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Welche Hamburger Attraktionen 2023 teurer werden – und wo man kostenlos reinkommt

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Von: Anika Zuschke

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Die Inflation macht auch vor vergnüglichen Attraktionen in Hamburg keinen Halt. Wo die Eintrittspreise 2023 steigen – und wo man noch kostenlos Spaß haben kann.

Hamburg – Hamburg gilt als eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Europa – und das nicht ohne Grund. Schließlich hat die Hansestadt neben Elbe, Alster und zahlreichen Grünflächen mit dem Miniatur Wunderland und dem Hamburg Dungeon Attraktionen zu bieten, die über die Landesgrenzen hinweg bekannt sind. Doch leiden auch diese Veranstalter unter der Inflation und müssen ihre Preise aus der Not heraus teilweise erhöhen. Welche Attraktionen in Hamburg teurer werden – und wo man immer noch kostenlos Spaß haben kann.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Höhere Preise im Hamburg Dungeon in der Speicherstadt – Tickets kosten 1,50 Euro mehr

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergeben hat, spielen sowohl höhere Ausgaben für Energie, Löhne oder Waren als auch schlechte Einnahmen während der Corona-Pandemie in die Preiserhöhungen der Hamburger Attraktionen mit rein. Daraus folgend sahen einige Betriebe keine andere Möglichkeit, als mehr Geld für ihren Eintritt zu verlangen.

Davon betroffen ist unter anderem das Gruselkabinett „Hamburg Dungeon“ in der Speicherstadt, das Kindern und Erwachsenen die Hamburger Geschichte auf düstere, aber unterhaltsame Weise näherbringen will. Dort wurden die Preise um 1,50 Euro pro Ticket erhöht, der Eintritt für einen Erwachsenen kostet nun 27 Euro. „Steigende Preise vor allem im Bereich der Betriebskosten, Löhne und Wareneinsätze gehen natürlich auch an uns nicht spurlos vorüber“, sagte eine Sprecherin des Hamburg Dungeon der dpa. Zudem werde in neue Angebote der Freizeitstätte investiert.

Tierpark Hagenbeck fehlen Einnahmen aus Corona-Zeiten – auch sie erhöhen ihre Preise

Auch der beliebte Tierpark und das Tropenaquarium Hagenbeck verlangen in Zukunft (noch) mehr Geld an der Kasse. Da der Zoo laut Geschäftsführer Dirk Albrecht ein „privat finanziertes Unternehmen [ist], das anders als alle anderen Zoos in Deutschland keine städtischen Zuwendungen für den laufenden Betrieb erhält“, fehlen dem Tierpark coronabedingt Eintrittsgelder von fast zehn Millionen Euro. Deshalb sei es unvermeidbar notwendig geworden, die Eintrittspreise ab Januar 2023 „moderat anzupassen“, erklärt Albrecht der dpa.

„Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage, aber auch vor allem aufgrund der energetisch angespannten Gesamtsituation musste auch der Tierpark Hagenbeck auf die steigenden Kosten reagieren“, so der Geschäftsführer. Ein Erwachsener zahlt im Jahr 2023 für den Eintritt in den Tierpark demzufolge 29 Euro.

Der Sprung ins Nass wird teurer: Bäderland Hamburg zieht die Eintrittspreise an

Das städtische Unternehmen Bäderland Hamburg GmbH hat zum Jahresanfang ebenfalls höhere Eintrittskosten angesetzt. Wie ein Unternehmenssprecher erklärte, seien die Preise um weniger als vier Prozent angehoben worden. Das sei ihm zufolge deutlich weniger als die allgemeine Teuerungsrate von zehn Prozent.

Besucher gehen bei sommerlichen Temperaturen in den Hamburger Tierpark Hagenbeck, Besucher betrachten ein Modell im Miniaturwunderland und Blick auf den Eingang des Hamburg Dungeons in der Speicherstadt.
Einige Hamburger Attraktionen müssen ihre Eintrittspreise 2023 erhöhen. (24hamburg.de-Montage) © Christian Charisius/Markus Scholz/Marcus Brandt/dpa

Kostete eine Eintrittskarte für Erwachsene bislang 6,80 Euro, so liegt der Preis jetzt bei 7,10 Euro; Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren zahlten vorher 3,20 Euro – und nun 3,40 Euro. Bei Kindern unter zwölf Jahren ist der Preis für den Eintritt um zehn Cent auf 1,70 Euro gestiegen. Diese Preise gelten laut dem Hamburger Abendblatt in den meisten Bädern für eine Tageskarte. Im Bad Bondenwald im Stadtteil Niendorf, das wie fünf weitere Bäder des Unternehmens auch umfangreiche Freizeitaspekte bedient, ist eine Tageskarte jetzt für etwas mehr als zehn Euro zu haben.

Miniatur Wunderland in Hamburg spürt Inflation auch – wird aber nicht teurer

Doch springen nicht alle beliebten Hamburger Attraktionen auf den Zug der Preiserhöhungen auf: Das Miniatur Wunderland plant aktuell keine teureren Tickets für Besucher. „Natürlich spüren auch wir die Preissteigerung“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Trotzdem wollen wir die Preise erst einmal nicht erhöhen. Wir tun alles dafür, dass das möglichst lange so bleibt.“ Derzeit liegt der Eintrittspreis ohne Ermäßigungen bei 20 Euro.

Und es kommt noch besser: Im Januar erhalten Besucher mit kleinem Geldbeutel sogar die Möglichkeit, das Miniatur Wunderland kostenlos zu besuchen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren möchte das Inhaber-Team den Spaß an der größten Modelleisenbahn der Welt auch mit den Menschen teilen, die sich den Eintritt unter normalen Umständen nicht leisten können. Die Einladung basiert auf dem Vertrauens-Prinzip – man muss also keinen Nachweis zur eigenen finanziellen Situation erbringen.

Unveränderte Preise im Dialoghaus in Hamburg – und der Eintritt zur Elphi-Plaza bleibt kostenlos

Ebenfalls unverändert bleiben die Preise im Dialoghaus Hamburg. Dort können sich Besucher anhand der Ausstellungen „Dialog im Dunkeln“ oder „Dialog im Stillen“ in Menschen hineinfühlen, die blind oder taub durchs Leben gehen müssen. Für eine einstündige Tour zahlen Erwachsene – genau wie im vergangenen Jahr – 22,50 Euro; Kinder bis einschließlich 13 Jahren müssen für 16,50 Euro aufkommen und ein ermäßigtes Ticket für Studenten, Schüler, Azubis, Kinder ab 14 Jahren, FSJ‘ler, Bufdis, Rentner und Schwerbehinderte kostet 18,50 Euro.

Ganz kostenlos ist und bleibt außerdem der Ausblick von der Elbphilharmonie – die zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gekürt wurde. Denn wer auf eine Terminreservierung verzichten kann, muss auch in Zukunft keinen Eintritt für die Plaza der Elphi zahlen.

Kostenlose Attraktionen in Hamburg: Alter Elbtunnel, Altonaer Fischmarkt und Parkanlagen

Auch darüber hinaus gibt es einige tolle Sehenswürdigkeiten in Hamburg, für die man seinen Geldbeutel zu Hause lassen kann. So ist der alte Elbtunnel beispielsweise immer einen Besuch wert. Der über 400 Meter lange und über 100 Jahre alte Tunnel ist am Wochenende nur für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben, dort kann man also ganz entspannt und ohne laute Geräuschkulisse die Elbe von unten durchwandern.

Bei schönem Wetter besonders lohnenswert sind außerdem die Grünanlagen Planten un Blomen sowie der Stadtpark im Zentrum von Hamburg – Botanik-Liebhaber, Freilichtsportler und leidenschaftliche Spaziergänger kommen dort garantiert auf ihre Kosten. Auch der Altonaer Fischmarkt ist im Sommer an einem frühen Sonntagmorgen einen kostenlosen Besuch wert.

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Für Schleckermäuler: „Bonscheladen“ in Ottensen bietet kostenlose Schauproduktionen an

Für Schleckermäuler mit kleinem Budget ist der sogenannte „Bonscheladen“ in Ottensen genau das Richtige. Denn dort kann man nicht nur Bonbons kaufen, oh nein! Wem das zu teuer ist, der kann auch einfach bei der Produktion der kleinen Köstlichkeiten zugucken. Jeden Dienstag bis Freitag um 16:15 Uhr und am Samstag um 14:30 Uhr finden in dem Shop Schauproduktionen statt, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Wer weder spazieren gehen noch einen visuellen Zuckerschock erleiden möchte, sondern lieber etwas für seine Bildung tun will, kann sich in einem von Hamburgs kostenlosen Museen austoben. Denn viele Bildungsstätten in der Hansestadt bieten ihren Besuchern kostenlosen Eintritt an. Dazu zählen das Zoologische Museum in Hamburg, das auf etwa 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund zehn Millionen Tierpräparate von nahezu 90.000 Tierarten präsentiert.

Kostenlose Museen in Hamburg: Hier kann man sich gratis weiterbilden

Ebenfalls kostenlos ist das Loki Schmidt Haus mitten im Botanischen Garten von Klein Flottbek. Dort werden bekannte und weniger bekannte Nutzpflanzen unter die Lupe genommen – vom Apfel bis zur Zucchini ist alles mit dabei. Auch für den Einritt zum Museumshafen Övelgönne am Schiffsanleger Neumühlen müssen Besucher keinen Cent zahlen. Es versteht sich als Zentrum für viele historische Schiffe, die früher auf der Elbe im Einsatz waren.

Wie Sie sehen, müssen die Preiserhöhungen in Hamburg Sie also nicht allzu sehr schmerzen. Denn auch ohne viel Geld kann man Hamburg aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln für sich erobern.

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