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Der HSV ist wieder „hip“: Fans lassen beim Spitzenreiter die Kasse klingeln

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Von: Steffen Maas

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Der HSV ist ausgezeichnet in die Zweitligasaison gestartet. Das Walter-Team steht auf Platz eins. Der Erfolg lockt Zuschauer an – und bringt dem HSV Geld.

Hamburg – Nach dem erfolgreichsten Saisonstart in den nun schon fünf Jahren Zweitliga-Dasein rennen die Fans dem Hamburger SV wieder die Bude ein. Daran wird auch das 1:1 (0:0) am Samstag, 8. Oktober 2022 im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nichts ändern. Nach saisonübergreifend 13 Siegen, einem Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen aus den jüngsten 16 Spielen hat der Tabellenführer aus der Hansestadt Hamburg nicht nur den Wiederaufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus vor Augen. Sondern darf den Blick abseits des rollenden Balls auch auf den, wie man so schön sagt, rollenden Rubel werfen.

Denn die sportlichen Leistungen des HSV bringen dem Club aus dem Volksparkstadion auch einen finanziellen Segen.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Mitglieder:86.971
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

Hamburger SV: Mannschaft und Fans trotzen der Unruhe in der Führungsetage

Das Team von Tim Walter hat der chronischen Unruhe in Vorstand und Aufsichtsrat beim HSV nachhaltig getrotzt und die Anhängerschaft schon am Ende der vergangenen Spielzeit hinter sich gebracht, als das Team in der Relegation knapp an Hertha BSC Berlin (0:2/1:0) scheiterte. „Es ist wieder hip, zum HSV zu gehen – und die Fans ziehen mit“, hatte Trainer Tim Walter schon in der Woche vorm Heimspiel gegen Kaiserslautern frohlockt. Es sei „schon Wahnsinn, wie die Jungs und Mädels uns unterstützen“, so Walter. Das war auch im Spiel gegen den starken Aufsteiger aus der Pfalz wieder der Fall. 

Hamburger SV 1. FC Kaiserslautern Volksparkstadion zweite bundesliga
HSV-Fans jubeln ihrer Mannschaft vor Spielbeginn zu. © Marcus Brandt/dpa

Das hat dem HSV nicht nur zu sportlichem Rückenwind, sondern auch zu erheblichen Mehreinnahmen verholfen. Erstmals seit dem unglücklich verlorenen Relegations-Heimspiel war das Volksparkstadion gegen den FCK mit 57.000 Zuschauern ausverkauft. Da auch in den fünf vorherigen Heimauftritten mindestens 43.000 oder mehr Besucher Eintritt zahlten, liegt der Schnitt bei knapp unter 49.000 Fans. Kalkuliert hatte der Verein wegen der nicht absehbaren Corona-Pandemie vorsichtig mit lediglich 28.000 Zuschauern.

Volksparkstadion: HSV kann Sanierung zunächst aus eigener Tasche zahlen

Da auch die letzten Heimspiele vor der WM-Pause gegen Magdeburg (über 40.000 Tickets weg), Regensburg und Sandhausen guten Besuch versprechen, klingelt es weiter in der HSV-Kasse. Und da der klamme Club für seine Ex-Profis Amadou Onana und Filip Kostic rund fünf Millionen Euro an unverhofften Bonus-Nachzahlungen erhielt, kann der Traditionsverein aus Hamburg die rund zehn Millionen Euro für den ersten Abschnitt der nötigen Sanierungsarbeiten am Volksparkstadion selbst aufbringen. Die Arbeiten sollen im November 2022 beginnen. (mit dpa-Material)

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