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Wegen Omikron-Variante: Verhängt Hamburg Kontaktbeschränkung für Geimpfte?

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Von: Jan Knötzsch

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Omikron und kein Ende: Die Variante des Coronavirus ist auch in Hamburg mehrfach aufgetaucht. Mit weiteren Fällen wird gerechnet. Folgen daraus Konsequenzen?

Hamburg – Es ist gekommen, wie es zwangsläufig kommen musste. In der vergangenen Woche, genauer gesagt am 7. Dezember 2021, hat der Hamburger Senat den ersten Fall einer Infektion mit der Omikron-Variante in der Hansestadt Hamburg auf der Landespressekonferenz bestätigt. Nur zwei Tage später dann die nächste Hiobsbotschaft in Hamburg: Vier weitere Personen haben sich mit der Omikron-Variante infiziert. Und das wird, so die einhellige Meinung der Behörden in Hamburg, noch nicht das berühmte Ende der Fahnenstange sein.

Es sind weitere Fälle einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus in Hamburg zu erwarten. Das weiß auch der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Entsprechend groß ist die Sorge des Stadtoberhaupts. Und: Ganz offensichtlich machen sich Bürgermeister und Senat auch Gedanken darüber, was bei einer Zunahme der Fälle passiert.

Krankheit:Coronavirus, Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Neue Variante:Omikron (B.1.1.529)

Omikron-Variante des Coronavirus: In Hamburg nach dem ersten Fall vier weitere Infektionen

„Experten befürchten, dass die bisherige Impfung gegen Omikron schwächer wirkt“, hat Peter Tschentscher in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“ erklärt. Damit würden, so Hamburgs Erster Bürgermeister, die Booster-Impfungen, für die es in Hamburg 20 neue Impfzentren gibt, noch bedeutsamer. Zuletzt hatte eine Studie zur Omikron-Variante des Coronavirus für Aufsehen gesorgt, laut der der Schutz durch den Biontech-Impfstoff wohl nur sehr gering ist.

Im Hintergrund die Elbphilharmonie. Im Vordergrund Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und ein Röhrchen mit der Aufschrift Omikron.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) denkt bei einer Verschlimmerung der Lage der Infektion mit der Omikron-Variante in Hamburg an Konsequenzen. (24hamburg.de-Montage) © Christian Ohde/Future Image/Jürgen Ritter/imago

Von Biontech erhält die Stadt Hamburg übrigens aus einem EU-Sonderkontingent mehr Impfstoff – er soll an eine ganz bestimmte Personengruppe in Hamburg verimpft werden. Derweil wird der Omikron-Variante des Coronavirus ins Stammbuch geschrieben, sie sei gefährlicher als die Delta-Variante des Coronavirus. Wie es in dem Bericht der „Welt am Sonntag“ heißt, in der Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher zitiert wird, soll es noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis die vorhandenen Impfstoffe an die Omikron-Variante angepasst sind.

Omikron-Variante des Coronavirus: Bürgermeister Peter Tschentscher schließt Anpassung von Regeln nicht aus

Entsprechend kann derzeit niemand genau voraussagen, wie sich die Lage rund um und mit der Omikron-Variante auch in Hamburg verändern wird. „Wenn es bei der stabilen Entwicklung der Hospitalisierung bleibt, können wir in Hamburg bei den bestehenden Regeln bleiben“, sagt Peter Tschentscher mit Blick auf die Hansestadt Hamburg, wo der HVV in seinen Fahrzeugen knallharte 3G-Kontrollen durchführt und im Einzelhandel die 2G-Regel gilt. Zudem will die Stadt – vorrangig wegen Silvester – am Mittwoch, 15. Dezember 2021, darüber entscheiden, ob in Hamburg die epidemische Lage ausgerufen wird.

Sollte sich die Lage durch Omikron verschlechtern, müssen wir handeln.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher

Bei aller Hoffnung sagt Peter Tschentscher in der „Welt am Sonntag“ aber auch: „Sollte sich die Lage durch Omikron verschlechtern, müssen wir handeln.“ Laut Hamburgs Erstem Bürgermeister sind die Patienten auf den Intensivstationen „überwiegend Ungeimpfte.“ Sollte „Omikron das ändern, hätten wir eine neue Lage. Dann müssten wir noch einmal über Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte entscheiden, solange sie keine Auffrischimpfung haben und die Impfstoffe noch nicht angepasst sind“, erklärt Tschentscher.

Omikron-Variante in Hamburg: Peter Tschentscher rät zu Treffen nur mit Geimpften und Genesenen

Als besonders kritisch stuft Hamburgs erster Bürgermeister in Bezug auf die Omikron-Variante des Coronavirus die Zeit nach Weihnachten und Silvester ein. Aus dem einfachen Grund, dass die Hamburgerinnen und Hamburger, wie anderswo auch, an den Feiertagen viel Kontakt haben werden.

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Die Empfehlung von Peter Tschentscher: möglichst nur Treffen mit Geimpften und Genesenen. „Das Problem sind ungeimpfte vulnerable Personen. Dort sollte man Besuche vermeiden und diese sollten selbst auch auf Kontakte verzichten“, so Tschentscher. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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