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Weltärztepräsident geht Flughafen Hamburg scharf an – „Verantwortungslos!“

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Von: Kevin Goonewardena

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In einer Mail an den Chef des Flughafens Hamburg macht Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery seinem Ärger über die dortigen Corona-Kontrollen Luft. Dieser reagiert gelassen.

Hamburg – Frank Ulrich Montgomery kennt man in Deutschland seit der Corona-Pandemie. Denn der gebürtige Hamburger, der am, Gymnasium Blankenese sein Abitur ablegte und an der Universität Hamburg promovierte, ist Vorsitzender des Weltärztebundes – in der Corona-Pandemie eine gefragte Figur. So gefragt, dass Montgomery zurzeit viel reist und dabei auch oft den Hamburger Flughafen nutzt. Diesen kritisierte er nun scharf.

Name:Hamburg Airport (auch: Hamburg Airport Helmut Schmidt)
Adresse:Flughafenstr. 1-3, 22335 Hamburg
Fluggäste:4,56 Millionen (2020)
Terminals:2

Weltärztebund-Chef kritisiert Sicherheitskontrollen vom Flughafen Hamburg in Fuhlsbüttel

Der Chef des Ärzte-Verbandes kritisiert den Flughafen Hamburg für die dortigen Corona-Sicherheitschecks scharf, wie aus einer Mail an den Chef des Fuhlsbüttler-Aiports, Michael Eggenschwiler, hervorgeht, die dem Hamburger Abendblatt vorliegt. In dieser bezeichnete er die Sicherheitsmaßnahmen unter anderem als „absolut insuffizient organisiert“ und geht in der Schilderung seines letzten Aufenthaltes am Hamburger Flughafen ins Detail. Dabei wirft er den Mitarbeitenden sogar bewusstes weggucken vor.

Ihre Mitarbeiter haben zu keinem Zeitpunkt reagiert – man hatte den Eindruck, dass sie sogar bewusst weggeguckt haben.

Frank Ulrich Montgomery, Chef des Weltärztebund

Er habe, so berichtet Montgomery, rund 45 Minuten in der sich „lindwurmartig windenden Schlange vor der Personenkon­trolle“ gestanden, in der die, in Corona-Zeiten notwendigen Abstände, nicht eingehalten worden seien und einige Passagiere, ihren Mund-Nase-Schutz unter der Nase oder sogar dem Kinn getragen hätten. Das sei oft bewusst oder gar provokativ erfolgt, beschreibt Montgomery seinen Eindruck. Die Mitarbeitenden, so Montgomery weiter, seien nicht nur nicht eingeschritten, sie hätten oft bewusst weggeguckt, so sei es ihm zumindest vorgekommen.

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Weltärztebund-Chef warnt vor Superspreadern am Flughafen Hamburg – Airport weist Kritik zurück

Montgomery kritisiert, dass niemand kontrolliere, ob die Wartenden geimpft oder getestet seien. So könnten sich die Warteschlangen leicht zu Superspreader-Orten entwickeln. Der Flughafenchef, so Montgomery weiter, würde „absolut verantwortungslos“ handeln. Durch zügigere Kontrollen und Anweisungen an die Mitarbeitenden, auf das richtige Tragen der Masken und Einhalten der Abstände zu achten, sei die Situation schon zu ändern.

Der Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor einer Kontrolle am Flughafen
Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery kritisiert die Sicherheitskontrollen am Flughafen Hamburg scharf. (24hamburg.de-Montage) © Monika Skolimowska/Marcel Kusch/dpa

Der Flughafen äußert sich auf Anfrage nicht zu den konkret beschriebenen Ereignissen am Freitag. „Nach unseren bisherigen Erfahrungen halten sich die Gäste am Hamburg Airport vorbildlich an die dort geltende Maskenpflicht.“ Die Sprecherin gab auch zu Bedenken, dass in Spitzenzeiten Schlangenbildung und Wartezeiten nie ganz ausgeschlossen werden könnten. *24hamburg.de ist ein Portal von IPPEN.MEDIA.

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