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Hamburger wundern sich über laute Kampfjets – Luftwaffe beruhigt Bürger

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Von: Steffen Maas

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Zwei Kampfjets der Deutschen Luftwaffe sorgten am Dienstagnachmittag für Aufsehen in Hamburg. Sie mussten außerplanmäßig landen.

Hamburg – Fluglärm mal anders: Mit ohrenbetäubendem Getöse sind am Dienstagnachmittag, 20. Dezember 2022, zwei Kampfjets der Deutschen Luftwaffe vom Flughafen Hamburg gestartet und haben für hochgezogene Augenbrauen bei den Bewohnern der Hansestadt gesorgt. Die zwei Flugzeuge der Bauart „Tornado“ waren zuvor außerplanmäßig in Hamburg gelandet.

Flugzeugtyp:PA-200 Tornado
Art:Mehrzweckkampfflugzeug
Startgewicht:28,5 Tonnen
Bundeswehr-Dienst seit:1981

Hamburg statt Jagel: Tornados für sichere Landung in der Hansestadt

Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr beruhigte auf 24hamburg.de-Anfrage, dass der Tornado-Besuch zwar „außerplanmäßig“ stattfand, im Großen und Ganzen jedoch „nichts Außergewöhnliches“ sei. Wirklich aufgefallen war der Überraschungsbesuch sowieso erst, als die Kampfjets beim Verlassen des Helmut-Schmidt-Airports ihre Dreiwellen-Triebwerke unüberhörbar für den schnellen Rückflug nutzten.

Tornado Kampfjet auf dem Flughafen Jagel
Ein Tornado-Kampfjet in seinem natürlichen Habitat: dem Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein. Das schlechte Wetter zwang zwei Jets am Dienstag zu einem Zwischenstopp in Hamburg. (Symbolfoto) © Luftwaffe/dpa

Die Luftwaffe bestätigte, dass das eigentliche Ziel der Maschinen der Flughafen im schleswig-holsteinischen Jagel gewesen ist, wo die fliegerische Ausbildung der Tornado-Besatzung durchgeführt wird. Weil dort das Wetter nicht mitspielte und einen Anflug verhinderte, entschieden sich die Verantwortlichen für eine „sichere Landung“ in der Hansestadt. Nach einem etwa zweistündigen Aufenthalt samt Tankstopp an der Zapfsäule, brachen die Tornados gegen 16:00 Uhr wieder auf.

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Für die Hamburger war es innerhalb weniger Monate der nächste überraschende Kontakt mit ungewohnt schnellen, lauten und potenziell gefährlichen Flugobjekten: Im Sommer rasten kanadische Kampfjets durch den Himmel über der Hansestadt – sie halfen der Luftwaffe, Übungen zum Anvisieren mit Abwehrwaffen durchzuführen. Im September waren die Kanadier in den späten Abendstunden wieder die Übeltäter und holten den einen oder anderen Hamburger aus dem Bett.

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