Ausnahmegenehmigung erteilt

Trotz Coronavirus: HSV und FC St. Pauli dürfen wieder auf den Platz

Mit den Schuhen in der Hand, geht der Spieler des HSV, Bakery Jatta zum Training. Er winkt fröhlich in die Kamera.
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Bakery Jatta auf dem Weg zum Training
  • Nicolai Hackbart
    vonNicolai Hackbart
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Nach wochenlanger Zwangspause dürfen Trainer und Spieler des HSV und FC. St. Pauli wieder auf den Trainingsplatz - allerdings nur unter strengen Auflagen.

  • Eine Ausnahmegenehmigung erlaubt den Hamburger Fußballvereinen HSV und FC St. Pauli wieder das Training.
  • Aufgrund der Coronavirus-Pandemie geben die Behörden jedoch weiterhin große Einschränkungen vor.
  • Das müssen die Profi-Spieler ab sofort beachten.

Hamburg - Seit dem 15. März stehen in ganz Hamburg die Sportplätze still. Die behördliche Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus hat auch vor den Zweitligavereinen HSV und FC St. Pauli keinen Halt gemacht. Jetzt konnten die Vereine eine Ausnahmegenehmigung ergattern, die zumindest einen eingeschränkten Spielbetrieb wieder möglich macht.

HSV und FC St. Pauli in Hamburg: Training dank Ausnahmegenehmigung wieder möglich

Die Hamburger Innenbehörde erteilte den beiden Fußballclubs am Freitag eine Ausnahmegenehmigung. Die Profis des HSV und FC St. Pauli dürfen wieder in Kleingruppen unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten. Auch müssen sie die Hygienestandards angesichts der Coronavirus-Bedrohung einhalten. Außerdem gilt die Genehmigung nur, solange sich die Situation nicht verschärft.

In dem Schreiben, das der Bild-Zeitung vorliegt, sind folgende Regeln einzuhalten:

  • 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Spielern
  • Kein Körperkontakt
  • Einhaltung aller allgemeinen Verhaltensregeln des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörde
  • Ausschluss der Öffentlichkeit

„Wir werden die Vorgaben strikt einhalten, sind uns der Verantwortung bewusst“, versprach HSV-Trainer Hecking gegenüber mopo.de. „Wichtig ist, dass die Jungs mal wieder den Ball am Fuß haben.“

HSV-Spieler mit genügend Abstand auf dem Weg zum Training

Illegaler Spielbetrieb trotz Coronavirus: Hamburger Behörde drückt ein Auge zu

Der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga ruht ebenso wie in der Bundesliga vorerst bis zum 30. April. Vor der Ausnahmgenehmigung waren die Spieler des HSV und des FC St. Pauli im Heimtraining. Anfang der Woche hatte der Kiezclub ohne behördliche Genehmigung in Kleingruppen trainiert, wie die dpa berichtete. Damit wurde nach Ansicht der Hamburger Innenbehörde die Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus nicht befolgt. Laut Bild sehen die Behörden jedoch von einer Strafanzeige ab.

Auch viele andere Bundesliga-Vereine haben mittlerweile eine Ausnahmegenehmigung erhalten und können wieder trainieren, wie Merkur.de* berichtet hat. Dabei handelt es sich stets um Einzelverfahren, die auch unterschiedlich ausfallen können. Werder Bremen etwa hat bisher noch keine Genehmigung erhalten und sieht nun den fairen Wettbewerb in Gefahr. „Wir hoffen hierbei keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, sondern würden eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen.“, sagte Trainer Florian Kohfeldt gegenüber der dpa.

Zu Beginn der Coronavirus-Krise in Deutschland, sorgten Spieler des Hamburger SV für Aufsehen – Bakery Jatty und Co hielten das Autogramm-Verbot nicht ein, wie 24hamburg.de berichtete.

* Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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