Horror-Szenario

Diesem HSV-Trio droht gegen den FC St. Pauli das Aus

  • Denny Konzack
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Das Hamburger Stadtderby ist nur noch einen Spieltag entfernt. Doch gleich drei Startelf-Kandidaten könnten dem HSV in der Partie gegen den FC St. Pauli fehlen.

Hamburg – In Hamburg gibt es wohl kein Spiel, das mehr elektrisiert, euphorisiert und polarisiert als das Stadtderby der beiden Hamburger Spitzenklubs FC St. Pauli und des Hamburger SV. Viele Jahre dominierten die Rothosen den kleinen Kiezklub vom Millerntor, spielten international auf großen Bühnen und entfachten in jedem „Rautenherz“ ein Gefühl der puren Glückseligkeit. Die Zeiten im Volksparkstadion haben sich jedoch geändert. In der Saison 2017/2018 stiegen die Hanseaten verdient in die Zweite Bundesliga ab, versuchen seit jetzt vier Jahren den Sprung zurück in die Erste Bundesliga zu schaffen. Bislang vergeblich.

Die letzten beiden Derbys gegen den FC St. Pauli verloren die Rothosen, sodass sich die Machtverhältnisse in Hamburg mittlerweile sehr zugunsten der Kiezkicker ausgerichtet haben. Dass der Stadtrivale in dieser Saison bereits den Herbstmeistertitel innehat, lässt HSV-Trainer Tim Walte jedoch kalt. Die beiden Nordklubs spielen am nächsten Spieltag ihr 37. Derby, Zeit für den Hamburger SV, zumindest für ein wenig Erleichterung in den Köpfen vieler HSV-Supporter zu sorgen. Im Spiel am Freitag, 21. Januar um 18.30 Uhr, droht einem Startelf-Trio der Rothosen jedoch das Aus.

Verein:Hamburger SVFC St. Pauli
Gegründet:29. September 188715. Mai 1910
Platzierung Zweite Bundesliga:3. Platz1. Platz
Nächster Gegner:SG Dynamo DresdenErzgebirge Aue

Sonny Kittel, Jonas Meffert sowie Allrounder Moritz Heyer: Was ist los mit dem HSV-Trio?

Auf drei der elf Startelf-Kandidaten konnte sich der HSV in dieser Saison stets verlassen. Sonny Kittel, der über seine neue Rolle unter Tim Walter spricht, spielt in dieser Saison überragend. HSV-Allrounder Moritz Heyer macht die rechte Abwehrseite dicht und ist zudem auch noch richtig torgefährlich. Jonas Meffert ist im Mittelfeld der absolute Abräumer, wurde im Spiel gegen die SG Dynamo Dresden aber auch selbst schon abgeräumt – so hart, dass eine Gehirnerschütterung die Folge war.

Sonny Kittel (Zweiter von rechts) sowie Jonas Meffert (rechts) droht das Aus im Nordderby gegen den FC St. Pauli.

Jetzt drohen genau diese drei wichtigen Säulen jedoch im Stadtderby auszufallen. Der Hintergrund erschließt sich, wenn man als Beobachter die Statistik der Gelben Karten zu Rate zieht. Hier haben alle drei HSV-Akteure jeweils bereits vier Stück gesammelt. Kommt gegen Dresden für jeden der benannten Profis noch eine Gelbe Karte hinzu, sind sie für das anstehende Derby gesperrt. Ein Horror-Szenario, wenn man bedenkt, welch wichtige Rollen sie allesamt auf dem Platz einnehmen.

HSV: Hamburger Stadtderby richtungsweisend für die Rückrunde und das Ziel „Wiederaufstieg“

Der FC St. Pauli hat den Vertrag von Chefcoach Timo Schultz verlängert. Aufgrund der aktuellen sportlichen Leistungen ist das nicht verwunderlich. Der Kiezklub spielt eine überragende Saison, führt die Tabelle mit satten sechs Punkten Vorsprung (36) auf den Tabellendritten, den Hamburger SV (30), an. Einzig der SV Darmstadt 98 auf Platz zwei trennt die beiden Kontrahenten. Dieses Spiel wird für HSV-Coach Tim Walter und sein Team also nicht nur zum Derby, sondern auch zu einem richtungsweisenden Spiel für die Rückrunde.

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Der Druck, in diesem heißen Nordderby nicht zu versagen, könnte sich in die Köpfe der Rothosen niederlassen und so die Leistungen des Teams gewaltig einschränken. Doch der HSV hat bewiesen, wozu er in der Lage ist. Die schwarz-weiß-blaue Truppe kämpfte sich in der Rückrunde hartnäckig auf den dritten Rang der Zweitliga-Tabelle, spielte im Finale der Hinrunde furios auf und stellten mit zwölf ungeschlagenen Partien in Folge einen Zweitliga-Rekord auf. Insgesamt ist der HSV in 15 von 18 Spielen in dieser Saison unbesiegt. Ein Wert, der Hoffnung auf mehr macht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © T. Sobczak/Imago

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