1. 24hamburg
  2. HSV

DFB-Pokal-Achtelfinale: HSV schlägt 1. FC Köln im Elfmeterschießen

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Der HSV hat sich im DFB-Pokal gegen Köln über die Verlängerung ins Elfmeterschießen gekämpft. Und dort das bessere Ende für sich behalten. Ab ins Viertelfinale!

Hamburg – Nur wenige Tage nach dem eher durchwachsenen Re-Start in die zweite Liga, bei dem HSV-Trainer Tim Walter nach dem Spiel in Dresden mit einem TV-Reporter aneinander geraten ist, hat der Hamburger SV im DFB-Pokal die große Überraschung geschafft und den 1. FC Köln aus dem DFB-Pokalwettbewerb geworfen. Der HSV setzte sich bei seinem Auswärtsspiel in Köln gegen den Erstligisten mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Dabei nahm dieses Elfmeterschießen ein kurioses Ende: Weil er bei seinem Schuss wegrutschte und den Ball zweimal berührte, zählte der letzte FC-Elfmeter von Florian Kainz nicht als Treffer, was dem HSV das Weiterkommen ins Viertelfinale bescherte.

DFB-Pokal-Achtelfinale:1. FC Köln – Hamburger SV
Ergebnis:4:5 nach Elfmeterschießen
Austragungsort:RheinEnergie-Stadion

DFB-Pokal-Achtelfinale: Der HSV trifft in der zweiten Minute – Köln schlägt nach 122 Minuten zurück

In der zweiten Minute der Verlängerung durften die Hamburger zunächst den Führungstreffer bejubeln. Faride Alidou brachte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte zu Sonny Kittel, der sich links am Strafraum durchsetzte und den Ball dann fast von der Torauslinie ins Zentrum brachte. Und dort stand Robert Glatzel goldrichtig. Der Stürmer des HSV stieg am Fünfmeter-Raum zum Kopfball hoch, traf das runde Leder gut und wuchte es so schließlich ins Tor der Kölner. Der Ball zappelte im Netz. Doch der HSV hatte die Rechnung ohne den Schiedsrichter gemacht, der in der 122. Minute auf Elfmeter für Köln entschied. Anthony Modeste traf zum 1:1-Ausgleich.

Kölns Kingsley Ehzibue und der HSV-Spieler Robert Glatzel im Zweikampf beim DFB-Pokalspiel.
Der HSV um Robert Glatzel (rechts) lieferte sich im RheinEnergie-Stadion einen harten Kampf mit Gastgeber 1. FC Köln um Kingsley Ehzibue (links). © Revierfoto/imago

Zuvor hatten in der zweiten Hälfte der regulären Spielzeit nur zwei Minuten nach Wiederbeginn die Kölner durch Jan Thielmann die Chance zum 1:0 – doch HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes stand dem im Weg. Auch bei Anderssons Kopfball nach 49 Minuten war der Torwart, der beim HSV verlängert hat, zur Stelle. Und noch ein weiteres Mal sollte der Torwart des Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg sein Können unter Beweis stellen, als er gegen Anthony Modeste rettete (77.). Der HSV war derweil durch einen Freistoß von Sonny Kittel dem Treffer zum 1:0 nahe (73.). Moritz Heyer hatte die größte HSV-Chance des zweiten Durchgangs: einen Pfostentreffer sieben Minuten vorm Ende der normalen Spielzeit.

DFB-Pokal-Achtelfinale: Moritz Heyer trifft kurz vor der Halbzeit für den HSV nur den Pfosten

Im ersten Durchgang des Spiels hatten beide Mannschaften jeweils zwei große Chancen. Nach sieben Minuten köpfte Kölns Sebastian Andersson nach einer Ecke aufs HSV-Tor, wo Keeper Daniel Heuer Fernandes kurz vor der Linie abwehren konnte. Jener Heuer Fernandes stand nach 21 Minuten im Blickpunkt, als ein ungenaues Anspiel von ihm beim Kölner Angreifer Andersson landete und dieser dann Mark Uth bediente. Dessen Schuss fälschte Sebastian Schonlau über das HSV-Tor ab.

Nach 35 Minuten hatte dann auch der HSV seine erste große Gelegenheit – wenn auch aus abseitsverdächtiger Position: Manuel Wintzheimers abgefälschter Schuss landete bei Robert Glatzel. Der Stürmer der Hamburger zielte allerdings knapp über die Querlatte. Das Aluminium des Kölner Tores stand dann bei der zweiten HSV-Chance im Mittelpunkt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff visierte Moritz Heyer mit einem Linksschuss den linken Pfosten des FC-Gehäuses an. Den Abpraller setzte Sonny Kittel anschließend nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

HSV-Transfergerüchte: Sportvorstand Jonas Boldt begründet, warum Faride Alidou wohl bis zum Sommer bleibt

Am Rande des Spiels hat derweil HSV-Sportvorstand Jonas Boldt erklärt, dass er nicht daran glaubt, dass Faride Alidou den HSV, an dessen Aufstieg Ex-HSV-Trainer Huub Stevens glaubt, vorzeitig im Winter 2022 verlassen wird. Stattdessen geht Boldt davon aus, dass der Wechsel Alidous an den Main erst im Sommer 2022 stattfinden wird – dann allerdings ablösefrei. Bei einem Wechsel im Winter 2022 würde der HSV, bei dem Trainer Tim Walter Transfers angedeutet hat, noch eine Ablösesumme erhalten.

Noch mehr News zu Hamburg und Umgebung sowie zu Promis, dem HSV, dem FC St. Pauli und laufenden TV-Shows erhalten Sie mit dem Newsletter von 24hamburg.de.

„Was Frankfurt für das halbe Jahr angeboten hat, war jetzt nicht so, dass wir nervös geworden sind“, sagte Jonas Boldt beim Spiel des HSV gegen den 1. FC Köln im Gespräch beim Pay-TV-Sender Sky. „Wir wissen, dass er im Sommer dahin geht“, so Boldt weiter. Dem Vernehmen nach soll der HSV von Eintracht Frankfurt, jenem Klub, der sich die Dienste von Faride Alidou ab spätestens 1. Juli 2022 gesichert hat, 500.000 Euro Ablöse für einen sofortigen Transfer im Winter verlangt haben. Alidous Vertrag beim HSV läuft am 30. Juni 2022 aus. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare