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Panne behoben: Wohngeld kann in Hamburg jetzt online beantragt werden

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Von: Steffen Maas

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Hamburgerinnen und Hamburger sollten seit dem 16. Januar eigentlich die Möglichkeit haben, online ihr Wohngeld zu beantragen. Doch eine kritische Panne stoppt den neuen Service zunächst.

Update von Donnerstag, 19. Januar 2023, um 15:41 Uhr: Wohngeld-Anträge können in Hamburg wieder online gestellt werden. Der Service stehe wieder zur Verfügung, teilte der IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung, Dataport, am Donnerstag mit. Der Online-Dienst war am vergangenen Freitag kurz vor seinem Start gestoppt worden.

Bei Tests sei festgestellt worden, dass die Möglichkeit bestand, dass einige Anträge nicht an die zuständige Wohngeldstelle übermittelt werden. Da bei einer Überprüfung nun keine fehlerhafte Datenübermittlung festgestellt worden sei, sei der Dienst freigeschaltet worden.

Die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hatte die bequeme Online-Beantragung ursprünglich bereits zum Montag an den Start bringen wollen. Die Verwaltung hofft, den aufgrund der großen Wohngeld-Reform zu erwartenden Mehraufwand durch die Möglichkeit des Online-Antrages zu entzerren. (Mit Material der dpa)

Wohngeld online beantragen: Panne in Hamburg – Daten könnten verloren gehen

Erstmeldung von Mittwoch, 18. Januar 2023:

Hamburg – Holpriger Start für den neuen Hamburger Wohngeld-Service: Während der Hamburger Senat am Montag mit einer Mitteilung den Startschuss des Projektes feierte, das Bürger nun die Möglichkeit gibt, ihren Wohngeld-Antrag komplett online durchzuführen, sah die Realität anders aus. „Aktuell finden Wartungsarbeiten statt und der Online-Antrag ist nicht erreichbar. Wir bitten um Geduld“, heißt es stattdessen, wenn man dem entsprechenden Link folgt. Der zuständige IT-Dienstleister soll wohl kurz vorher die Notbremse gezogen haben.

Name:Wohngeld
Art:Sozialleistung
In Form von:Mietzuschuss und Lastenzuschuss
Empfänger:Geringverdiener
Einführung:1. April 1965

Panne bei Hamburger Online-Wohngeld: Anträge wären ins digitale Nirwana gelaufen

Denn bei letzten Stresstests sei aufgefallen, dass die Antragstellung auf dem digitalen Wege gar nicht abgeschlossen werden könne, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet. Schlimmer noch: Die Anträge und damit verbundenen Daten könnten so „verloren gehen“ – vermutlich hätten Wohngeld-Empfänger dann im Glauben, ihre Pflicht erfüllt zu haben, sehr lange auf ihre Sozialleistung warten können.

Laut NDR hoffen die zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die IT-Experten des Dienstleisters Dataport, den Fehler schnell beheben zu können. Um Geduld hatte die Behörde zudem schon weit vor dem Auftreten der Panne gebeten: Aufgrund der Reform des Wohngeldes seit 1. Januar 2023 sind so viele Hamburgerinnen und Hamburger berechtigt, das Wohngeld in Anspruch zu nehmen.

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Der Online-Antrag sei ein weiterer entscheidender Baustein, um das erhöhte Antragsaufkommen für das neue Wohngeld in der Hansestadt von Beginn an aufzufangen, unterstrich die Behörde. Bereits zum 1. Dezember hatte die Stadt Hamburg eine Zentrale Wohngeldstelle eingerichtet: „Bis März 2023 wird diese auf insgesamt rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt sein“, skizziert ein Sprecher der Stadtentwicklungsbehörde die nächsten Schritte.

Wohngeldantrag in Hamburg Frau müde vorm Laptop
Hamburgerinnen und Hamburger, die das neue Wohngeld Plus online beantragen wollen, müssen sich noch gedulden. Der Service wies eine kritische Panne auf, die nun behoben wird. (24hamburg.de-Montage) © Bodo Marks/dpa/Panthermedia/Imago

Wohngeld in Hamburg: Durch Reform jetzt etwa 37.500 Menschen anspruchsberechtigt

Der NDR rechnet mit einer Vervielfachung der Empfangsberechtigten Hamburger – von etwa 12.500 auf 37.500 Menschen. Sie dürfen sich durch die Reform zudem darüber freuen, dass das Wohngeld 2023 erhöht wurde. Durchschnittlich 190 Euro bekommen Wohngeld-Empfänger seit Januar mehr. Es soll Haushalte mit geringem Einkommen dabei unterstützen, die finanzielle Belastung durch Mietausgaben einzuschränken.

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Sind die Fehler im Computersystem behoben, stellt der Online-Wohngeldantrag einen weiteren Schritt auf dem Weg der Digitalisierung dar, den der rot-grüne Senat in Bezug auf die städtischen und bezirklichen Angebote beschreitet. Seit Herbst vergangenen Jahres läuft ein bundesweites Pilotprojekt, das es ermöglicht, den Wohnungsumzug innerhalb Hamburgs kostenlos und ohne müßigen Behördengang im Internet zu melden.

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