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Budni verkauft Artikel zur WM 2022 nur mit einem besonderen Hinweis

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Hamburger Drogerie Budni positioniert sich beim Verkauf von Artikeln zur WM 2022 klar. Warum es die Artikel in den Filialen trotzdem zu kaufen gibt.

Hamburg – Nach dem Wirbel um den Verzicht auf das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde durch die Nationalmannschaften mehrerer europäischer Verbände, darunter auch der DFB-Elf, steht bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar aktuell das Sportliche mehr im Fokus. Außenseitersiege wie der von Saudi-Arabien gegen den Titelmitfavoriten Argentinien, starke Auftritte von vermeintlich schwächeren Mannschaften wie Kanada, den USA im Spiel gegen England oder der Mannschaft Ecuadors gegen die Niederländer; aber auch Favoritensiege und Schützenfeste wie in Spielen mit spanischer und englischer Beteiligung, dürften vielen wieder in Erinnerung rufen, was eine Fußball-WM eigentlich ausmachen sollte. Für Hamburgs Drogerie Budnikowski („Budni“) steht dennoch fest: Fan-Artikelverkauf zur WM 2022: ja – aber nur mit Haltung.

Name des Unternehmens:Budnikowsky (Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG)
Gegründet:1912
Filialen:195
Anzahl Beschäftigte / Umsatz:mehr als 3000 / mehr als 400 Millionen

Budni und die WM 2022: Hinweisschilder beziehen klar Stellung zu Ausrichter Katar

Die Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 wird sich nach ihrem Ende dennoch nicht in eine der vielen bisher dagewesenen Endrunden-Ausgaben einreihen. Die Hamburger Drogeriekette Budni erinnert daran, warum das so ist: Das Unternehmen hat den WM-Artikel-Verkauf in seinen knapp unter 200 Filiale zumindest teilweise mit einem Hinweis versehen, auf dem die Drogeriekette ihre Ansicht zur FIFA und WM 2022 in Katar teilt.

Auf dem Schild heißt es, dass man als Unternehmen Budni jede Form der Diskriminierung entschieden ablehne und die Arbeitsbedingungen und Fremdenfeindlichkeit scharf kritisiere. Denn: „Wir beschäftigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verschiedenster Nationalitäten, Geschlechter, Weltanschauungen, sexueller Orientierungen“, ist auf dem Zettel weiterzulesen.

BudnikowskyFiliale in Hamburg
Eine Filiale der Hamburger Drogeriekette Budnikowsky. Das Unternehmen informiert fußballbegeisterte Kunden über dessen Haltung bezüglich des umstrittenen WM-Ausrichters Katar. (Symbolfoto) © APress / IMAGO

WM 2022 in Katar: Budni klar gegen „diskriminierenden Handlungen“

Nicht nur deswegen stehe Budni für alles „was Menschen, Gesellschaften und Kulturen verbindet und duldet keine diskriminierenden Handlungen“. Nichtsdestotrotz respektiere man selbstverständlich die Entscheidung der WM-Vergabe, heißt es weiter. In allen Filialen ist der Aushang allerdings nicht zu finden. Eine Stichprobe zeigt: In den Harburger-Filialen Am Sand und im EKZ Harburg Arcaden fehlte ein solcher Hinweis, in den Arcaden wurden gar keine Fan-Artikel zur WM 2022 angeboten.

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Drogerie Budni will Kunden zur WM 2022 nicht belehren

Von einem generellen Verzicht auf den Verkauf von WM 2022-Merchandise hat das Unternehmen abgesehen. Von Budni-Seite heißt es dazu, dass man den „fußballbegeisterten Kund:innen auch eine kleine Auswahl an Produkten zur Verfügung stellen“ möchte. Budni-Geschäftsführer Christoph Wöhlke ergänzte die Anfrage des Hamburger Abendblatt „Die sich (aus dem Firmenverständnis, Anmerk. der Red.) daraus ergebene Toleranz bedeutet auch, dass wir im Sortiment nicht belehrend sind.“ Man stelle deswegen eine Auswahl an Produkten den Menschen zur Verfügung, die, die Nationalmannschaft, unterstützen möchten.

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