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Schutz vor Silvester-Böllern: Parkscheinautomaten teilweise außer Betrieb

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Von: Ute Laukner

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Vorsichtshalber schützen einige Parkscheinautomaten-Besitzer vor und bis Silvester lieber ihre Geräte und verzichten an diesen Tagen auf Parkgebühren.

Hamburg/Norderstedt – Kaum dürfen wir nach zwei Jahren Pause endlich in Hamburg auf den Straßen freudig ein Silvester mit bunt leuchtenden Raketen und krachenden Böllern feiern, werden auch schon wieder die Parkautomaten mit ausreichend Schutzmaterial vor Zerstörung geschützt. Denn ein weitverbreitetes Phänomen in mehreren Städten, und leider wohl auch in der Hansestadt Hamburg, wenn man den Angaben im Internet trauen darf, ist das Zerstören von Parkscheinautomaten durch das zu nahe Platzieren von eigentlich harmlosen Silvesterknallern.

Hamburg:Freie und Hansestadt
Fläche:755,2 Quadratkilometer
Bürgermeister:Dr. Peter Tschentscher

Dass dieses zerstörerische Handeln mit dem Gesetz nicht vereinbar ist und daher grundsätzlich strafbar, ist jedem klar. Eigentlich. Doch in der letzten Nacht des Jahres scheinen manche Feiernde diesen Umstand leider komplett zu ignorieren. Spätestens nach dem Start des Feuerwerkskörper-Verkaufs werden manche der Parkscheinautomaten von den Betreibern kurz vor und über Silvester selbst daher sicherheitshalber mit Schutzmaterialien umhüllt.

Über Silvester sind die Parkscheinautomaten von Park & Ride Anlagen teilweise nicht nutzbar. (Archivbild)
Über Silvester sind die Parkscheinautomaten von Park & Ride Anlagen teilweise nicht nutzbar. © Daniel Reinhardt/dpa

Silvesterböllerschutz für Parkscheinautomaten in Hamburg

Mit einem ausgetüftelten Parkraumschutz, also zum Beispiel mit platzierten Videokameras und ausgebildetem Überwachungspersonal in Tiefgaragen und auf „Park & Ride“-Parkplätzen, soll zudem zusätzlich auf diesen Parkanlagen verhindert werden, dass Parkscheinautomaten aufgebrochen oder anderweitig zerstört werden. An den geschützten Automaten prangen für alle deutlich sichtbare und vor allem offizielle Hinweisschreiben, dass die Parkgebühr für den genannten Zeitraum entfällt.

Wer schon vorher ein Wochenticket gekauft hat wird sich im ersten Augenblick vielleicht ärgern, wenn an einigen Tagen gar nicht bezahlt hätte werden müssen. Vielleicht tröstend ist aber der mögliche Vorteil, dass Autofahrer die schon vorher dort parkten, dafür eventuell länger kostenfrei parken können.

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Sogar in Hamburgs Innenstadt sollen einige Parkgaragen-Betreiber bereits auf Nummer sicher gehen und ihre Parkgebühren-Automaten verriegeln. Denn vor der Corona-Pandemie wurde zuletzt zu Silvester 2019 zu 2020 im Zentrum ausgiebig gefeiert. Nun wird nach zwei Jahreswenden ohne Feuerwerke in diesem Jahr vermutlich wieder mehr los sein und diese präventive – also vorsorgende – Maßnahme soll niemanden verleiten, das eigentliche Fest mit unüberlegtem und folgenschweren Handeln ausklingen zu lassen.

Wo Sie zeitbegrenzt gebührenfrei parken können

Auch nördlich der Stadtgrenzen, in der Stadt Norderstedt, hängen bereits die entsprechenden Hinweisschilder und informieren die Autoparker darüber, dass die Parkscheinautomaten vom 27. Dezember 2022 bis 2. Januar 2023 in den städtischen Parkanlagen und sogar auf der Park-und-Ride-Anlage in Norderstedt Mitte aus Sicherheitsgründen nicht nutzbar sind.

Auf Anfrage von 24hamburg.de bei der Stadt Norderstedt gab es laut deren Sprecher in den vergangenen Jahren zum Beispiel in den (städtischen) Parkgaragen schlechte Erfahrungen mit ungeschützten Parkscheinautomaten. „Statistiken dazu gibt es bei der Stadt nicht. Es sind alle Parkautomaten an den städtischen Parkflächen außer Betrieb gesetzt und ‚abgeklebt‘ worden, also auch auf den Parkflächen unter freiem Himmel.“

Auch bei der Parkanlage der „Eisenbahn Aktiengesellschaft Altona, Kaltenkirchen und Neumünster“, besser bekannt in Hamburg unter AKN, sind die Parkscheinautomaten für den speziellen Zeitraum in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen vermummt. Wer also im HVV-Netz, zu dem auch die Angebote der AKN genutzt werden können, zum Beispiel mit der A1 oder A2 fährt und das Auto in Norderstedt am Bahnhof parkt, kennt bereits diese Regelungen und wundert sich darüber nicht mehr.

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