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Vuskovic nach Doping-Skandal ratlos: Er weiß nicht mal, was EPO ist

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Von: Robin Dittrich

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Der positive Doping-Befund von HSV-Innenverteidiger Mario Vuskovic gibt weiterhin Rätsel auf. Der Kroate soll seine Unschuld beteuern, wann kommt ein Statement?

Hamburg – Vor dem HSV-Spiel gegen den SV Sandhausen fragten sich viele Fans, wieso Mario Vuskovic nicht mal im Kader stand. Das offizielle Statement damals: private Gründe. Seit dem Doping-Schock um Vuskovic ist jedoch klar, warum der Innenverteidiger nicht spielte. Jetzt kamen neue Erkenntnisse ans Tageslicht.

Inzwischen wurde Mario Vuskovic vom DFB vorläufig gesperrt. Die Sperre wird bis zum offiziellen Urteil des DFB-Sportgerichts in der Hauptsache bestehen bleiben. Dabei ist ein Rahmen von bis zu 4 Jahren denkbar. (Update 15. November, 16:15 Uhr)

Fußballverein:Hamburger SV
Betroffener Spieler:Mario Vuskovic
Geboren:16. November 2001 in Split, Kroatien
Problematik:Positiver Doping-Befund

Erstmeldung vom 15. November 2022, 08:34 Uhr:

Nach positiver Doping-Probe steht die Karriere von HSV-Star Vuskovic auf der Kippe

Nach dem positiven Doping-Befund bei HSV-Innenverteidiger Mario Vuskovic ist nun ein erstes Lebenszeichen vom Spieler selbst an die Öffentlichkeit geraten. Denn nicht nur der HSV zeigte sich überrascht angesichts der positiven Probe und kündigte eine enge Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ermittlern an. Denn auch Vuskovic selbst soll nicht wissen, wieso es zu dem Befund gekommen sein kann. Wie die Mopo berichtet, ist Vuskovic geschockt und ratlos – zudem soll er nicht einmal wissen, was das festgestellte Dopingmittel EPO überhaupt sei. Trotz erfolgreicher Hinrunde des HSV ist es die Schlagzeile der letzten Tage.

Der positive Doping-Befund von HSV-Innenverteidiger Mario Vuskovic gibt weiter Rätsel auf.
Der positive Doping-Befund von HSV-Innenverteidiger Mario Vuskovic gibt weiter Rätsel auf. © Claus Bergmann/Imago

Erythropoetin (EPO) ist normalerweise ein in der Niere produziertes körpereigenes Hormon. Künstlich hergestellt und verabreicht, steigert EPO das Blutvolumen und dadurch die Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes. Kurz gesagt: Sportler haben eine deutlich verbesserte Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Positiv getestet wurde Mario Vuskovic laut Mopo schon am 16. September 2022. Zwei weitere seitdem erfolgte Doping-Tests sollen negativ gewesen sein – dadurch wird der positive Befund jedoch nicht entkräftet.

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Doping-Affäre um Mario Vuskovic – B-Probe und Gentest sollen aufklären

Die zwei negativen Tests haben laut Anti-Doping-Agentur wenig Aussagekraft, da die Proben zu einem anderen Zeitpunkt genommen wurden. Mario Vuskovics Hoffnung liegt deshalb auf der B-Probe. Die stammt aus der gleichen Urinprobe wie der positive Befund und soll Klarheit schaffen. Auch ein Gentest könnte den positiven Doping-Befund entkräften, wenn ein festgestellter Gendefekt in Verbindung mit erlaubten Mitteln zu einem erhöhten EPO-Wert führt. Es wird keine einfache Zeit für Vuskovic – ein Statement steht bisher noch aus. Möglich wäre auch ein Zusammenhang zwischen den erhöhten EPO-Werten und einer Erkrankung. Beispielsweise kann auch eine Krebserkrankung die EPO-Werte erhöhen.

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Der Nachweis für ein gezieltes EPO-Doping war bis in die 2000er Jahre schwierig, weil Tests nicht zwischen dem körpereigenen und künstlich hergestellten EPO unterscheiden konnten. Moderne Tests erkennen diesen Unterschied jedoch. Auf Social Media stellten sich HSV-Fans geschlossen hinter Mario Vuskovic: „Hoffentlich ist es keine schlimme Erkrankung“, „Vuskovic Ich glaube dir“ und „Wartet doch erst einmal ab, bevor ihr ihn verurteilt“ waren nur einige der Reaktionen auf Twitter. Bis zum Ergebnis der B-Probe könnte einige Zeit vergehen, bis dahin werden die Spekulationen wohl nicht abreißen.

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