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Wetter Hamburg: Sturmflut bleibt im Rahmen – am Wochenende droht die nächste

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Von: Kevin Goonewardena

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Mehrmals im Jahr wird Hamburg von Sturmfluten heimgesucht. Die am 27. Januar 2022 fiel schwächer aus als gedacht. Doch die Gefahr bleibt – fürs Wochenende.

Hamburg – Die für Donnerstag, 27. Januar 2022, angekündigte Sturmflut für den Elbe-Weser-Raum ist laut einer Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) „durchaus auch etwas geringer“ ausgefallen, als prognostiziert. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, seien an der ostfriesischen Küste Pegelstände bis zu einem Meter über dem mittleren Hochwasser und für die nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet also in Bremen* und Hamburg eine Pegelstand von bis zu 1,5 Meter erwartet worden.

Name:Stumflut
Klassifizierte Definition in HH, HB, EMD:Erreichen von 1,5 bis 2,5 m über dem Mittleren Hochwasser
Auftreten an der deutschen Küste:Vermehrt im Frühjahr und Herbst
Höchster bisher gemessener Pegelstand6,45 Meter (St. Pauli), 5,10 Meter (Cuxhaven) am 03. Januar 1976

Sturmflut am 27.Januar 2022 in Hamburg: Nur leichte Überschwemmungen am Fischmarkt

Auf dem Hamburger Fischmarkt, der bei Überflutungen stets ein bundesweit gern genutztes Motiv ist, um die Sturmflut zu visualisieren, schwappte das Wasser allerdings nur leicht über, so die Sprecherin. Regelmäßig ist das Hamburger Wahrzeichen rund um die Fischaktionshallen überflutet. Etwa im Oktober des vergangenen Jahres, wenige Wochen später im November 20212 oder im Dezember 2021 infolge des Orkantiefs „Daniel“. Die Menschen seien vorab unter anderem von Beamten und Beamtinnen der Polizei Hamburg persönlich und über Twitter dazu aufgerufen worden, ihre Autos weg zu fahren, heißt es seitens der dpa zur Sturmflut vom Donnerstag, 27. Januar 2022, in Hamburg.

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Sturmflut: Gefahr in Hamburg noch nicht gebannt – schon am Wochenende droht eine neue Sturmflut

Hamburger Fischmarkt Sturmflut überschwemmt Fischmarkt davor eine Frau die Mühe hat ihren Regenschirm festzuhalten.
Erster Herbststurm in Hamburg: Sturmflutwarnung und Windböen vorhergesagt. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage) © teamwork/imago & localpic/imago

Die Sprecher des BSH teilte mit, dass sich die Flutsituation zwar am Freitag, 28. Januar 2022, kurzzeitig wieder beruhigen werde. Allerdings sei am Wochenende mit weiteren Sturmflutwarnungen zu rechnen, die „deutlich ausgeprägter“ ausfallen könnten. Für Donnerstag, 27. Januar 2022, rechneten die Behörden mit Windstärken von 8 bis 10 an den Küsten, am Wochenende könnte es windiger werden. Das hätte zur Folge dass die Wasserstände an den Küsten höher ansteigen sowie mit mehr Wucht ins Ländesinnere gedrückt werden würden – eben auch nach Hamburg.

Hamburg. Hochwasserschutz ausgebaut – Lehren aus verheerender Sturmflut 1962 gezogen

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Politiker den Schutz von Stadt und Küste bereits mehrfach erhöht und damit ihre Lehren aus der verheerenden Sturmflut von 1962 gezogen. Im Februar vor nunmehr 60 Jahren hatte in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar eine Sturmflut 340 Menschen das Leben gekostet, 315 davon starben alleine in Hamburg. Die Katastrophe bedeutet den Aufstieg des damaligen Polizeisenators und späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Doch seine Darstellung des laut eigener Aussage verfassungswidrigen, pragmatischen und schnellen Eingreifens gilt bei Experten als umstritten. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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