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Weniger Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen im Norden

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Von: Elias Bartl

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Manche Kinder und Jugendliche trinken Alkohol bis zum Kontrollverlust. Die Zahl der jungen „Komasäufer“ ist während der Corona-Pandemie 2020 deutlich zurückgegangen.

Kiel – In Schleswig-Holstein sind 2020 deutlich weniger Kinder und Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung in Kliniken behandelt worden als 2019. Nach Angaben der Krankenkasse DAK landeten 422 Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch in Krankenhäusern, das waren 34,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Betroffen waren 2020 im Norden 240 Jungen und 182 Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren.

Landeschef der DAK: „Noch immer trinken viele Kinder und Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt“

Jugendliche sitzen auf einer Brücke und beobachten den Sonnenuntergang.
Jugendliche sitzen auf einer Brücke und beobachten den Sonnenuntergang. © Fernando Gutierrez-Juarez/DPA

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„Noch immer trinken viele Kinder und Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt“, bewertete der Landeschef der DAK-Gesundheit in Schleswig-Holstein, Cord-Eric Lubinski, die Entwicklung. Der Rückgang in Zeiten der Corona-Pandemie sei ein positives Signal. „Wir wollen aber verhindern, dass schon bald ein Nachholeffekt einsetzt und die Einlieferungen ins Krankenhaus wieder sprunghaft ansteigen.“

Daher soll zusammen mit Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) die Alkoholprävention fortgesetzt werden. Gesucht werden im Rahmen der Kampagne „bunt statt blau“ zum zwölften Mal Schleswig-Holsteins beste Plakate gegen das Komasaufen. Einsendeschluss für den Plakatwettbewerb ist der 30. April.

Seit Pandemiebeginn: Junge Menschen trinken insgesamt mehre Alkohol

Auch wenn der exzessive Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen insgesamt zuletzt zurückgegangen sei, zeigen nach Gargs Angaben Umfragen, dass einige junge Menschen seit Beginn der Pandemie mehr und regelmäßiger Alkohol trinken. „Die gesundheitlichen Gefahren von regelmäßigem und übermäßigem Alkoholkonsum müssen also noch stärker in den Fokus gerückt und junge Menschen dabei erreicht werden“, sagte Garg. (DPA) * 24hamburg.de und ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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