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Wetter-Jojo: Nach Hamburger Abkühlung – nächste Hitzetage in Aussicht

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Von: Steffen Maas

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Nach dem Hitzerekord kühlte es in Hamburg schnell wieder ab. Das hält nicht lange: Sonntag und Montag geht es wieder Richtung 30 Grad. Tipps für Wetterfühlige.

Hamburg – Für wetterfühlige Menschen ist dieser Sommer in Hamburg bisher wohl nichts: Nachdem am Mittwoch, 20. Juli 2022, der Uralt-Hitzerekord der Hansestadt geknackt wurde, sorgten Wind, Regen und Gewitter für eine schnelle und dramatische Abkühlung bis runter auf 20 Grad. Wem das besser gefällt als Gluthitze und Tropen-Feeling, der muss in der nächsten Woche stark bleiben: „Ab Sonntag steigen die Temperaturen wieder an und es wird dann wieder sommerlich warm. Am Montag sind erneut bis zu 30 Grad Celsius möglich“, so der Meteorologe Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Andere Wetterdienste prognostizieren noch mehr Hitze: bis zu 34 Grad am Montag!

Name:Deutscher Wetterdienst
Hauptsitz:Offenbach am Main
Gründung:1952
Dachorganisation:Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Wetter in Hamburg: Erst ganz okay, dann gut, und schließlich heiß

Dabei sieht es erstmal ganz angenehm aus in der Hansestadt Hamburg – zumindest für Leute, die nicht auf Sahara-Hitze stehen: Während am Donnerstag, 21. Juli, noch Gewitter, Regen und Starkböen möglich sind und im schlechtesten Fall für ungemütliches Wetter sorgen, werden vom DWD für Freitag, 22. Juli, und Samstag, 23. Juli, unauffällige 20 Grad mit bewölktem Himmel vorhergesagt – ganz so wie sich die Schausteller auf dem Sommerdom 2022 das gewünscht haben.

Ein Sprung ins Freibad-Becken in Hamburg.
Nachdem es kurzfristige Abkühlung von oben gab, bleibt am Montag wieder nur ein Sprung ins kalte Nass – wie es hier ein Besucher im Kaifu-Freibad in Eimsbüttel vormacht. © Julian Weber/dpa

Bleibt es bei den Vorhersagen, geht es am Sonntag jedoch direkt wieder 7 Grad aufwärts auf dem Thermometer – immerhin noch bei moderatem Wolken-Vorkommen . Doch am direkt zum Start der neuen Woche soll der sprichwörtliche Mann mit dem Hammer kommen: 34 Grad knallende Hitze bei blauem Himmel. Grund genug, direkt mal wieder die Tipps zum Umgang mit der ungewohnten Hitze aus der Schublade zu kramen.

Wenn möglich, bleibt der beste Umgang mit der Hitze wohl, ein Dasein als Stubenhocker zu fristen, wie Meteorologe Bauditz bereits zur Rekordhitze empfahl: Angesichts der Hitze und deutlich erhöhter UV-Werte legte der DWD-Meteorologe den Menschen nahe, einfach zu Hause zu bleiben. Das schienen viele Menschen in Hamburg zu befolgen, denn die Polizei Hamburg verzeichnete ein „unauffälliges und eher unterdurchschnittliches Einsatzgeschehen“ in der Stadt, wie ein Sprecher sagte.

Wetterfühligkeit: Sensible und chronisch Kranke leiden unter Temperaturwechsel

Besonders trifft das Auf und Ab des Wetter-Jojos chronisch kranke Menschen und solche, die besonders sensibel auf Wetterveränderungen reagieren. Dazu zählen vor allem Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Dauerpatienten, die unter Diabetes, Asthma, Rheuma und Migräne leiden – sogenannte wetterempfindliche Menschen, bei denen bestehende Symptome intensiviert werden.

Die „Wetterfühligkeit“ trifft dagegen sensible, aber sonst gesunde Menschen, die mit generellen Befindlichkeitsstörungen wie Schlafproblemen, Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit reagieren. Das ist aber keineswegs zu unterschätzen oder zu belächeln, wie Thomas Ebel vom AOK-Bundesverband weiß: „Viele nationale und internationale Studien belegen einen Einfluss des Wetters auf das Wohlbefinden und die Gesundheit.“

Wetterempfindlichkeit: Das hilft am besten und schnellsten

Kurzfristige Abhilfe schafft vor allem eins: „Trinken, trinken, trinken – das stabilisiert den Blutdruck und kann gegen Schwindel und Schwäche helfen“, heißt es in einem Informationsblatt der Krankenkasse. Getränke der Wahl seien Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtsaftschorlen in ausreichender Menge – mindestens 1,5 Liter am Tag. 

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Auch die feste Ernährung sollte angepasst werden: „Auf fettes und blähendes Essen verzichten, denn das beansprucht Verdauungstrakt und Stoffwechsel“, heißt es im AOK-Ratgeber. An wetterfühligen Tagen deshalb lieber zu Salaten, Gemüse und Vollkornprodukten greifen. (Mit Material der dpa.)

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