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Weihnachtsmärkte in Hamburg: Wegen 2G – leer wie nie, miese Umsätze

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Von: Kevin Goonewardena

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Das Corona-Virus bestimmt auch das zweite Jahr in Folge die Weihnachtszeit. Die Hamburger Weihnachtsmärkte durften trotzdem öffnen - doch die Besucher bleiben weg.

Hamburg – Zahlreiche Weihnachtsmärkte verzaubern normalerweise ab Mitte November Hundertausend Hamburger und Besucher der Hansestadt, ihre erleuchtenden Buden, der wärmende Glühwein, die handgefertigten Mitbringsel lassen besinnliche Feststimmung aufkommen – wie gesagt, normalerweise. Denn auch wenn trotz der anhaltenden Corona-Pandemie viele Märkte geöffnet haben, bleiben die Besucher aus. Nun klagen die Händler über massive Umsatzeinbrüche.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohnerzahl:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2020)
Stadtoberhaupt:Peter Tschetschner (Erster Bürgermeister)

Weihnachtsmarkte in Hamburg: Umsatzeinbrüche von bis zu 80 Prozent

Manche Händler würden nur noch 20 Prozent des Umsatzes machen, den sie in der corona-freien Saison 2019 erzielt haben. Das berichtet die Mopo. Auch wenn andere Schausteller auf 70 Prozent des 2019-Niveaus kommen, im Durschnitt erziele er „etwa 40 Prozent des Umsatzes von 2019“, so Robert Kirchhecker, Präsident des Schaustellerverbandes Hamburg von 1884. Kirchhecker betreibt die Weihnachtsmärkte am Gerhard-Hauptmann-Platz und in der Spitalerstraße.

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Weihnachtsmärkte in Hamburg: „Das ist eine volle Katastrophe“

Besonders an den eigentlich freien 2G-Bereichen, an denen sich die Essensstände befinden, seien Besucherrückgänge deutlich sichtbar. Das liege daran, so Kirchhecker gegenüber der Tageszeitung, dass Besucher, nicht noch einmal ihre Impf- beziehungsweise Genesungsnachweise vorzeigen wollen. „Das ist eine volle Katastrophe, weil die Leute nicht gewillt sind, sich noch einmal komplett kontrollieren zu lassen. Und das merken wir hier auf den Weihnachtsmärkten schon deutlich“, wird der Präsident des Schaustellerverbandes zitiert. Bei umzäunten 3G-Märkten finden die Kontrollen am Eingang statt, bei offenen Arealen unter 2G-Regelung hingegen im Imbissbereich.*

Hamburger Weihnachtsmarkt in der Innenstadt
In Hamburg gibt es 18 verschiedene Weihnachtsmärkte. Hier finden Sie alle Infos. © Jannis Große/imago

Weihnachtsmärkte in Hamburg: Kein Markthopping mehr, bis zu 100.000 Mehrkosten durch Kontrollen

Auch beobachte er, so Kirchhecker, dass die Leute aufgrund der Kontrollen nicht mehr von Markt zu Markt ziehen würden. Es bliebe jetzt zumeist bei dem Besuch eines Weihnachtsmarktes. Und auch die Kosten machen den Veranstaltern zu schaffen. So koste ihn alleine das Sicherheitspersonal für seine zwei Märkte mehr als 100.000 Euro, gab Kirchhecker gegenüber der Mopo an. Besser wäre es gewesen, die Märkte zu schließen - andere Veranstalter hatten bereits im Vorfeld ihre Märkte abgesagt. „Aber wir haben eine Verpflichtung der Stadt Hamburg und eine Verantwortung den Beschickern gegenüber“, sagte er dem Blatt. Auch Händler sind verzweifelt: Sie bleiben sie auf verderblicher Ware sitzen, selbst Saison- und sogar Evergreen-Artikel verkaufen sich zum Teil mehr als schleppend. „Wir hätten die Ware auch verbrennen können“, klagt einer. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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