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Wegen Energiekrise: Hamburgs Studierendenwerk-Chef fordert höheres Bafög

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Von: Christian Einfeldt

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In Zeiten der Energiekrise fordert Hamburgs Studierendenwerk-Chef mehr Geld für Studierende. Dabei nimmt er auch die Stadt Hamburg in die Pflicht.

Hamburg – Die ersten beiden Corona-Jahre stellten zahlreiche Studierende bereits vor großen Herausforderungen. Wegen der Corona-Einschränkungen brachen viele Studentenjobs weg. Vereinsamung, finanzielle Schwierigkeiten bis hin zu Existenzängsten waren die Folgen. Angesichts der Energiekrise kommen nun neue Einschränkungen auf die Studierenden zu. Der Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburgs, Jürgen Allemeyer, fordert dahingehend höhere Bundeshilfen – damit Lebensunterhaltungskosten weiter finanziert werden können.

Studentenwerk:Studierendenwerk Hamburg
Befindet sich in:Universität Hamburg
Adresse:Von-Melle-Park 2, 20146 Hamburg
Telefon:040 419020

Hamburgs Studierendenwerk-Chef fordert mehr Geld für Studierende – „um mit dieser Lebenssituation zurechtzukommen“

Anlässlich der Änderungen zu Beginn des Monats August gab es für Studierende mehr Bafög. Zum 1. August 2022 stieg der Förderungshöchstbeitrag von 861 Euro auf 934 Euro. Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, Jürgen Allemeyer, macht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) darauf aufmerksam, dass die Erhöhung in Zeiten der Energiekrise jedoch nicht genügt. „Es ist sehr wichtig, dass die Studenten mehr Geld zur Verfügung haben, um mit dieser Lebenssituation nicht nur in der Mensa, sondern auch im alltäglichen Leben zurechtzukommen“.

Die Probleme, vor denen Studierende gestellt werden: steigende Mieten in den Studierendenwohnheimen und höhere Preisen in den Mensen. Hinzu kommt, dass aufgrund eines möglichen Gasnotstands und der Pflicht zum Energiesparen nicht gesichert ist, ob die rund 100 000 Studierenden in Hamburg während des gesamten, am 1. Oktober beginnenden Wintersemesters in Präsenz unterrichtet werden können.

Ohnehin ist bislang unklar, wie das in rund sieben Wochen beginnende Wintersemester an den Hochschulen ablaufen wird. Ziel sei es, den Betrieb in Lehre, Forschung und Verwaltung für alle Mitglieder der Universität bestmöglich fortführen zu können. Man würde „derzeit intensiv an verschiedenen Szenarien zur Planung des Wintersemesters unter den Rahmenbedingungen der Energieversorgung“ arbeiten, sagt die Universität Hamburg gegenüber der dpa.

Bafög-Antrag.
Hamburgs Studierendenwerk-Chef, Jürgen Allemeyer, fordert mehr Geld für Studierende. (Symbolbild) © Steinach/Imago

Studierendenwerk-Chef warnt vor kurzfristigen Mieterhöhungen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind die Mieten für die rund 4400 Wohnheimplätze in den 26 Anlagen des Studierendenwerks bislang nur um zehn bis 15 Euro gestiegen. Allemeyer warnt jedoch davor, dass sich das schnell ändern könnte, insbesondere die Abstände der Mieterhöhungen könnten kürzer werden. Mit Nachzahlungen müssten Studierende allerdings nicht rechnen. Pauschalmieten würden die Energiekosten mit beinhalten. Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg blickt dennoch sorgenvoll auf die bevorstehenden Monate: „Unser Prinzip, dass jeder Einzelne nicht unmittelbar sieht, was er verursacht hat, kann dazu verleiten, dass man da vielleicht nicht achtsam genug ist“.

Hamburgs Studierendenwerk-Chef hofft auf finanzielle Unterstützung der Stadt

Auch bei einem Gasnotstand gibt es warmes Essen, das versichert Allemeyer, der darauf hinweist, dass die 13 Mensen, 17 Cafés und fünf Café-Shops in den Hochschulen sollen weitgehend geöffnet bleiben sollen. Die Studierenden müssten jedoch mit höheren Preisen rechnen. Die Küchen seien zwar bereits mit energiesparenden Geräten ausgestattet und die Speisepläne würden auch auf Basis leicht verfügbarer und möglichst günstiger Lebensmittel gemacht.

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Dennoch ließen sich höhere Preise bei den massiven Kostensteigerungen um 30 bis 40 Prozent bei Lebensmitteln nicht vermeiden. Allemeyer geht bereits jetzt von einem Defizit in Höhe von rund drei Millionen Euro im kommenden Jahr aus. Der Studierendenwerk-Chef Hamburgs hofft nun auch auf die Unterstützung der Stadt Hamburg. Eine Zusage zur finanziellen Hilfe soll dafür sorgen, dass übermäßige Preissteigerungen vermieden werden können. (Mit dpa-Material)

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