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Weltflüchtlingstag 2022: Proteste in Hamburg – diese Aktionen finden statt

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Von: Kevin Goonewardena

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Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Auch in Hamburg wird an dem Aktionstag an das Schicksal der derzeit 100 Millionen Flüchtlinge weltweit erinnert.

Hamburg – In Deutschland werden Begriffe rund um die Thematik Flucht & Flüchtlinge besonders mit der Flüchtlingswelle ab 2015 im Zuge des Syrien-Krieges und dem in die Geschichte gegangenen Credo der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“, in Verbindung gebracht. Auch negative Assoziationen haben eher mit Ereignissen in der jüngeren Vergangenheit zu tun. Die Geschichte von Flucht und Vertreibung, dem damit verbundenen Leid, aber auch der Hoffnung der Flüchtenden und der Herausforderungen für ihre Aufnahmestaaten ist hingegen wesentlich älter. 1950 gründete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Uno Flüchtlingshilfswerk UNHCR, zuerst mit dem Ziel, sich um die Vertriebenen in der Folge des Zweiten Weltkriegs zu kümmern.

Name:United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR)
Gründung und Sitz:14. Dezember 1950, Genf
Vorsitz:Filippo Grandi (Kommissar)

Auch bevor dann 2001 der weltweit erste globale Flüchtlingstag gefeiert wurde, erinnerten einzelne Länder schon an unterschiedlichen Daten an Flucht und Vertreibung, etwa lateinamerikanische Länder an die diesbezüglich entstandenen Folgen für die indigene Bevölkerung durch die Ankunft der Europäer in Amerika 1492. Am 20. Juni 2022 wird der Weltflüchtlingstag nun zum 21. Mal auch in Hamburg begangen.

Refugees Welcome Schriftzug am AZ Köln.
Weltflüchtlingstag 20. Juni: Bereits am Vortag protestierten Aktivisten zu Wasser und an Land rund um die Elbphilharmonie in Hamburg. Für Montag ist ein Demonstrationszug angekündigt. (Symbolbild) © Christoph Hardt / Imago

Weltflüchtlingstag 2022: mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht – Aktionen in Hamburg bereits am Sonntag

Laut Angaben des UNHCR sind derzeit mehr als 100 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, ein Fünftel nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge aufgrund der Folgen der Klimakrise und damit deutlich mehr, als vor Krieg und Konflikten (14,3 Millionen laut Greenpeace). Denn: „Klimaveränderungen verschärfen oft Konflikte, Naturkatastrophen und andere Fluchtursachen“, wird Greenpeace-Experte Fawad Durrani im Abendblatt zitiert. Bereits am Sonntagvormittag, 19. Juni 2022, und damit einen Tag vor dem Aktionstag am 20. Juni protestierten Greenpeace-Aktivisten im Hamburger Hafen.

Ausgestattet mit einem Banner, auf dem „Klima-Geflüchtete schützen“ zu lesen war, kreuzte das Greenpeace-Segelschiff „Beluga II“ am Sonntagmorgen vor der Elbphilharmonie. Für den Nachmittag kündigten die Aktivisten eine Beteiligung an dem durch die AG Flucht der „SoliStadt Hamburg“ initiierte Aktion „zu Wasser und an Land“ am Platz der Deutschen Einheit, an. Auch Sea-Watch Hamburg, Fridays for Future, der Flüchtlingsrat und die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) unterstützen und teilen den Aufruf.

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Weltflüchtlingstag 2022 Hamburg: Hier ist am 20. Juni mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen

Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, an dem auch der jährliche Flüchtlingsreport des UNHCR vorgestellt wird, folgt dann ein Demonstrationsaufzug, zu welchem verschiedene Organisationen, Gruppen und Initiativen aus dem anti-rassistischen Spektrum aufrufen. Unter dem Motto „Equality of Treatment for ALL Refugees“ startet der Aufzug gegen 12:30 Uhr am Johanniswall in der Hamburger Innenstadt und führt dann über folgende Straßen, auf denen laut Polizei Hamburg mit Verkehrsbehinderungen zu Rechnen ist: Steinstraße – Steintorwall – Mönckebergstraße – Gerhart-Hauptmann-Platz (ZWIKU) – Mönckebergstraße – Bergstraße, Jungfernstieg.

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