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HSV beantragt erneut Corona-Hilfe – um so viel Geld geht’s diesmal

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Von: Jan Knötzsch

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Einmal hat der HSV schon Geld vom Bund in Anspruch genommen, weil er wegen der Corona-Krise knapp bei Kasse ist. Jetzt hat der Klub wieder Corona-Hilfe beantragt.

Hamburg – Es ist fraglos einer der härtesten Gegner für den Hamburger SV in dieser Saison. Wenn nicht der härteste. Nein, es geht dabei nicht um irgendeinen der Zweitliga-Konkurrenten für die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter, der nach dem 1:1 der Rothosen in Dresden zum Re-Start in den Ligaspielbetrieb „not amused“ war. Nicht nur über das Ergebnis, das sein Team erreicht hat und auch über die Frage eines TV-Reporters, mit dem der HSV-Trainer vor laufenden Kameras aneinander geriet. Wenig Erfreuliches also zum Start in das Fußball-Jahr 2022 für den HSV, dessen Leihspieler Tommy Doyle einen neuen Klub gefunden hat.

Für den Verein aus dem Volksparkstadion hingegen gibt’s neben den sportlich eher durchwachsenen HSV-News auch noch welche abseits des Platzes, die absolut nicht der Natur sind, wie man sie sich in Hamburg wünscht. Was ist da los?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887, Hamburg
Mitglieder:84.200
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

Antrag auf Corona-Hilfe vom Bund: Der HSV hat schon einmal zehn Millionen Euro bekommen

In der Woche vor dem Startschuss in die Restsaison der Zweiten Bundesliga hat es für den Traditionsverein aus der Hansestadt Hamburg zumindest eine richtig gute HSV-News gegeben: Geisterspiele bleiben dem HSV ebenso wie dem FC St. Pauli erspart. Nachdem es erst so ausgesehen hatte, dass die beiden Hamburger Vereine ihre kommenden Spiele in der Zweiten Liga vor leeren Rängen bestreiten müssen, hatte der Hamburger Senat dem FC St. Pauli und dem HSV zu Beginn der zweiten Januar-Woche Mut gemacht, dass dem nicht so sein werde. Und genauso kam es dann auch.

Im Hintergrund das leere Volksparkstadion. Im Vordergrund ein Fußball ohne Luft, Geldscheine und ein Soforthilfe-Schild.
Der HSV will nach den zehn Millionen Euro Corona-Hilfe, die er vom Bund bekommen hat, noch einen weiteren Antrag stellen, um Geld vom Staat zu erhalten. (24hamburg.de-Montage) © R. Seidel Imagery/Hanno Bode/Bihlmeyerfotografie/imago

Zum Glück für den HSV, wie die Äußerungen von Marcell Jansen in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt belegen. Dort hat der HSV-Präsident erklärt, dass es „nicht fünf vor 12 Uhr, sondern fünf nach 12 Uhr“ sei – und damit gemeint, dass den Vereinen – und damit ist ausdrücklich nicht nur der HSV gemeint, der an einem belgischen Stürmer interessiert ist – aufgrund fehlender Zuschauereinnahmen mehr oder minder das Wasser bis zum Hals steht. Gar nicht auszudenken, wie schlimm es wäre, wenn durch weitere Geisterspiele weitere Einnahmen komplett flöten gingen.

HSV vor erneutem Antrag auf Corona-Hilfe: Bei dieser Summe liegt die Obergrenze, die Unternehmen bekommen

Nun, immerhin 2.000 Fans dürfen nun ins Volksparkstadion oder ins Millerntorstadion – aber ganz offensichtlich ist auch das nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Der HSV lässt zum Stadtderby gegen den Rivalen St. Pauli zwar auch Fans der Braun-Weißen ins Stadion, doch so richtig klingeln die Kassen beim Volkspark-Verein, der an einem Mittelfeld-Mann aus Österreich baggert, dennoch nicht. Und das hat Folgen: Nachdem der HSV unter der Ägide des mittlerweile aus dem Vorstand ausgeschiedenen Frank Wettstein schon einmal eine Corona-Hilfe beantragt hat, soll dies nun ein weiteres Mal passieren.

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Dies berichtet zumindest die Hamburger Morgenpost, laut der der HSV plant, nach den zehn Millionen Euro Corona-Hilfe, die der Verein bereits bekommen hat, erneut die staatliche Überbrückungshilfe zu beantragen. Laut Mopo soll diesmal eine Summe von bis zu vier Millionen Euro im Gespräch sein, die auf die Konten des HSV fließen könnte, dessen Ex-Kicker Rafael van der Vaart an einen Nicht-Aufstieg des Teams um den von Bundesligisten umworbenen Kapitän Sebastian Schonlau glaubt. Auch Sky-Experte Torsten Mattuschka kanzelt den HSV in Sachen Aufstiegsambitionen ab.

HSV will erneute Corona-Hilfe: Diese Voraussetzung muss dafür erfüllt sein

Die Summe der eventuellen neuen Corona-Hilfe für den HSV ergibt sich aus den Vorgaben des Bundes. Insgesamt können 14,5 Millionen Euro Corona-Hilfe beantragt werden. Zehn Millionen Euro hat der HSV bereits bekommen, bleiben 4,5 Millionen Euro. Die Überbrückungshilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Das wiederum kommt dem HSV entgegen, da dieser so eher Geld in Transfers investieren kann. Um die Corona-Hilfe vom Staat zu erhalten, müssen Unternehmen nachweisen, dass ihr Umsatz wegen der Coronavirus-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um zumindest 30 Prozent eingebrochen ist. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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