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Wegen Sitzplatz im Bus: HVV-Mitarbeiter rastet aus und attackiert Vater

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Von: Tomasz Gralla

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Der Streit um einen Sitzplatz in einem Bus eskaliert, nachdem ein Mitarbeiter des HVV einem Kind den Sitzplatz neben sich verweigert.

Hamburg – Zu sehr unschönen Szenen ist es mitten am Tag in einem Bus des HVV gekommen. Ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die Partner der Hamburger Verkehrsbetriebe (HVV) sind, will für einen kleinen Jungen einen Sitzplatz nicht frei machen, auf dem der Mann seine Sachen abgestellt hat. Es kommt zum Streit zwischen dem VHH-Mitarbeiter und dem Vater des Jungen.

Es fliegen Fäuste, beidseitig. Die Polizei muss eingreifen, der Vater ins Krankenhaus.

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein:VHH
Mitarbeiter:2109
Umsatz:rund 126,1 Mio. Euro jährlich
Länge des Liniennetzes:3226,3 km

Wegen Sitzplatz: Zwei Männer geraten im Bus aneinander

Es ist der 30. September 2021, gegen 12:00 Uhr. Stefan F. und sein zehnjähriger Sohn steigen an der Fangdieskstraße in Hamburg in den Bus der Linie 21 ein, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Das Ziel von Vater und Sohn: Eidelstedt. Doch dort sollten sie nicht ankommen – zumindest nicht unbeschadet.

Der Bus ist recht voll, erinnert sich Stefan F. gegenüber der Mopo. Doch ein Platz ist noch frei, am Fenster neben einem sich nicht mehr im Dienst befindlichen VHH-Mitarbeiter. Der Vater bittet den Mann, seine Sachen, die sich auf dem freien Platz befinden, beiseite zu legen, damit sein Sohn sich setzen könne. Daraufhin wird der Mann laut und „stand auf und griff mich an“, verrät Stefan F.

Ein Bus des HHV in Hamburg. In solch einem Bus kam es zu einer Schlägerei zwischen einem VHH-Mitarbeiter und einem Vater.
Weil ein VHH-Mitarbeiter einem Kind seinen Sitzplatz im Bus nicht angeboten hat, kam es zu einem handfesten Streit mit dem Vater. (Symbolbild) © Hanno Bode/imago

Busfahrt in Hamburg: Streit eskaliert, Fäuste fliegen – und der Sohn schaut zu

Der Vater muss erst einmal einen Schlag auf die Schulter einstecken. Dann gelingt es ihm, knapp einer Kopfnuss auszuweichen. Anschließend eskalierte die Situation komplett. Nachdem er sich weigert, den Streit draußen zu klären, wird der Vater vor den Augen seines Sohnes angegriffen.

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Beide Männer gehen zu Boden, schlagen aufeinander ein. Stefan F. versichert der Mopo, dass er sich nur gewehrt habe. Nun wird die Szene auch den Passagieren zu bunt, sie gehen dazwischen und trennen die beiden Streithähne. Der VHH-Arbeiter läuft aus dem Bus und kurze Zeit später wieder rein, nachdem Vater und Sohn das Fahrzeug verlassen haben, wie es Stefan F. gegenüber der Mopo schildert.

Nicht die einzige Eskalation in einem Hamburger Bus in kürzester Zeit. Betrunkene Maskenverweigerer haben erst kürzlich einen Busfahrer brutal angegriffen. Weiter spannende News, die den VHH betreffen: Die HVV-Preise steigen und strapazieren den Geldbeutel der Hamburger. Hinzu kommt ein neuer HVV-Fahrplan ab Dezember – weitere Umstellungen für Pendler also. Praktisch hingegen ist der neue Service des HVV, demnach man erst nach der Fahrt für diese bezahlt.

Auseinandersetzung im HVV-Bus: Polizei ermittelt gegen beide Beteiligten

Stefan F. kontaktiert nach der Auseinandersetzung mit dem VHH-Mitarbeiter die Polizei. Diese kann den Mann noch im Bus ausmachen und befragen. Währenddessen begibt sich Stefan F. ins Krankenhaus. Seinen eigenen Angaben nach, so berichtet die Mopo, erleidet er Prellungen und Schürfwunden.

Polizeiliche Ermittlungen „wegen des Verdachts der wechselseitigen Körperverletzung gegen beide Beteiligte“ werden aufgenommen. Eine Auswertung des Überwachungsmaterials aus dem Bus stehe noch aus, wie es weiter in dem Beitrag der Mopo heißt. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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