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Polizei Hamburg warnt vor WhatsApp-Masche: Vorsicht bei „Hallo Mama“-Nachrichten

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Von: Hannes Niemeyer

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Betrüger und Abzocker sind auch in Hamburg unterwegs – und wollen über WhatsApp an Ihr Geld. Bei konkreten Nachrichten gilt Vorsicht.

Hamburg – Auch Betrüger gehen mit der Zeit: Der „Enkeltrick“ hat den Schritt in die digitale Welt geschafft. Gebetsmühlenartig wurde sicherlich den Großeltern oder Eltern schon gepredigt auf die Anrufe vermeintlicher Enkelkinder mit unterdrückter Nummer, die ganz ganz dringend Kohle brauchen nicht einzugehen. Leider führte die Masche dennoch gerade bei älteren Personen immer wieder zur Erleichterung großer Geldbeträge. Mittlerweile hat sich der „Ort“ des Betrugs jedoch verlagert: Vom Telefon direkt auf das Smartphone – beispielsweise auf WhatsApp.

In der Messenger-App geht aktuell eine neue, nicht zu unterschätzende Betrugsmasche herum. Die perfide Methode versetzt die Polizeibehörden in ganz Deutschland in erhöhte Alarmbereitschaft. Auch die Polizei Hamburg gibt offiziell eine Warnung heraus. „Die Betrüger wollen ihr Geld!“, heißt es drastisch in der dazugehörigen Pressemitteilung. Und in diesem Fall sind nicht mehr nur ältere Menschen, deren vermeindliche Enkelkinder sich bei ihnen melden, im Visier der Abzocker.

WhatsApp-Betrug: „Hallo Mama“ von unbekannter Nummer? Dann seien Sie vorsichtig

Denn plötzlich erhalten Elternteile dubiose Nachrichten auf ihre Smartphones, die angeblich von ihrem Kind stammen. „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer“, nennt die Hamburger Polizei als Beispiel-Nachricht, die plötzlich auf das Smartphone flattert. So oder so ähnlich könnten die kurzen Gesprächsanfänge aussehen, die man erhält - und dann sollte direkt erhöhte Alarmbereitschaft herrschen!

Gut zu erkennen sind die Nachrichten eigentlich. Schließlich kommen sie von einer unbekannten Nummer und der Absender nennt keinen Namen in seiner Nachricht. Allerdings reagieren viele offenbar bei dem Gedanken, es könne sich um die eigene Tochter oder den eigenen Sohn handeln auf die direkte Anfrage. Laut Polizei folgt dann die Aufforderung, die Nummer zu speichern und anschließend eine Bitte um Geld. „Es wird behauptet, auf dem neuen Handy sei kein Online-Banking möglich. Der angebliche Angehörige bittet darum, einen Geldbetrag für ihn zu überweisen. Wie gewohnt sei es sehr dringend“, erklärt die Polizei.

Sie haben WhatsApp-Nachrichten? Dann schauen Sie lieber genau hin, es könnten auch Betrüger sein.
Sie haben WhatsApp-Nachrichten? Dann schauen Sie lieber genau hin, es könnten auch Betrüger sein. © IMAGO/La Nacion/Zuma Wire

WhatsApp-Betrugsmasche: Allein mehr als 200 Versuche seit Jahresbeginn in Hamburg gemeldet

Die Masche ist bereits in Hamburg angekommen. Dass sie leider so manches Mal funktioniert und dann auch richtig teuer für die Geschädigten ausfallen kann, beweist auch ein Fall aus Othmarschen. Dort erhielt am Mittwoch (27. April) eine 81-Jährige eine solche Nachricht, in der ihr Sohn um Geld bat. Die Frau hatte allerdings zufällig großes Glück: Als sie gerade dabei war, knapp 2000 Euro an die unbekannte Person zu überweisen, scheiterte die Transaktion aus technischen Gründen. Auf dem Weg zu ihrer Hausbank sei die Frau dann „mit einem ersten mulmigen Gefühl“ zufällig an einem Infostand der Polizei vorbeigekommen, an dem genau vor solchen Betrügern gewarnt wurde. Nach dem Gespräch mit den Beamten sah sie schließlich auch von der Überweisung ab.

Dennoch: Allein seit Jahresbeginn sind der Polizei Hamburg mehr als 200 solcher Betrugsversuche bekannt, in dutzenden Fällen hätten die Täter Erfolg gehabt. Deshalb sprechen die Beamten konkrete Ratschläge aus, um solchen Fällen vorzubeugen.

WhatsApp-Betrüger in Hamburg auf Abzock-Jagd: Die Tipps der Polizei

In NRW warnt die Verbraucherzentrale aktuell auch über Betrugsmaschen per Sprachnachricht, das berichtet RUHR24. Trotz aller Warnungen vor Betrügern kann der Messenger WhatsApp aber auch für Begeisterung sorgen – etwa wenn User diese versteckte WhatsApp-Funktion entdecken.

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