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Aufstieg: Was traut Trainer-Legende Funkel St. Pauli und dem HSV zu?

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Von: Jan Knötzsch

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Das Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga läuft. Wer geht aus der 2. Liga hoch? Der HSV? St. Pauli? Beide? Das sagt Rekord-Aufsteiger Friedhelm Funkel.

Hamburg – Die Sache wird langsam aber sicher immer heißer. Nein, an dieser Stelle ist nicht die Rede von Carolin Nobat, die sich vorm Dschungelcamp 2022 im Playboy hüllenlos zeigte. Sie übrigens wurde von Janina Youseffian rassistisch beleidigt – das „Teppichluder“, das mal eine Affäre mit Dieter Bohlen hatte, wurde von RTL dafür aus dem Camp geworfen. Und nein, es geht auch nicht um das nahende Ende der Transferfrist, vor dem nochmal hektische Betriebsamkeit ausbricht, und jeder auf die Antwort auf die Frage aller Fragen wartet: Holt der HSV noch einen Neuen?

Ein neues, brandheißes HSV-Transfergerücht jedenfalls gibt es – doch an dieser Stelle geht‘s vielmehr um den Kampf um den Aufstieg: Schafft‘s der FC St. Pauli in die Erste Liga? Geht auch der HSV mit hoch? Noch sind einige Spieltage Zeit, bis das endgültig klar ist – die Rückrunde hat schließlich gerade erst begonnen. Doch ein Zweitliga-Experte hat bereits seine Expertise abgegeben. 24hamburg.de verrät, was er dem HSV und den Kiezkickern zutraut.

Ex-Fußballespieler und späterer Fußballtrainer:Friedhelm Funkel
Geboren:10. Dezember 1953 (Alter 68 Jahre), Neuss
Ehepartnerin:Anja Spiegel (verheiratet seit 2017)
Stationen als Spieler:Bayer 05 Uerdingen, 1. FC Kaiserslautern, VfR Neuss
Stationen als Trainer:1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf, 1860 München, Alemannia Aachen, VfL Bochum, Hertha BSC Berlin, Eintracht Frankfurt, Hansa Rostock, MSV Duisburg, Bayer 05 Uerdingen

Aufstiegskampf in der Zweiten Liga: Hat Fridhelm Funkel den HSV und den FC St. Pauli auf dem Zettel?

Im DFB-Pokal haben sowohl der FC St. Pauli mit seinem Sieg gegen Borussia Dortmund als auch der HSV mit seinem Erfolg in Köln zuletzt von sich reden gemacht. Für die Kiezkicker jedoch ging es danach nicht erfolgreich weiter. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz, der seinen Vertrag am Millerntor verlängert hat, unterlag im Stadtderby gegen den HSV, der nun ausgerechnet im nächsten Zweitliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (6. Februar, 13:30 Uhr) auf seinen gelb-gesperrten Antreiber Sonny Kittel verzichten muss und überdies damit klarkommen muss, dass es bei den Kickern aus dem Volkspark den nächsten mit dem Coronavirus infizierten Spieler zu verzeichnen gibt.

Im Hintergrund eine Choreografie der FC St. Pauli-Fans sowie eine HSV-Fahne. Im Vordergrund Rekord-Aufstiegs-Trainer Friedhelm Funkel.
Friedhelm Funkel hat sechs Mannschaften aus der Zweiten in die Erste Liga geführt und schätzt die Chancen für den HSV und den FC St. Pauli ein. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/dpa & Steffie Wunderl /Poolfoto/Imago

Apropos Darmstadt: Die „Lilien“ hat auch Friedhelm Funkel auf dem Zettel.  „Darmstadt, St. Pauli, Bremen, Schalke und der HSV – das wird ein ganz heißes Rennen um die ersten drei Plätze“, sagt der 68-jährige Trainer, der in seiner Karriere bereits sechs (!) Vereine aus der Zweit- in die Erstklassigkeit führte und damit zurecht „Mr. Aufstieg“ ist, in einem Interview mit der BILD-Zeitung. „Ich glaube nicht, dass da noch ein anderer Verein rankommt. Auch Heidenheim und Nürnberg nicht. Aber, wer ganz vorne landet, das ist nicht abzuschätzen“, ist sich Funkel sicher.

Aufstieg in die Bundesliga: Diese Mannschaften sind Friedhelm Funkels Favoriten – das schätzt er am HSV

Immerhin: Friedhelm Funkel hat – anders als Ex-HSV-Trainer Huub Stevens – zumindest beide Hamburger Vereine auf der Liste der potenziellen Aufsteiger und nicht nur einen Klub aus Hamburg. Was den HSV angeht, dessen Ex-Spieler Martin Harnik eine Golf-Halle eröffnet, sagt Friedhelm Funkel in der BILD: „Manchmal wirkt das Offensivspiel ein bisschen wild. Aber der HSV hat die wenigsten Gegentore. Das ist erstaunlich. Tim Walter macht das richtig gut. Die Mannschaft gefällt mir von ihrer Kompaktheit und Körperlichkeit.“ Auch im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln war für Friedhelm Funkel „kein Unterschied im Vergleich zu einem Bundesligisten zu sehen.“

Das Match der Mannschaft des HSV, dessen Ex-Spieler Otto Addo vor einem Engagement als Nationaltrainer von Ghana stehen soll, gegen den „Effzeh“ habe er sich angeschaut, konstatiert Funkel. „Seitdem habe ich die Überzeugung, dass Hamburg den Aufstieg schaffen kann“ Vor allem zwei Spieler aus dem Kader des HSV, an dem Ex-Profi Heiko Westermann trotz des Derbysiegs Kritik übt, hebt Friedhelm Funkel hervor: „Sonny Kittel ist in dieser Saison richtig gut, der überragende Spieler des HSV. Das hat Walter super hinbekommen. Daniel Heuer Fernandes ist wie ein elfter Feldspieler.“

Bundesliga-Aufstieg? So fällt das Urteil von Trainer-Legende Friedhelm Funkel über den FC St. Pauli aus

Bei aller Euphorie warnt Friedhelm Funkel den HSV, für dessen Kapitän ein neuerlicher Aufstiegs-Fluch „gar kein Thema“ ist, allerdings auch. Und zwar vorm Spiel in Darmstadt. „Was Trainer Torsten Lieberknecht in der Beständigkeit auf die Beine gestellt hat, das erinnert mich an seine sehr erfolgreiche Zeit in Braunschweig. Darmstadt hat schon 39 Punkte, ein Sieg gegen den HSV könnte ein Meilenstein sein“, spielt Friedhelm Funkel im BILD-Interview munter weiter das Zweitliga-Aufstiegs-Orakel und vergisst dabei auch den FC St. Pauli nicht, dessen Kapitän Philipp Ziereis vor einigen Wochen das Erfolgsgeheimnis der Kiezkicker verraten hat.

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Die Braun-Weißen brauchen, das sagt Friedhelm Funkel unumwunden, „jetzt gegen Paderborn ein Erfolgserlebnis, um wieder dran zu glauben.“ Aus der Sicht des 68-Jährigen, der zuletzt in der Relegation gegen Holstein Kiel den 1. FC Köln vorm Abstieg in die Zweite Bundesliga bewahrte, wird für die Kiezkicker der Auftritt gegen die Ostwestfalen „ganz wichtig, um wieder auf Kurs zu kommen. Aber Paderborn ist auswärts extrem stark.“ Das Schlusswort von Friedhelm Funkel zum FCSP: „St. Pauli hat auf einmal etwas zu verlieren. Das ist nervlich etwas aufreibender.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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