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Wohnungsmarkt Hamburg: CDU zeigt sich besorgt um vorherrschenden Leerstand

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Von: Christian Einfeldt

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Die Hamburger CDU sorgt sich um den Hamburger Wohnungsmarkt. Demnach würden 2.600 Wohnungen leer stehen – was die Statistik zudem auch aussagt.

Hamburg – Hamburg trotzt der langen Corona-Pandemie: Noch immer übt die Hansestadt mitsamt all ihren Reisetipps einen enormen Reiz für potenzielle Besucherinnen und Besucher aus. Laut des Statistikamtes Nord verbuchte Hamburg zuletzt Rekord-Zahlen, was den Tourismus angeht – doch die Gastronomie Hamburgs leidet unaufhörlich. Risse könnte Hamburgs Bild als eines der vermeintlich lebenswertesten Städte weltweit auch durch eine weitere Untersuchung bekommen.

Die besagt nämlich: Immer weniger Menschen wohnen in Hamburg. Diese Schlussfolgerung geht jedenfalls einher mit dem aktuellen Wohnungsleerstand, der die Hamburger CDU besorgt zurücklässt.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Hamburger CDU beklagt Wohnungsleerstand in der Hansestadt – das steckt dahinter

Hamburgs CDU-Politiker André Trepoll bezeichnete die vorliegende Bestandsaufnahme unter Berufung auf Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) unlängst als „alarmierend“. Der Hamburger Senat würde rund 2.600 Wohnungen bewusst unbewohnt lassen. Über Dauer und Gründe für den Leerstand würden Hamburgs Behörden darüber hinaus nur unzureichend informiert sein.

Die Bezirke Altona, Eimsbüttel und Hamburg-Nord würden die einzigen Bezirke Hamburgs darstellen, die Auskunft über die Dauer ihrer leerstehenden Wohnungen in Erfahrung gebracht hätten. Dort sind es nach NDR-Berichten mindestens 115 Wohnungen, die nicht – wie in Hamburg üblich – zwischen vier und zwölf Monate, sondern gar länger als drei Jahre leer stehen.

Wohnungen in Hamburg zu vermieten.
Wohnungsmarkt Hamburg: In der Hansestadt stehen aktuell 2.600 Wohnungen leer. (Symbolbild) © Bernhard Classen / Imago

Als Ursache für die leerstehenden Wohnungen sind häufig Sanierungen auszumachen. Auch die in Hamburg mitunter hohen Mietkosten zahlen auf die aktuelle Situation ein. 90.000 Hamburgern droht mit einer Mietsteigerung um 100 Prozent eine satte Erhöhung und für die Unterkunft von Geflüchteten zahlt die Stadt Hamburg 6,2 Millionen Euro Mietkosten. Wie der NDR berichtet, würden darüber hinaus Wohnungsunternehmen wie die SAGA Wohnungen gezielt für Menschen freihalten, deren Haus aufgrund von Sanierungs- und Renovierungsarbeiten unzugänglich ist.

Wohnen in Hamburg: 2.600 Wohnungen stehen leer – doch nur 0,26 Prozent des Wohnungsmarktes

Die Hamburger Politik brachte in Form einer Kleinen Anfrage der CDU den Anstoß zur aktuellen Sondierung des Wohnungsmarktes. Das Ergebnis: Rund 2.600 Wohnungen stehen in Hamburg leer. Dem CDU-Ärger um die unbewohnten Wohnungen zum Trotz: Nirgendwo anders, als zwischen Alster und Elbe, stehen so wenige Wohnungen leer wie im Stadtstaat Hamburg. 970.000 Wohnungen würde Hamburg nach Informationen des NDR beheimaten. Die 2.600 unbewohnten Wohnungen machen damit lediglich einen Anteil von 0,26 Prozent des gesamten Wohnungsmarktes aus.

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Medienberichten zufolge gelang es allein dem Bezirk Hamburg-Mitte seine Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres zu verdoppeln. Angesichts aktueller Zeiten mit Corona-Pandemie und der allumfassenden Inflation erscheinen die von der CDU kritisierten Zahlen des Wohnungsmarktes auf einmal in einem anderen Licht.

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