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Bloß keine Verlängerung im Pokal: Warum der HSV es gegen Köln besonders eilig hat

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Von: Denny Konzack

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Innerhalb von 72 Stunden hat der HSV zwei Knaller-Partien vor der Brust. Deshalb müssen die Rothosen auf ungewöhnliche Methoden zurückgreifen, um durchzuhalten.

Hamburg – Das Duell am vergangenen Wochenende gegen Dynamo Dresden, in denen sich der Hamburger SV mit einem Unentschieden aus Sachsen verabschiedete, war der Auftakt zur „Hammer“-Woche für die Rothosen. Gemeint sind die zwei Kracher-Partien, die den HSV innerhalb von 72 Stunden erwarten. Heute Abend geht es ins Rhein-Energie-Stadion zum 1. FC Köln, wo das Achtelfinalspiel im DFB-Pokal ansteht. Am Freitag dürfen die Hanseaten gegen den Stadtrivalen und derzeitigen Herbstmeister FC St. Pauli antreten.

Spiel:1. FC Köln gegen Hamburger SV
Wo:Rhein-Energie-Stadion
Wann:Dienstag (heute), den 18. Januar 2022 um 18.30 Uhr
Übertragung:Sky, Sport1

Ein echtes Hardcore-Programm für ein Team, das in der Hinrunde aufgrund ihres Pensums auf dem Platz, mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte. Die Belastung in dieser Woche sowie der Erfolgsdruck, der durch die Erwartungen der HSV-Anhängerschaft entsteht, könnten dem HSV übel zusetzen. Die Hamburger schafften zwar einen Zweiliga-Rekord auf die Beine zustellen, kämpfen allerdings immer noch mit sehr schwankenden Leistungen, die sich auf die Ergebnisse niederschlagen. Jetzt greift der HSV auf sehr ungewöhnliche Methoden zurück, um diese Tage erfolgreich zu überstehen.

Nachtflug-Verbot und Hetzerei: Darum wünscht sich der HSV ein 90-Minuten-Spiel.

Der HSV kämpft um eine ordentliche Zeit für die Erholung nach dem Pokalspiel in Köln, sowie für ausreichende Zeit für die Vorbereitungen auf das anstehende Stadtderby am Freitag gegen „Pauli“. Sollte sich die Partie gegen „Kölle“ jedoch in die Länge ziehen, stehen die Rothosen bei ihrer Rückkehr nach Hamburg vor einem Reise-Problem. Sollte das Spiel wie geplant 90 Minuten in Anspruch nehmen, wäre der Pokal-Kracher bereits um 20:20 Uhr entschieden. Somit könnten die Hanseaten ihren Charterflug von Köln direkt nach Hamburg ohne jeglichen Stress erwischen.

HSV-Coach Tim Walter deutet seine Ratlosigkeit mit offenen Armen an
HSV-Coach Tim Walter wählt ungewöhnliche Methoden im Hinblick auf die „Knaller“-Woche, die die Rothosen mit dem DFB-Pokal-Spiel beim 1. FC Köln sowie dem Stadtderby am Freitag gegen den FC St. Pauli erwartet. © JanHuebner/Imago

Dauert die Partie jedoch länger und geht in die Verlängerung, zweimal á 15 Minuten plus mögliches Elfmeterschießen, droht dem HSV ein Zwischenstopp in Hannover. Von dort aus müssten die Rothosen mit Bussen in die Hansestadt zurückreisen. Hintergrund: Im Flughafen in Hamburg Fuhlsbüttel herrscht ein Nachtflug-Verbot. Die Hanseaten werden also am heutigen Abend alles auf eine Karte setzen, um sich pünktlich aus dem Spiel verabschieden zu können.

HSV-Coach Tim Walter im Interview mit dem Focus: „Wir wollen es möglichst schnell machen, aber es kann natürlich auch etwas länger dauern.“

1. FC Köln-Stürmer Anthony Modeste macht dem HSV bei Sport1 eine klare Ansage.

Anthony Modeste ist der Kölner Messias. Immer zur Stelle und somit ein Teil der Lebensversicherung von Steffen Baumgarts Mannschaft. Im Interview mit Sport1 wurde er im Hinblick auf das bevorstehende Pokalspiel deutlich: „Wir haben einen Wunsch“, und ergänzte „Wir wollen ins Finale nach Berlin.“ Klare Ansage, was die Hamburger Defensive erwartet.

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Ein schnelles Ende wäre, besonders für den HSV, also aufgrund der Erholungs- sowie Aufbauphase sehr lohnend. Ein Weiterkommen jedoch auch. Den sich in einer finanziellen Misslage befindenden Rothosen, würde der Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals um die eine Million Euro bescheren, mit denen die Hanseaten die offenen Corona-Löcher, zumindest teilweise, wieder stopfen könnten. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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