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Die Wandlung des Sonny Kittel: Wie er beim HSV unter Walter zum Leader reifte

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Von: Denny Konzack

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Rote Karte, Maulkorb, Comeback, Führungsspieler, unersetzbar: Sonny Kittel spricht über seine Entwicklung und neue Position als Führungsspieler beim HSV.

Hamburg – In Hamburg sah es in den letzten Saisons für Sonny Kittel nicht sonderlich rosig aus. Auf den Flügeln brachte er sein Talent viel zu selten ein, wurde aufgrund seines schwachen Zweikampfverhaltens immer wieder kritisiert. Nach seiner frühen Ampel-Karte im Spiel gegen Hannover 96 in der vergangenen Saison, legte sich der frische 29-Jährige selbst einen Maulkorb an. Keine Interviews, kein Social Media. Nichts war mehr vom talentierten Mittelfeldmann der Rothosen zu lesen oder zu hören.

Spieler:Sonny Kittel
Verein:Hamburger SV
Rückennummer:10
Torvorlagen:10 (Quelle: transfermarkt.de)

„Zeiten ändern Dich“ scheint das Motto zu sein, unter dem Sonny Kittel in dieser Saison den Platz betritt. Mit bereits zehn Torvorlagen in der laufenden Saison sowie der Chance, eine Rekordmarke von Simon Terodde zu knacken, hat sich der neue Leader vom HSV zu einem unentbehrlichen Bestandteil der Mannschaft von HSV-Coach Tim Walter gemausert. Der Altersdurchschnitt im Team der Rothosen ist so niedrig, dass Sonny Kittel jetzt als „alter Hase“ sogar seine Führungsqualitäten beweisen kann. Im Interview mit hsv.de im Trainingslager in Sotogrande (Spanien), sprach der Mittelfeld-Star über seine Aufgaben im Team und seine persönliche Entwicklung.

Anführer Sonny Kittel: „Eine spannende Sache, dass ich jetzt ein Vorbild und ein Anführer sein kann.“

Sonny Kittel bespricht mit Miro Muheim die Ausführung eines Eckstoßes
Sonny Kittel (links) ist in einer überragenden Form. Reifte unter HSV-Coach Tim Walter zum Führungsspieler und zählt mit seinen erst 29 Jahren bereits zu den dienstältesten Profis beim HSV. © Eibner/Imago

Sonny Kittel zählt mit seinen jungen 29 Jahren zu den dienstältesten Profis im HSV-Kader. Diesen Fakt nimmt der gebürtige Gießener mit polnischen Wurzeln jedoch mit Humor: „Leider zähle ich inzwischen wirklich zu den älteren Jungs. (lacht) Die Stimmung ist aber wirklich gut, es macht richtig viel Spaß“, sagte er im hsv.de-Interview. Der 29-jährige Mittelfeld-Motor der Hamburger trägt großen Anteil daran, dass die Rothosen im Duell mit dem FC Schalke 04, der größere Gigant der Zweiten Bundesliga sind.

Mit ihm brachte es der HSV auf eine Rekordserie von zwölf ungeschlagenen Partien. Unter HSV-Coach Tim Walter wurde er zudem von den Flügeln ins Zentrum des Mittelfelds beordert. Eine Veränderung, die sich positiv auf die Spielweise von Sonny Kittel auswirken sollte, wie er selbst sagt: „Von der Acht aus kann ich die anderen Jungs aber noch besser in Szene setzen, was für mein Selbstvertrauen auch sehr wichtig ist.“

Winter-Trainingslager in Sotogrande: „Es ist unser Ziel, dass wir hier noch enger zusammenrücken.“

Der Hamburger SV sowie seine Leistungen in der Zweiten Bundesliga haben bereits bestätigt, dass es im Volkspark viel mehr als je zuvor ums Kollektiv geht. Jeder arbeitet für jeden. HSV-Coach Tim Walter hielt an Robert Glatzel fest, bis sein Knoten platzte, schenkte ihm Vertrauen. HSV-Kapitän Sebastian Schonlau stellte sich während des Hypes um Faride Alidou schützend vor den Youngster, man sollte doch „die Kirche ein wenig im Dorf lassen“.

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Bakery Jatta hatte viel Liebe und Rückhalt, auch außerhalb des Platzes erfahren, aufgrund des Verfahrens wegen seiner angeblich falschen Identität. In Hamburg hält man zusammen. Sonny Kittel hob während eines Torjubels das Trikot von seinem verletzten HSV-Kumpel Tim Leibold (Kreuzbandriss) in die Höhe, signalisierte „Wir denken an Dich und sind bei Dir“. Ein wahrer Führungsspieler eben, der mit seiner Art Fußball zu spielen der jüngeren Generation viel zeigen und sie zusätzlich motivieren kann, nie aufzugeben. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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