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„Das ist eine Katastrophe“: Warum Ex-Spieler Babarez gegen den HSV schießt

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Von: Denny Konzack

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HSV-Legende Sergej Barbarez wird beim Spiel des HSV gegen Hansa Rostock zwei seiner Ex-Vereine im Duell sehen Als Ex-HSVer blutet ihm vor dem Match das Herz.

Hamburg – Gemischte Gefühle oder pure Wiedersehensfreude? Der FC Hansa Rostock gastiert am kommenden Sonntag in Hamburg. Einer, der für beide Klubs aktiv war, wird sich dieses Highlight gewiss nicht gehen lassen. Gemeint ist die HSV-Legende Sergej Barbarez, der den St. Pauli als die neue Nummer eins im Norden auserkoren hat. Der zweimalige Fußballer des Jahres in Bosnien Herzegowinas empfahl sich bei den Rostockern für die ganz großen Klubs – und wurde in der Hansestadt Hamburg zu einer echten Legende.

Spieler:Sergej Barbarez
Geboren am:17. September 1971
Tore für den Hamburger SV:76
Spiele für den Hamburger SV:216

„Bei Hansa habe ich mich für die größeren Klubs empfohlen“, denkt Sergej Barbarez zurück und fügte über den Hamburger SV im Interview mit der Mopo folgendes Statement hinzu: „Der Verein wurde meine Liebe und Hamburg meine Heimat.“ Worte, die direkt ins Herz treffen. Verständlich, denn mit 216 Spielen für den Hamburger SV, insgesamt 76 Toren und 48 Assists, mutierte er bei den Rothosen zum Fanliebling und ließ in sechs Jahren die Herzen jedes HSV-Supporters höher schlagen.

Sergej Barbarez spricht kritisch über den HSV: „Vier Jahre Zweite Liga – das ist eine Katastrophe!“

Sergej Barbarez feiert mit damaligen Teamkollegen Sebastian Reinhardt, Guy Demel und Thimothee Atouba
Sergej Barbarez wurde beim Hamburger SV unsterblich. HSV-Legende, Publikumsliebling und Torschützenkönig 2000/01 und spielte mit den Hanseaten in der Champions League. © ActionPictures/Imago

An die Zweite Bundesliga mag sich der heute 50-jährige Ex-Stürmer der Hanseaten nicht so recht gewöhnen. Immerhin spielte er mit dem HSV in der Champions League, feierte zudem in der Saison 2000/2001 seine Torjäger-Kanone mit den Rothosen. Im Interview mit der Mopo macht Sergej Barbarez aus seinen Gemütszustand keinen Hehl: „Leider hat es jetzt für den HSV drei Jahre lang nicht mit dem Aufstieg geklappt. Vier Jahre Zweite Liga – das ist eine Katastrophe!“. Deutliche Worte an den HSV, der nun auch Spielergehälter einsparen muss.

Mit der momentanen Entwicklung des Hamburger SV unter Coach Tim Walter ist Sergej Barbarez jedoch mehr als zufrieden und erkennt „da eine Vision beim HSV.“ Auf junge, hungrige sowie talentierte Spieler zu setzen – bestes Beispiel Faride Alidou, für den der HSV vielleicht nur zweite Wahl ist – gefällt dem Bosnier gut: „Es ist eine andere Herangehensweise und einen Versuch wert“, äußert er sich im Interview mit der Mopo.

HSV-Legende Sergej Barbarez: Wiedersehen nicht nur mit den Ex-Klubs – sondern auch mit einem alten Weggefährten.

Am Sonntag also gastiert der FC Hansa Rostock beim Hamburger SV. Aufgrund der neuen Corona-Bestimmungen sind im Volksparkstadion nicht mehr als 15.000 Zuschauer zugelassen. Ein Wiedersehen mit den beiden Ex-Klubs sorgt für Freude bei Sergej Barbarez, der für den FC Hansa Rostock ebenfalls nur lobende Worte übrig hat: „Sie machen das sehr gut nach dem Aufstieg. Niemand hat Spaß daran, gegen Hansa zu spielen – das ist schon ein Kompliment.“ 

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Nicht nur, dass der FC Hansa Rostock und der Hamburger SV für ein Grinsen im Gesicht des 50-jährigen Bosniers sorgen, nein: Es gibt auch ein Wiedersehen mit einem alten Weggefährten, der ebenfalls lange Zeit für den HSV aktiv war und auch über 100 Spiele für den Nordklub geleistet hat. „Mein Ex-HSV-Kollege Martin Pieckenhagen macht als Sportvorstand einen wirklich starken Job.“, verrät Barbarez der Mopo und freut sich für seinen Ex-Kollegen, den heutigen Sportvorstand des FC Hansa Rostock. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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