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200-Millionen-Projekt am Volkspark: Architekt überrascht von Veröffentlichung

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Von: Robin Dittrich

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Der Bau des 200-Millionen-Euro-Projekts vor dem Hamburger Volksparkstadion gibt einige Rätsel auf. Jetzt spricht der Architekt über das Vorhaben.

Hamburg – Hadi Teherani ist als Architekt in Hamburg sowie deutschlandweit bekannt. Der 68-Jährige entwarf das 200-Millionen-Euro-Projekt zum Umbau des Volksparkstadion-Geländes, das HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld kürzlich vorstellte. Jetzt äußerte sich der Deutschiraner zu den gewaltigen Plänen – der Leak war anscheinend nicht geplant.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Geplantes Projekt:Plaza und Tower vor dem Stadion

200-Millionen-Euro-Projekt: Vor dem Volksparkstadion soll Großes entstehen

Trotz eigentlich klammer Kasse stellte HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld den Plan für ein Mega-Projekt vor dem Volksparkstadion vor. Für satte 200 Millionen Euro soll vor der HSV-Arena eine Plaza mit Platz für 12.000 Menschen errichtet werden. Dazu kommt ein Tower, der über 25 Stockwerke hoch sein soll – ein großer Hotel- und Apartmentkomplex. Entworfen hat die Pläne der in Hamburg bestens bekannte Architekt Hadi Teherani. Jetzt äußerte er sich zu dem Projekt, genau wie HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld, der zuletzt einige Negativ-Schlagzeilen schrieb.

Architekt Hadi Teherani spricht erstmals öffentlich über seine 200-Millionen-Euro-Pläne vor dem Volksparkstadion des HSV.
Architekt Hadi Teherani spricht erstmals öffentlich über seine 200-Millionen-Euro-Pläne vor dem Volksparkstadion des HSV. © Imago (Montage)

In der Folge sprang sogar Telekom als HSV-Sponsor ab. Hadi Teherani ist in Hamburg als Architekt für verschiedene Bauwerke bekannt. Unter anderem entwarf er die tanzenden Türme, die Europa Passage sowie den Flughafen Fernbahnhof in Frankfurt am Main. Im NDR Sportclub äußerte sich der 68-jährige Deutschiraner jetzt zu den Plänen: „Wir sind im Moment in einer sehr frühen Phase. Ich kenne viele, die es bauen wollen, aber es gibt noch gar keine Gespräche.“ Wovon Teherani nicht begeistert war, ist die Veröffentlichung der Pläne.

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200-Millionen-Euro-Pläne zum Volksparkstadion veröffentlicht – Architekt ist nicht begeistert

„Normalerweise kommen wir damit erst raus, wenn die Dinge stehen“, sagte Teherani weiter. Die Pläne des 200-Millionen-Euro-Projekts sollten demnach noch gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen. „Es rief jemand vom HSV an und sagte, dass sie glauben, dass ein Bild, das wir hatten, rausgegangen ist“, gab der 68-Jährige an. Genau so überrascht wie Teherani war HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld. Der äußerte sich ebenfalls in der Presse zu den Plänen, weil diese schon durchgesickert waren. Trotzdem gab sich Wüstefeld zurückhaltend: „Wir haben gerade ganz andere Aufgaben, die wir im Volkspark realisieren müssen.“

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Nichtsdestotrotz lässt sich Wüstefeld anmerken, wie wichtig ihm das teure Projekt ist: „Es gibt eine Idee und eine Vision. Wir hatten aber noch gar nicht vor, das zu veröffentlichen.“ Vorher muss nämlich erst einmal das Volksparkstadion selbst saniert werden – mit rund 10 Millionen Euro aus der HSV-Kasse. Wie die Komplett-Finanzierung aussieht, ist noch offen: Die Stadt Hamburg lehnt eine Bürgschaft für die Sanierung ab. Hadi Teherani ist überzeugt von seinem 200-Millionen-Euro-Projekt und sieht die Vorteile auch beim Zweitligisten: „Der HSV würde automatisch im ganzen Drive dahin kommen, wo sie hinwollen und hingehören.“

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