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Augenhöhe, kaum Vorteile: Das bedeuten die Siege im DFB-Pokal für das Derby

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Von: Denny Konzack

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Der HSV feierte gegen den 1. FC Köln. Der FC St. Pauli schoss sogar Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal. Was bedeuten die Siege der beiden Kontrahenten für das Derby?

Hamburg – Wieder einmal heißt es in Hamburg: Stadtderby. Der Hamburger SV trifft am morgigen Freitag, den 21. Januar 2022 um 18.30 Uhr, auf den Tabellenersten und größten der fünf Nordrivalen, den FC St. Pauli. Die Rothosen setzten sich im DFB-Pokal-Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln durch, besiegten laut Aussagen von HSV-Coach Tim Walter einer der „lauf intensivsten Mannschaften“ der Ersten Bundesliga.

Hamburger SVFC St. Pauli
VolksparkstadionMillerntor
schwarz-weiß-blaubraun-weiß
5. Tabellenplatz1. Tabellenplatz

Der FC St. Pauli darf sich ebenfalls über einen gelungenen Abend im DFB-Pokal freuen. Die Kiezkicker, die das Arbeitspapier von Coach Timo Schultz verlängert hatten, schlugen sogar einen Verein mit ordentlich Champions League Erfahrung. Borussia Dortmund hatte am Millerntor gegen stark aufspielende Paulianer das Nachsehen, schieden mit einem 2:1 aus und verpassten somit das Vorrücken in die nächste Runde. Beide Siege dürften dem FC St. Pauli sowie dem HSV ordentlich Power und Optimismus für das bevorstehende Stadtderby geben.

Vorteile für den FC St. Pauli gegenüber dem HSV aufgrund der aktuellen Tabellensituation? Pustekuchen

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz und HSV-Coach Tim Walter im Volksparkstadion
FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz (li.) und HSV-Coach Tim Walter (re.) treffen morgen mit ihren Teams erneut aufeinander und wieder erwartet die Fans ein packendes Stadtderby. (24hamburg.de-Montage) © Treese/JanHuebner/MatthiasKoch/imago

Der FC St. Pauli spielt eine grandiose Saison und krönt sich berechtigterweise mit dem Titel des Herbstmeisters in der Saison 2021/22. Der Plan für den Aufstieg in die Bundesliga steht und soll auch gegen den „großen“ HSV weiter fortgeführt werden. Die Rothosen stehen tabellarisch zwar schlechter da als die Kiezkicker, das Team von HSV-Coach Tim Walter stellte in dieser Saison allerdings bereits einen Zweitliga-Rekord auf. In 12 Spielen waren die Hanseaten ungeschlagen, die Serie riss ausgerechnet gegen Hannover 96.

Nach dem Pokal ist vor dem Derby: Fitness und Laufbereitschaft könnten zum Vorteil des HSV werden

Im Spiel gegen Borussia Dortmund stand der FC St. Pauli hinten solide, verteidigte mutig und spielte wie auch in der Liga quirlig und offensiv nach vorne. Die Bestätigung, dass dieses Auftreten auch gegen einen Bundesligisten funktioniert, könnte der FC St. Pauli mit ins Duell gegen den HSV nehmen. Der HSV hielt indes über 120 Minuten gegen einen Bundesligisten mit, der in der Bundesliga zu den laufstärksten Mannschaften zählt. Fitness, Laufbereitschaft und Motivation könnten dem HSV somit auch im Derby zu Hause gegen St. Pauli das Leben sehr erleichtern.

Der Hamburger SV ist aufgrund der veränderten Spielphilosophie im Volkspark offensiv zudem richtig gefährlich, kann auf den Flügeln mit Bakery Jatta und Faride Alidou, im Zentrum mit dem neuen Leader Sonny Kittel sowie Allrounder Moritz Heyer immer wieder Nadelstiche setzen. Zudem stellen die Rothosen die beste Defensive der Zweiten Bundesliga, kassierten bis dato in 19 Spielen lediglich 19 Gegentore. In diesem Fall von einem Vorteil für den FC St. Pauli zu sprechen, wäre nicht angemessen. Beide Teams werden sich, laut Pauli-Trainer Schultz, auf Augenhöhe begegnen.

HSV-Coach Tim Walter auf der HSV-Pressekonferenz: „Wir halten an unserem Weg fest.“

Auf die Frage, was Tim Walter über die „Macht“-Position vom FC St. Pauli denkt, ließ er direkt durchblicken, dass er sich keinerlei Gedanken darum macht, wer aktuell in Fußball-Hamburg das Zepter in der Hand hält. „Wir versuchen unseren Weg zu gehen. Mit viel Energie, mit viel Bereitschaft und Mut.“ FC St. Pauli Trainer TImo Schultz äußerte sich parallel auf der Pressekonferenz der Kiezkicker vor dem morgigen Stadtderby wie folgt: „Walters Fußball macht mir Spaß.“

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Der FC St. Pauli wird morgen dennoch alles versuchen, die Tabellenspitze zu verteidigen und den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter auszubauen. Die Rothosen werden wie immer motiviert und fokussiert ihre Aufgabe angehen, um den Abstand zum viertplatzierten Werder Bremen zu verkürzen. Keiner ist Favorit und somit erwartet uns ein packendes und spannendes Stadtderby. *24hamburg.de ist ein Angebot IPPEN.MEDIA

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