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Benes ballert HSV ins Glück: Erster Erfolg nach vier sieglosen Spielen

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV kann es doch noch: Nachdem die Mannschaft von Trainer Tim Walter zuletzt viermal ohne „Dreier“ blieb, beendete Laszlo Benes in Paderborn die Serie.

Paderborn – Hut ab, HSV: Der Hamburger SV hat ausgerechnet im Auswärtsspiel bei der heimstärksten Mannschaft der Zweiten Bundesliga seine Sieglos-Serie beendet. Durch einen 3:2-Sieg untermauerten die Schützlinge von HSV-Trainer Tim Walter zugleich ihre Ambitionen auf den Aufstieg in die Bundesliga. Mit dem Sieg bei den Ostwestfalen verdrängte der HSV, für den der Sieg in Paderborn nach einer Serie von vier Pflichtspielen mit drei Niederlagen und einem Remis der lang erhoffte erste „Dreier“ war, den SC Paderborn vom zweiten Platz in der Tabelle der Zweiten Liga.

HSV kontert Führung und Ausgleichstreffer des SC Paderborn: Coach Tim Walter lobt Energie seines Teams

Robert Leipertz hatte die Paderborner im Spiel gegen den HSV, der 150.000 Euro für die Ukarine spendet, schon in der dritten Minute in Führung geschossen. Torjäger Robert Glatzel (23. Minute) und der erst im Sommer ins Volksparkstadion gewechselte Jean-Luc Dompé (45.+1) drehten die Partie in der Home-Deluxe-Arena zugunsten des Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg. Dann sorgte erneut Leipertz nach einer Stunde Spielzeit für den Ausgleich. Anschließend brachte Laszlo Benes den HSV nur neun Minuten später wieder in Führung. Das 3:2 für den Traditionsverein aus Hamburg sollte dann auch bis zum Abpfiff Bestand haben.

Großer Sieg Laszlo Benes bejubelt sein Tor zum 3:2 des HSV in Paderborn.
Großer Sieg Laszlo Benes bejubelt sein Tor zum 3:2 des HSV in Paderborn. © Imago

„Heute gab es nicht nur einen Sieger, den HSV, sondern insgesamt zwei: die Zweite Liga und den Fußballsport“, sagte Paderborn-Trainer Lukas Kwasniok nach dem Match beim Pay-TV-Sender Sky. Sein Gegenüber, HSV-Coach Tim Walter, war erleichtert über das Ende der Durststrecke und lobte seine Equipe im Anschluss an den „Dreier“: „Meine Mannschaft hat heute sehr viel Energie versprüht, und das hat den Ausschlag gegeben.“ Die auf beiden Seiten mit offenem Visier geführte und mitunter wilde Partie war nicht nur aufgrund der Tabellensituation Zweiter gegen Dritter ein Spitzenspiel. Mit 18 Punkten aus sieben Partien gingen die Paderborner als bestes Heimteam und der HSV als auswärtsstärkste Mannschaft der Liga (fünf Siege in sechs Spielen) ins Spiel.

HSV-Torjäger Robert Glatzel nach Sieg in Paderborn: „Wir haben uns extrem gewehrt – das war der Schlüssel zum Erfolg“

Mit Power und Tempo schienen die Gastgeber den HSV in den ersten Minuten überrennen zu wollen. Nach einem Freistoß, den HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes stark parierte (2.), war der Ball eine Minute später im Netz. Die HSV-Hintermannschaft ohne den gesperrten Kapitän Sebastian Schonlau und den verletzten Rechtsverteidiger Moritz Heyer war in dieser Phase nicht immer im Bilde. Doch die Gäste kamen nach dem Schock allmählich besser ins Spiel, wurden mutiger und auch selbstbewusster.

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Zunächst veränderte Glatzel mit seinem achten Saisontor das Kräfteverhältnis auf dem Platz, dann gelang dem Franzosen Dompé nur wenige Sekunden vor dem Seitenwechsel mit seinem ersten Saisontor für die Gäste die HSV-Führung. „Wir wussten, dass wir nach den letzten Spielen eine Reaktion zeigen mussten“, sagte Torjäger HSV-Torjäger Glatzel. „Wir haben uns extrem gewehrt. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Nach dem 1:1-Ausgleich wurde unser Spiel immer besser, auf 90 Minuten gesehen war es eine gute Leistung.“

Laszlo Benes schießt HSV in Paderborn zum Sieg – und bedankt sich bei Jean-Luc Dompé

Doch die als Torfabrik der Liga bekannten Paderborner (34 Tore in 14 Spielen) meldeten sich zurück, schafften den Ausgleich und schwangen sich ihrerseits wieder zu mehr Offensivaktionen über die Flügel auf. Die 15 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion erlebten eine mitreißende Partie.  Ihren nächsten Glanzpunkt hatte das Spiel mit dem Benes-Tor zum 3:2 für den HSV. Vorbereiter war erneut der trickreiche Dompé, der an allen Hamburger Toren beteiligt war. „Ein paar Minuten vor dem Tor habe ich Dompé gesagt, dass er mich suchen soll“, berichtete Siegtorschütze Benes nach dem Spiel. Der Franzose erhörte die Bitte und lieferte.

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