär steppt, sah es, zumindest für kurze Zeit, danach aus, als ob der Hamburger SV sowie der FC St. Pauli ohne Fans auskommen müssten. Der Hamburger Senat beschloss nämlich im gleichen Zuge „Geisterspiele“ für die beiden Profi-Teams. Heißt, kurz zusammengefasst: leere Stadien.

Hamburger SVFC St. Pauli
VolksparkstadionMillerntor
57.000 Besucherplätze29.546 Besucherplätze
Aktuell: keine Zuschauer erlaubtAktuell: keine Zuschauer erlaubt

HSV, FC St. Pauli sowie drei weitere Klubs aus der Hansestadt legten gemeinsam Beschwerde ein

Natürlich sind, was die Corona-Bestimmung betrifft, auch andere Sportarten als der Fußball betroffen. Nach der Entscheidung des Hamburger Senates kochten die Gefühle gleich bei mehreren Vereinen über. Der HSV Hamburg (Handball), die Hamburg Towers (Basketball) sowie die Crocodiles Hamburg (Eishockey) legten gemeinsam mit den rivalisierenden Nordklubs HSV und FC St. Pauli Beschwerde über die getroffenen Vorkehrungen des Hamburger Senates ein. Dieser wurde aufgrund der aktuellen, sich anbahnenden Wende anscheinend Aufmerksamkeit geschenkt. Der HSV hatte aufgrund der letzten Bestimmungen Millionen-Verluste hinnehmen müssen.

Leere HSV-Sitzplätze im Volksparkstadion
Gibt es jetzt eine Kehrtwende in Sachen „Geisterspielen“ im Profi-Sport? Der Hamburger Senat bringt die Angelegenheit aufgrund zahlreicher, schriftlicher Beschwerden von Profi-Klubs wieder ins Rollen. © Philipp Szyza/Imago

Laut Berichten der BILD-Zeitung kommt jetzt Bewegung in die Sache und könnte für eine krasse Zuschauer-Wende im Corona-Irrsinn sorgen. Ein Gipfeltreffen ist geplant, in dm sich der Hamburger Senat, die zuständigen Behörden sowie die Vereine über eine Neuauflage der Beschränkungen unterhalten werden. Hamburgs Politik hat innerhalb kürzester Zeit wohl einsehen müssen, dass man in Sachen Kultur und Sport nicht mit zweierlei Maß messen darf. Die Klubs bekamen über das Wochenende Post, mit Vorgaben zum Erreichen der Zuschauer-Wende.

Keine Gäste-Fans am Millerntor und im Volksparkstadion – zudem gibt es weitere Anforderungen vom Senat

Unter 2G-Plus-Bestimmungen und ohne Antrag dürfen der HSV und der FC St. Pauli dann 1.000 Besucher Willkommen heißen. Allerdings dürfen unter diesen Umständen keine Gäste-Fans das Stadion betreten. Somit werden aus überregionalen nun regionale Events. Bei den Sportämtern könnten die Klubs jedoch Anträge zur Erhöhung der Zahlen stellen, diese würde dann im „Wohlwollen geprüft“ und, je nach Hygiene-Konzept der jeweiligen Vereine, genehmigt oder abgelehnt werden. Sp berichtet die BILD-Zeitung.

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Natürlich müssten neben der 2G-Plus Regelung weiterhin Masken getragen werden und eine sichere Kontakt-Verfolgung gewährleistet sein. Die Politik hat angekündigt, bei Anträgen die Entwicklung der Inzidenzzahlen mit in die Entscheidung einfließen zu lassen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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