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Zoll entdeckt im Hafen 2,6 Tonnen Koks in Container – Wert: über 350 Millionen Euro

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Von: Jan Knötzsch

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Neuer Erfolg für den Hamburger Zoll: Nachdem die Beamten kürzlich im Hafen eine große Menge Kokain sicherstellen konnten, geben sie einen weiteren Mega-Fund bekannt.

Hamburg – Es ist der nächste große Schlag, der dem Hamburger Zoll gelungen ist. Der ist zwar schon ein paar Tage her, doch erst jetzt hat ihn der Zoll in Hamburg – nicht ohne Stolz über seinen Erfolg im Anti-Drogen-Kampf – auch ganz offiziell bekanntgegeben. Nachdem die Beamten im Februar bereits einen großen Kokain-Fund gemacht hatten, kündigte der Zoll zuletzt schon an, einen der größten Kokain-Funde am Donnerstag, 24. Februar 2022, publik machen zu wollen.

Und das, was die Zollfahnder da bereits im Januar 2022 gefunden haben, lässt sich die Beamten – dieses Wortspiel sei verziehen – freuen wie kleine Schneekönige. Und bei denen, die das Kokain eigentlich in der Hansestadt Hamburg oder sonst wo unters Volk bringen wollten, sorgt die Entdeckung wohl für mehr als nur eine Zornesfalte. Denn die Menge ist riesig: Der Zoll hat im Hamburger Hafen 2,6 Tonnen (!) Kokain sichergestellt.

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Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
EInwohner:1.852.478
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

2,6 Tonnen Kokain im Container: Zoll macht die Entdeckung im Hamburger Hafen bereits Ende Januar

Wie der Hamburger Zoll mitteilt, war das Rauschgift in einem Container aus Ecuador versteckt, der laut Frachtpapieren mit Bananen beladen sein sollte und schon Heiligabend im Hamburger Hafen ankam. Seitdem stand er auf einem Container-Terminal. Und zwar so verdächtig lange, dass er ins Visier der Risikoanalyse des Zolls geriet. Die Folge dessen: Ende Januar wurde eine Röntgenkontrolle in der Containerprüfanlage des Zollamtes Hamburg in Waltershof angeordnet. Und der Fund hatte es dann in sich.

Der Hamburger Zoll hat im Hamburger Hafen 2,6 Tonnen Kokain im Wert von über 350 Millionen Euro sichergestellt.
Das Kokain war in einem Container hinter einer Bananen-Lieferung versteckt. © Zollfahndungsamt Hamburg

Hinter zwei Paletten mit Bananen, die offensichtlich zur Tarnung des Rauschgifts genutzt wurden, zeigte das Röntgenbild verdächtige Strukturen der Ware, die, so schildert es der Zoll in Hamburg in einer Pressemitteilung, „den Verdacht des Kokainschmuggels verstärkten.“ Eine manuelle Kontrolle von Kontrollkräften des Zolls förderte dann sagenhafte 2.630 Kilogramm Kokain ans Licht.

Kokain im Wert von über 350 Millionen Euro: Ermittlungen nach Mega-Fund dauern weiter an

„Mit dieser herausragenden Kokainsicherstellung unterstreicht der Zoll einmal mehr seine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Der Zoll leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die innere Sicherheit in Deutschland und Europa“, konstatiert René Matschke, der Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg. Das sichergestellte Kokain habe laut Mitteilung des Zolls einen Schwarzmarktwert von über 350 Millionen Euro. Die Containersendung Bananen war für eine Empfängerfirma im europäischen Ausland bestimmt.

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„Dieser Erfolg beruht auf einer ausgefeilten Risikoanalyse des Zolls, einer hierauf aufsetzenden risikoorientierten Warenabfertigung, der hochentwickelten Detektionstechnik der Hamburger Durchleuchtungsanlage und dem reibungslosen Zusammenspiel aller beteiligten Zöllnerinnen und Zöllner“, freut sich auch Christian Schaade, Leiter des Hauptzollamtes Hamburg, über den Mega-Fund. Die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg dauern noch an.

Jüngst hatte der Zoll auch einen Millionen-Schaden aufgedeckt, der durch rund 3000 Schwarzarbeits-Verfahren in Hamburg entstanden ist. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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