Prozess vor dem Landgericht

Toter Zivilfahnder im Einsatz – jetzt reden die Kollegen

Justitia vor blauem Himmel.
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Vor dem Hamburger Landgericht haben am Dienstag die Kollegen des vor einem Jahr ums Leben gekommenen Zivilfahnders aus Itzehohe ausgesagt. Laut ihnen soll es sich um ein tragisches Missverständnis handeln. (24hamburg.de-Montage)
  • Johannes Nuß
    vonJohannes Nuß
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Alles nur ein Missverständnis? Vor einem Jahr kommt bei einem Einsatz in Lurup ein Zivilfahnder der Polizei Itzehohe ums Leben. Jetzt reden die Kollegen.

Hamburg – Seit Ende Januar 2021 läuft der Prozess gegen einen Deutschen vor dem Hamburger Landgericht, bei dessen Festnahme im vergangenen Jahr ein Zivilfahnder der Polizei Itzehohe ums Leben gekommen ist. Angeklagt ist ein 29-jähriger Deutscher, der zum Zeitpunkt der Festnahme mit drei Haftbefehlen gesucht worden seien soll, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Wie der NDR berichtet, soll es sich um ein Missverständnis gehandelt haben, das zum Tod des Polizisten geführt hatte. Das haben Kollegen des toten Zivilfahnders am Dienstag, 23. Februar 2021, vor Gericht ausgesagt. Man habe den Gesuchten und nun Angeklagten unter einem Vorwand nach Lurup locken wollen, um ihn vor Ort zum richtigen Zeitpunkt festzunehmen. Dies hätte laut Aussagen der Beamten auf gar keinen Fall im Fahrzeug des Mannes stattfinden sollen. Doch genau das ist passiert. Laut den Aussagen habe es ein Missverständnis gegeben, aufgrund dessen die Festnahme doch im Auto stattfand. Er habe verstanden, dass er reingehen solle, sagte ein Beamter im Zeugenstand und sei ins Auto des Gesuchten gesprungen. Der Angeklagte reagierte panisch, gab Gas und krachte in das Fahrzeug des Zivilfahnders. Der LKA-Beamte war rund eine Woche später in einem Krankenhaus verstorben.

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