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Wieder Corona-Demo in Hamburg – „Teilweise“ ohne Maske und Abstände

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Von: Sebastian Peters

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Coronavirus - Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Hamburg
Mit einfallsreichem Kopfschmuck ging ein Demonstrant in Hamburg auf die Straße. © Daniel Reinhardt/dpa

Wieder ziehen Corona-Kritiker durch Hamburgs Straßen. Teilweise ohne Masken und nötigen Abstand. Stellenweise waren es über 1.500 Teilnehmer.

Hamburg – Um ihrem Ärger wegen der Corona-Maßnahmen Luft machen zu können, haben am Samstag, 22. Januar 2022, in Hamburg mehrere tausend Menschen an verschiedenen Demonstrationen teilgenommen. Der Polizei zufolge haben sich bei zwei Veranstaltungen in Hamburg-Barmbek etwa 3300 Menschen zusammengefunden. Die Demos hatten das Motto „Solidarisch aus der Corona-Krise“ und „Gegen Ausgrenzung, Spaltung und Zwang“. Auf Schildern und Plakaten der Kundgebenden stand unter anderem „Nein zur Impfpflicht“, „Mein Risiko - mein Körper - meine Entscheidung“, „Solider Faktencheck statt Ausgrenzung“.

Corona-Demo in Hamburg: Teilweise ohne Masken und Abstand auf Hamburgs Straßen unterwegs

Auf dem Rundkurs in Barmbek gab es den Angaben der Polizei zufolge auch eine kleine Gegendemonstration mit rund 50 Leuten. Auf deren Schildern war beispielsweise „Nachdenken statt Querdenken“ und „Für eine solidarische Zukunft - Impfen statt Schimpfen“ zu lesen.

Lesen Sie auch: Impfgegner-Demo: Polizei Hamburg stoppt Demonstrationen!

Immer wieder musste die Polizei Hamburg Gegendemonstranten von dem eigentlichen Aufzug fernhalten. Dabei sollen Gegendemonstranten einen Feuerwerkskörper auf die Corona-Kritiker geworfen haben, so das Hamburger Abendblatt.

Corona-Demo in Hamburg: „Wer mit Nazis marschiert, hat wirklich nichts kapiert“

Die „Barmbeker Initiative gegen Rechts“ kritisierte am Samstag, dass die Corona-Gegner sich nicht eindeutig von mitlaufenden Rechten und Faschisten distanzieren. „Wer mit Nazis marschiert, hat wirklich nichts kapiert“, sagte ein Sprecher kurz vor Beginn der Demonstration. Ob am Samstag auch Rechte unter den Demonstranten waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Eine dritte Demonstration in der Nähe des Bahnhofs Mundsburg im Bezirk Hamburg-Nord hatte am Nachmittag zunächst rund 1600 Teilnehmer. Sie liefen unter dem Motto „Wir vereint. Für eine bessere Zukunft“ und wollten damit ebenfalls ihren Unmut gegen die Corona-Regeln zum Ausdruck bringen. Teilweise wurden dabei keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten. Die Polizei hatte deshalb Gespräche mit dem Versammlungsleiter gestartet.

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Gegen 17:15 Uhr musste die Demonstration in Mundsburg kurzzeitig unterbrochen werden. Es sind zu viele Demoteilnehmer vor Ort gewesen. Die Polizei hat den Aufzug aufgestoppt und forderte, dass der Veranstalter weitere Ordner beschafft. Solange dies Auflage nicht erfüllt sei, darf die Demonstration nicht weiterlaufen. Nach wenigen Minuten waren genügend Ordner beschafft. Trotz häufig nicht eingehalten Abständen und ein Mund-Nasen-Schutz, der teilweise der „einfallsreich“ getragen wird, darf der Aufzug weiterlaufen. Größere Zwischenfälle gab es bei der Demo in Hamburg allerdings nicht. (mit Material der DPA)* 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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