Angela Merkel warnt vor Mutation

Corona-Nachimpfung wegen Delta-Variante schon im Herbst?

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Bundeskanzlerin Merkel spricht von einem „Wettlauf“: Die Delta-Variante des Coronavirus ist auf dem Vormarsch. Wird eine Nachimpfung bereits zum Herbst nötig?

Hamburg – In der Hansestadt Hamburg geht das Impfen derzeit nur schleppend voran. Was die Impfquote angeht, liegt die Elbmetropole bundesweit fast ganz unten*. Und dabei könnte das Impfen gegen Corona* jetzt noch wichtiger werden. Denn die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus aus Indien ist in Europa auf dem Vormarsch*. Zwar wirken die Impfstoffe von Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Johnson&Johnson und Moderna auch gegen diese Mutation, allerdings in abgeschwächter Form. Daher könnte eine Nachimpfung bzw. Auffrischung schon in diesem Herbst nötig sein, glaubt ebenfalls Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Politikerin:Angela Merkel (CDU)
Position:Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Im Amt seit:2005
Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands

„Wettlauf“ gegen Delta-Variante des Coronavirus: Angela Merkel wegen Mutation in Sorge

Bundeskanzlerin Angela Merkel* hatte die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland jüngst als sehr erfreulich bezeichnet. Die „Anstrengungen der letzten Monate“ hätten sich gelohnt, sagte sie nach den Bund-Länder-Beratungen in Berlin. Sorge bereite ihr allerdings die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus, die sich in Großbritannien immer weiter ausbreitet. Laut RKI sind in Deutschland derzeit rund 2,5 Prozent aller Corona-Infektionen auf die aus Indien stammende sogenannte Delta-Variante des Coronavirus zurückzuführen. Auch in Hamburg hat es schon einige Fälle der Delta-Variante gegeben*. Ebenfalls in Niedersachsen wurden bisher 35 Fälle nachgewiesen.

Nachimpfung noch im Herbst? Die Delta-Variante könnte eine Impf-Auffrischung nötig machen.

Im Gegensatz zu Großbritannien sind das vergleichsweise wenige. Denn dort ist die Delta-Variante, laut Wirtschaftswoche, mittlerweile für über 90 Prozent aller Neuansteckungen verantwortlich – trotz hoher Impfquote. Das liege zum einen daran, dass die Delta-Variante um ein vielfaches ansteckender sein soll als der sogenannte Wild-Typ des Coronavirus. Zum anderen daran, dass die Impfungen nicht ganz so effektiv wirken wie normal. Trotzdem sprach Merkel zur Bekämpfung der Variante auch von einem „Wettlauf mit dem Impfen“.

Corona-Impfung wirkt derzeit nur bedingt gegen Delta-Variante: Merkel glaubt an Auffrischung im Herbst

Wie fr.de unter Berufung auf die FAZ berichtet, wirke die Impfung nur dann gegen die Delta-Variante*, wenn ein voller Impfschutz bestehe. Das liege vor allem daran, dass erst nach der zweiten Impfdosis genügend Antikörper gegen die Delta-Variante gebildet werden. Laut des Berichts haben Labortests dies bestätigt. Bei den Impfstoffen von Astrazeneca, Biontech/Pfizer und Moderna liegt dieser Schutz nach der Zweitimpfung vor. Bei Johnson & Johnson ist eine Impfung ausreichend.

Um besonders effektiven Schutz bieten zu können, sprach Merkel auch von Auffrischungsimpfungen bereits im Herbst. „Wir werden im Herbst mit den Nachimpfungen beginnen müssen für die ältere Generation“, sagte sie. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach beim Impfen von einer „Daueraufgabe“.

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller halte es daher für sinnvoll, wenn die in den Bundesländern eingesetzten Impfzentren weiter geöffnet bleiben. Hamburg plant sein Impfzentrum Ende August zu schließen*. „Wir brauchen sie möglicherweise, um nochmal einen letzten Schub in diese erste Impfkampagne zu bekommen“, sagte Müller. Die Bundesländer seien entsprechend informiert worden.

Delta-Variante des Coronavirus nicht nur ansteckender: Indiens Ärzte warnen auch vor heftigen Symptomen

Wie merkur.de berichtet, warnen Indiens Ärzte vor heftigen Symptomen bei der Delta-Variante des Coronavirus*. Demnach könne die Virusmutation Durchblutungsstörungen hervorrufen, die auch zu einem Blutgerinnsel führen könnten. Außerdem sei der Verlust des Gehörs und Absterben von Gewebe möglich. Dies habe in Indien, Berichten zu Folge, bereits zu Amputationen geführt. * 24hamburg.de, fr.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago images

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