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Weihnachten Hamburg: Teures Fest? Das kosten Weihnachtsbäume dieses Jahr

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Weihnachten ist eine teure Jahreszeit. Gerade wenn es um den Baum geht. Wird er dieses Jahr wieder teurer? Sicher ist: Die Preise lösen in Hamburg neue Trends aus.

Hamburg – Sparen? Zu Weinhachten? Eigentlich gar nicht möglich.. Geschenke, Weihnachtsfeiern, Plätzchen, dazu die Weihnachtsmärkte, bei denen teilweise die Maskenpflicht fällt – all das kostet Geld. Dinge, für die Leute das Geld gerne ausgeben – wobei zumindest mancher Weihnachtsmarkt schon wieder abgesagt ist. Wenn schon die Coronavirus-Pandemie für Weihnachtsmärkte einen Strich durch die Rechnung macht, dann wenigstens zuhause ordentlich feiern. Mit einem schönen Baum. Den lässt man sich schonmal ein bisschen was kosten –besonders, wenn man wegen eines möglichen Lockdowns zur Weihnachtszeit viel zu Hause sein muss.

Aber wie tief müssen Hamburgerinnen und Hamburger im Jahr 2021 ins Portemonnaie greifen, wenn‘s um den Weihnachtsbaum geht?

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Preise für Weihnachtsbäume bleiben konstant – zumindest dieses Jahr noch

In Schmalfeld in Schleswig-Holstein wurde am Donnerstag, 11. November, die Weihnachtsbaum-Saison eröffnet. Bei der dieser Gelegenheit sprach Jörg Engler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten, über die Kostenlage der Weihnachtsbäume in ganz Norddeutschland. „Nordmanntannen in bester Qualität sollen wie im Vorjahr zwischen 20 und 27 Euro je Meter kosten“, erklärte Engler der Deutschen-Presseagentur. Auch Blaufichten sollen weiterhin bei einem Preis zwischen zwölf und 16 Euro pro Meter, Fichten bleiben bei neun bis zwölf Euro.

Tannenbäume auf einem Feld, im weißen Kreis ein Kind vor einem geschmückten Weihnachtsbaum.
Schön geschmückte Weihnachtsbäume können ins Geld gehen. Dieses Jahr sollen die Preise aber nicht zu stark steigen. (24hamburg.de-montage) © picture alliance/dpa/Fabian Sommer & IMAGO Images/Moritz Müller

Zumindest dieses Jahr sollen die Preise im Vergleich zu 2020 also nicht großartig steigen. Auch in Hamburg nicht. Die gleichbleibenden Preisesindh ein Zugeständnis der Weihnachtsbaum-Produzenten – denn wie alles wird auch die Produktion von Weihnachtsbäumen teurer. Im nächsten Jahr müsse man daher aus Produzentensicht die gestiegenen Kosten an die Händler weitergeben, so Engler. Wie sich das auf die Verkaufspreise im Handel auswirken werden, müssten schlussendlich nächstes Jahr die Einzelhändler entscheiden. Besonders teuer sind Weihnachtsbäume wegen der fehleden LKW-Fahrer gerade in Großbritannien.

Knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume wechseln deutschlandweit den Besitzer: So kaufen Hamburger ihre Tannen

Die Zahlen über den Weihnachtsbaum-Verkauf in Deutschland variieren je nach Quelle ein wenig. Der Bundesverband der Weihnachtsbaum-Erzeuger geht für das Jahr 2021 von einem Absatz von 23 Millionen Bäumen aus. Das könnte mit der noch immer andauernden Corona-Pandemie zusammenhängen. Statistiken des Verbandes zeigen auch, dass die Weihnachtsbaum-Käufe seit dem Jahr 2000 jedes Jahr konsequent gestiegen sind. Im Jahr 2000 kauften die Deutschen bereits 24 Millionen Bäume, im Jahr 2019 waren es schon knapp 30 Millionen. Da ist es wohl nur gut, dass zum Beispiel in Niedersachsen die Weihnachtsbäume wegen viel Regen gut wuchsen.

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Ein Trend macht sich allerdings schon seit einigen Jahren bemerkbar, der für die erhöhten Zahlen mitverantwortlich sein kann. „Immer mehr Menschen kaufen sich zwei Tannenbäume. Einen für den Balkon und einen für die Wohnung“, erklärte Norddeutschlands größter Weihnachtsbaum-Produzent Bernd Oelker bereits letztes Jahr gegenüber der Hamburger Morgenpost. Von seinem Hof in Wenzendorf im Kreis Harburg beliefert er die Händler, die dazu noch einen zweiten Trend bezeugen können: Weihnachtsbäume werden immer kleiner gewünscht.

Zwischen 1,50 und 1,75 Meter misst der durchschnittliche Weihnachtsbaum, zu dem die Hamburger für ihre Wohnungen greifen. Saskia Blümel, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Weihnachtsbaum-Erzeuger erklärte jetzt der dpa: „Für den Kunden ist es wichtig, dass der Baum schlank ist und wenig Platz wegnimmt.“ Die Stadt Dortmund scheint das anders zu sehen. Dort wurde gerade der größte Weihnachtsbaum der Welt aufgestellt..

Weihnachten Hamburg: Wechsel zu Öko-Weihnachtsbäumen? Bei diesen Tannen ist Chemie tabu

Ein weiterer Trend in der Weihnachtsbaumproduktion ist der Weggang von Chemie und Düngemitteln. Die Landesforsten in Schleswig-Holstein bauen seit 2014 eine Öko-Förstertanne an, die nicht gedüngt wird. Ab dem zweiten Advents-Wochenende werden diese in Nienborstel im Kreis Rendsburg-Eckenförde verkauft, für jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt. Aktuell planen die Landesforsten allerdings noch nicht, das Projekt zu expandieren und zum Beispiel nach Hamburg zu bringen.

Naturschützer können in der Hansestadt, wo auf einem Weihnachtsmarkt Geimpfte und Ungeimpfte getrennt werden, aber trotzdem nachhaltig einen Weihnachtsbaum bekommen und auf einen wieder anderen Trend aufspringen. In Hamburg, wie auch in vielen anderen Städten, gibt es bereits die Möglichkeit, sich einen Weihnachtsbaum im Topf zu mieten, der dann nach Weihnachten wieder in die Erde kommt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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