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Winterhude: Hamburger Stadtteil zwischen Villen und der Alster

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Von: Kevin Goonewardena

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Das Goldbekhaus und mit fairteiler Kühlschrank in Hamburg-Winterhude
Hamburg-Winterhude: das Goldbekhaus und mit fairteiler Kühlschrank – ein Ort für Kultur und mehr Gerechtigkeit. (24hamburg.de-Montage) © Vivienne Goizet

Winterhude zählt für viele Hamburger zu den beliebtesten Stadtteilen. Nahe an der Alster und am Stadtpark. Verbindet Winterhude Natur und Stadtleben.

Hamburg-Winterhude – Ländliche Idylle, abgerockte Arbeiterviertel, quietschbunte Künstler-WGs, mondäne Stadtvillen: Das alles ist Hamburg. Jede Woche samstags gehen wir auf Streifzug. Heute sagen wir: #ahoiwinterhude.

Mit Winterhude verbinden viele Hamburger stuckverzierte Altbauwohnungen oder Villen an der Alster. Auch die Nähe zum Hamburger Stadtpark macht das Stadtteil Winterhude für viele Hamburger attraktiv. Die kleinen Läden am Mühlenkamp haben ihren ganz eigenen Charme und machen die Straße zu einer über Winterhude hinaus beliebten Einkaufsadresse.

Winterhude: Hamburgs fünftgrößter Stadtteil voller sichtbarer Geschichte

Winterhude ist mit 55.000 Einwohner der fünftgrößte Stadtteil Hamburgs und einer der begehrtesten der Hansestadt. Das Wohnviertel ist nah an der Stadt gelegen, bietet seinen Bewohnern und Besuchern aber auch gleichzeitig mit der Alster und dem Stadtpark viele Freizeitmöglichkeiten im Grüne. Viele der schönen Altbauten, großbürgerlichen Etagenhäuser, Stadthäuser und Stadtvillen stammen noch aus 1914. Denn, Winterhude blieb von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont. Der Stadtteil wurde erst Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erschlossen und hatte längere Zeit aufgrund der fehlenden Eignung für die Landwirtschaft keine besondere Bedeutung für die Stadt. Denn das tiefe und teilweise sumpfige Land, was oft von Überschwemmungen heimgesucht wurde, eignete sich kaum für Ackerbau und Viezucht.

Erst als im 19. Jahrhundert die Stadt Hamburg rasant wuchs und das eigentliche Stadtgebiet zu klein für die Industrie, Gewerbe und Wohnen wurde, wurde das Gebiet des heutigen Winterhude erschlossen. 1859 wurden Winterhude und Hamburg-Uhlenhorst über eine Brücke miteinander verbunden. Einige Jahre später fuhr der Alsterdampfer vom Jungfernstieg regelmäßig nach Winterhude. Diese Anbindung lockte Industrie und Gewerbe nach Winterhude. Im Jahr 1874 wurde Winterhude offiziell zum Hamburger Vorort erklärt.

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Sehenswürdigkeiten in Winterhude: Mühlenkamp, Hamburger Stadtpark und Alster

Der Mühlenkamp gehört zum Highlight von Winterhude. Die lange Straße mit ihren Seitenstraßen beherbergt viele Cafés, Bars, Restaurants, Clubs und Imbisse mit den verschiedensten Küchen, ob vietnamesische Sommerrollen, indisches Naanbrot, italienisch Pizzas oder spanische Tapas, da kommt jeder auf seinen Geschmack.

Dazu kommen die schon erwähnten vielen kleinen Läden und Boutiquen, die individuelles Shopping jenseits von Filialen großer Ketten ermöglichen und Kleidung anbieten, die es nicht in den normalen Shopping-Centern zu finden ist.

Winterhude ist ein grünes Paradies für Open-Airs im Stadtpark und Freizeit an der Alster

Vom Mühlenkamp kann man direkt zur Alster oder zum Hamburger Stadtpark spazieren, die den größten Pluspunkt bieten. Der Stadtpark gehört zu den beliebtesten Parks Hamburg. Zum Stadtpark mit großem See gehört auch das meistbesuchte Planetarium Deutschlands, eine Freilichtbühne und Gartenlokalen. Im Sommer können sich Besucher über zahlreiche Open Air Konzerte nationaler und internationaler Pop-/ und Rock-Größen auf der Freilichtbühne freuen,

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Winterhuder Fährhaus: Komödien im legendären Hamburger Privattheater genießen

Wer eine abendliche Unterhaltung sucht, wird auch in Winterhude fündig. Die Komödie Winterhude Fährhaus ist ein Privattheater in Winterhude. Es steht an der Stelle des ehemaligen Winterhuder Fährhaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst als Wohnhaus errichtet worden war. Auf der gegenüber liegenden Seite hielt der Alsterdampfer an und sammelte die Passagiere ein, die einen Ausflug machen wollten. Da die Passagiere Wind und Wetter ausgeliefert waren und es keinen Schutz am Steg gab, irgendwann wurde der Besitzer des Wohnhauses gefragt, ob man drinnen auf den Dampfer warten könne. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Fährhaus, in dem es ab 1876 auch Tanzveranstaltung, Tagungen und Feste gab.

Das Fährhaus wurde zu einem Ausflugsziel und einer Institution in ganz Hamburg. Im Jahr 1988 beschloss Jürgen Wölffer ein Theater aus dem ehemaligen Fährhaus zu machen. Der erste Leiter war Rolf Mares, er war davor Dirigent an der Staatsoper. Am 2. September 1988 feierte das Theater Premiere mit dem Stück "Stürmische Überfahrt" von Tom Stoppard. Auf dem Spielplan der Komödie Winterhude Fährhaus stehen bis heute moderne und klassische Komödien sowie Volksstücke und Lustspiele.

Kampnagel in Winterhude: international bekanntes Zentrum für Performance, Tanz und Theater

In Winterhude findet sich auch das international bekannte Zentrum für Performance, Tanz und Theater Kampnagel, das mit seinem Programm, darunter dem alljährlichen Sommerfestival, ein eher avantgardistisch interessiertes Publikum anspricht. Auf dem großen ehemaligen Fabrikgelände finden auch Programmkino-Freunde mit dem Alabama-Kino eine cineastische Anlaufstelle. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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