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Nächste Woche 40 Grad in Hamburg: Prognose rechnet mit nächster Gluthitze

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Von: Christian Einfeldt

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Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Gibt es in Hamburg nun das nächste Hitze-Hoch? Der US-amerikanische Wetterdienst rechnet nächste Woche mit 40 Grad.

Hamburg – Erst brach Hamburg Temperatur-Rekorde, dann wurde es im Norden wieder kälter. Auf Hitze folgt Unwetter, dieser Tage im Hamburger Alltag. Wie Wetterexperte Dominik Jung dem Hamburger Abendblatt bestätigt, ist die Unbeständigkeit des Wetters nur ein weiteres „Zeichen für den Klimawandel“. Hitzewellen häufen sich und ihr Einfluss werde immer größer. Anfang August, also bereits kommende Woche, könnten die 40,1 Grad von Hamburg-Neuwiedenthal nach nur zwei Wochen wieder eingeholt werden. Der US-Wetterdienst schätzt die Temperaturen für Norddeutschland auf über 40 Grad.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Wetter Hamburg 10 Tage: Prognosen bereiten Deutschland auf das nächste Hitze-Hoch vor

Die kommenden Tage könnte es wieder auf die korrekte Einhaltung von Hitze-„Tipps“ ankommen: Sahara-Luft ist auf dem Weg in Richtung Deutschland. Auch Hamburg wird von der nächsten Hitzewelle heimgesucht. Das sagt jetzt zumindest der US-amerikanische Wetterdienst National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Unter Berufung auf „Focus Online“ spricht NOAA von 40 Grad in Niedersachsen und 39 Grad in Hamburg und Schleswig-Holstein. Dem Oberrhein, aber auch der Lüneburger Heide könnten demzufolge Rekord-Temperaturen von 42 und 43 Grad in Aussicht gestellt werden.

In Bezug auf das norddeutsche Wettergeschehen tätigte der Wetterdienst für Mitte Juli 2022 bereits ähnliche Aussagen. Wenig später sollte nach Deutschland strömende Warmluft zu dem bereits zitierten Temperatur-Rekord Hamburgs von 40,1 Grad beitragen. „Solche Wetterkarten habe ich für Deutschland so noch nie gesehen“, sagte zuvor noch Meteorologe Dominik von wetter.net. Die Prognosen sollten Recht behalten – kommt nun nächste Woche die nächste Gluthitze?

Wetter in Hamburg: Nächste Woche 40 Grad? Das steckt hinter der Prognose

Der US-amerikanische Wetterdienst geht bundesweit von Temperaturen um die 40 Grad aus. Der Höchstwert soll 43 Grad betragen und Hamburg müsste sich demzufolge auf 39 Grad vorbereiten. Nach der Hamburger Abkühlung könnten die nächsten Hitzetage bevorstehen. Was steckt hinter dieser Meldung? Vor allem Hamburgerinnen und Hamburger wissen, dass nichts so unbeständig ist wie das Wetter – eine Aussage, die häufig auch auf in Voraus erstellte Wettermodelle zutrifft. So auch hier.

In Hamburg sonnen sich die Menschen in der Hitze an der Alster, Sonne strahlt auf Thermometer.
Nächster Gluthitze für Hamburg vorhergesagt. Was ist dran? (24hamburg.de-Montage) © Future Image/imago & HochZweiStock/Angerer/imago

Wie „Focus Online“ berichtet, muss man nächste Woche zwar wieder mit Warmluft rechnen, jedoch nicht mit der nächsten Rekord-Hitze. Das bedeutet: Süddeutschland bekommt Temperaturen über 30 Grad, während im Norden um die 25 Grad möglich sind. Auch deutsche Wettermodelle, etwa die des Deutschen Wetterdienstes (DWD) oder von wetter.de, sind sich darin einig.

Die Abweichungen des US-amerikanischen Wettermodells lassen sich laut „Focus Online“ darauf zurückführen, dass ein sogenanntes Ensemble erstellt wurde. Die Behörde berechnet die Vorhersage mehrmals – jedes Mal mit anderen Anfangsbedingungen. Das Modell bildet also gleich mehrere Prognosen ab. Die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten variieren jedoch und so stellt auch die Warnung vor der nächsten Hitzewelle ein äußerst unwahrscheinliches Szenario dar.

Wetter Hamburg: „Können klar sagen, dass Hitzewellen durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden“

In den kommenden Tagen erwartet Hamburg also keine nächste Hitzewelle – zumindest vorerst. „Plausibel ist, dass es wegen der starken Erwärmung unseres Klimas im Sommer immer mal wieder auch in Hamburg Hitzewellen geben wird. Wir werden auch neue Rekordhitzewellen bekommen“, sagt etwa Wetterexperte Frank Böttcher dem Hamburger Abendblatt. Dass es sich hier um Auswirkungen des Klimawandels handelt, ist in der Wissenschaft längst Konsens. Zuletzt machte das eine aktuelle Studie des Imperial College London und der Universität Oxford deutlich.

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„Wir können ganz klar sagen, dass Hitzewellen durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden“, sagt Studienautorin Friederike Otto. Die Folgen sind divers: Von Wasserknappheit und Waldbränden über Überschwemmungen bis hin zu Hitzewellen, die jetzt auch Regionen wie Sibirien treffen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor Kurzem berichtete, rechnet der Weltklimarat mit einem Temperaturanstieg um die 3 Grad. Für den Großteil Europas würde das „erhebliche Verluste in der landwirtschaftlichen Produktion“ bedeuten. Laut Klimaforscher Mojib Latif eine „Katastrophe“, auf die sich nun auch Hamburg vorbereitet.

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