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Auf diese Spiele kommt es an: So klappt es dieses Jahr mit dem HSV-Aufstieg

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der HSV ist wieder voll im Aufstiegsgeschäft. Die letzten Jahre scheiterte das Vorhaben jedoch in der Rückrunde. So schafft Tim Walter, was vor ihm keiner schaffte.

Hamburg – Der HSV und seine Aufstiegsambitionen – eine Geschichte, die sich in diesem Jahr zum vierten Mal wiederholt. Doch wenn es nach den Fans und Verantwortlichen des HSV geht, sollte das Ende der Geschichte in diesem Jahr endlich positiver Natur sein. Dreimal in Folge gaben die Hamburger den Aufstieg schließlich in der Rückrunde leichtfertig aus der Hand. In diesem Jahr läuft bisher aber alles anders. Das liegt zum einen an der Mentalität von Trainer Tim Walter, zum anderen am Team.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Tim Walter 2022 wirklich schafft, was vor ihm Dieter Hecking, Hannes Wolf und Daniel Thioune nicht geschafft haben.

Fußballverein aus Hamburg:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

Erste Härtetests konnte der HSV meistern – doch in den kommenden Wochen warten noch weitere

Eins muss man dem HSV von heute lassen. Zwei große Härtetests nach der Winterpause konnten Walter und die Rothosen bereits mit Bravour meistern. Erst wurde der ehemalige Tabellenführer FC St. Pauli im heimischen Volkspark besiegt und dann auch noch der jetzige Tabellenerste aus Darmstadt auswärts abgeschossen. Was der HSV grundsätzlich kann, sollte seither jeder Fußballkenner in Deutschland wissen. Die andere Frage ist jedoch: Kann der HSV diese Leistungen auch weiter konstant liefern, wenn es um die Wurst geht?

Die Mannschaft des HSV steht vor dem Spiel im Mannschaftskreis und schwört sich ein.
So schafft der HSV in diesem Jahr den Aufstieg. © KBS-Picture/imago

Die kommenden Wochen werden für Tim Walter und seine Mannschaft enorm wichtig. Mit dem FC Heidenheim und Werder Bremen warten noch diesen Monat zwei direkte Aufstiegskonkurrenten. Das Topspiel gegen die Heidenheimer steigt schon am 12. Februar ab 13:30 Uhr im Volksparkstadion. Das Nordderby gegen Werder Bremen findet am 27. Februar statt. Diese Punkte könnten am Ende der Saison entscheidend werden.

Im April macht der HSV, was er will – nur nicht gewinnen

Doch wer den HSV in den letzten Jahren beobachtet hat, der weiß, dass es nicht die großen Spiele waren, an denen der HSV am Ende gescheitert ist. Wir erinnern uns an die 1:5-Heimspiel-Niederlage gegen den SV Sandhausen 2020, mit der die Hamburger am letzten Spieltag die Relegation an den FC Heidenheim herschenkten. Wir erinnern uns auch an das 3:3 nach 3:0-Führung gegen Hannover 96 in der Vorsaison oder auch die 2:3-Niederlage gegen den VfL Osnabrück am vorletzten Spieltag der letzten Saison.

Auffällig: Besonders im Monat April scheint der HSV Probleme zu haben. In keiner der vier Zweitliga-Saisons konnten die Hamburger auch nur eine einzige Partie gewinnen. Angefangen hat alles 2019, als der HSV vom 12. bis zum 30. Spieltag durchgehend einen Aufstiegsplatz belegte. Im April jedoch konnten die Rothosen kein einziges Spiel in der Liga gewinnen. 1:2 gegen Magdeburg, 1:1 gegen Köln, 1:1 gegen Aue und 0:2 gegen Union Berlin lauteten die Ergebnisse.

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Ein ähnliches Bild brachte die Saison 2019/2020. Erst am 31. Spieltag schenkten die Hamburger den zweiten Platz endgültig her und vermasselten so kurz vor Schluss noch den Aufstieg. Im April derselben Saison gelang den Hamburgern ebenfalls kein Sieg. Schuld waren in diesem Fall aber nicht die Leistungen, sondern das Coronavirus, das kein einziges Spiel im Monat April erlaubte.

Im Mai sah es jedoch nicht besser aus. Nur eins von vier Spielen entschieden die Hamburger für sich. Und 2021? Nun, auch im Vorjahr konnte der HSV kein einziges April-Spiel gewinnen. 3:3 gegen Hannover, 1:2 gegen Darmstadt, 1:2 gegen Sandhausen, 1:1 gegen Regensburg und Karlsruhe.

Entscheidet sich der Aufstieg im April? HSV muss Formkurve halten

Der April spielte also eine große Rolle in den vergangenen drei Saisons des HSV. Und in diesem Jahr? Im April 2022 trifft der HSV mit Paderborn, Holstein Kiel, Karlsruhe und Jahr Regensburg auch nicht auf „kleine Teams“. Aber wie sagte Tim Walter auf der Pressekonferenz vor dem Heidenheim-Spiel: „Den Kleinen gibt es in der Zweiten Liga nicht mehr. Alle spielen guten Fußball, zahlen gutes Geld und deswegen gibt es keine Kleinen mehr“.

Und das bedeutet: Will der HSV in diesem Jahr aufsteigen, muss er seine Form aus den letzten Partien halten. Nur zwei Niederlagen und die beste Defensive der Liga sind jedenfalls gute Voraussetzungen, damit es im vierten Versuch endlich klappt – mit der Rückkehr in die Bundesliga. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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