Amtliche Wetterwarnung für Hamburg

Warnung vor Sturm und Orkanböen im Norden: Droht am Donnerstag ein neuer Tornado?

  • Anika Zuschke
    VonAnika Zuschke
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Der Tornado in Kiel steckt den Norddeutschen noch in den Knochen. Für Donnerstag wurde Sturm in Hamburg und orkanartige Böen an der Nordsee vorhergesagt.

Hamburg – Erst am Mittwochnachmittag, 29. September 2021 ist ein schweres Unwetter über Kiel hereingebrochen. Ein Tornado wirbelte Menschen durch die Luft – sieben Personen wurden dabei verletzt. Auch in Hamburg klapperten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Fensterläden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für die Hansestadt eine Wetterwarnung heraus, die bis mindestens Donnerstagvormittag gültig ist. Droht der nächste Tornado?

Kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre mit annähernd senkrechter Drehachse:Tornado
Durchmesser:Einige Meter bis hin zu einem Kilometer
Entstehung:Bei großen Temperaturunterschieden
Auftreten:In Mitteleuropa häufig zusammen mit Gewittern

Aktuell liegen die Temperaturen in Hamburg bei etwa 10 Grad, die Regenwahrscheinlichkeit wird lediglich mit fünf bis 30 Prozent für den 30. September eingeschätzt. Doch dafür hat es der Wind in der Hansestadt am heutigen Donnerstag in sich: Der Deutsche Wetterdienst hat für die Zeit zwischen dem 29. September 22:00 Uhr und Donnerstag 11:00 Uhr eine amtliche Wetterwarnung für Hamburg ausgesprochen: Windböen mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 65 km/h aus südwestlicher Richtung sollen durch die Stadt fegen. Es handelt sich dabei jedoch „nur“ um Warnstufe 1 des DWD.

Unwetter im Norden: Droht in Hamburg ein neuer Tornado?

Tornado an der Nordsee? Unwetterwarnung mit Orkanböen für Schleswig-Holstein vom Deutschen Wetterdienst

Die schleswig-holsteinische Nordseeküste soll es noch wesentlich härter treffen. Für den Bereich wurde sogar eine Unwetterwarnung für Orkanböen und Starkregen* vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Bis zum 30. September 11:00 Uhr seien laut DWD orkanartige Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Kilometern pro Stunde aus West bis Nordwest zu erwarten.

In Nordfriesland sowie Dithmarschen sei außerdem mit Starkregen zu rechnen. Im Binnenland und an der Ostsee soll es zu Sturmböen um 80 km/h aus Südwesten kommen. Gewitter sei nur in seltenen Fällen zu erwarten.

Verantwortlich für das Wettergeschehen ist der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge ein Sturmtief über Dänemark, das mit westlicher Strömung feuchte Luft heranführt.

Im Norden Deutschlands verzeichnen Polizei und Feuerwehr bereits wetterbedingte Einsätze

Polizei und Feuerwehr verzeichneten im Norden Deutschlands aufgrund der stürmischen Wetterverhältnisse in der Nacht zum Donnerstag mehrere witterungsbedingte Einsätze. Die Polizei-Leitstelle Nord meldete seit Mittwochabend sechs Vorfälle. Häufig hätte es sich dabei um Bäume oder Äste auf den Straßen gehandelt, auf Sylt sei eine Baustellenbeschilderung umgeweht worden, berichtet dpa.

Die Kieler Polizei-Leitstelle rückte zu fünf Einsätzen aus, doch ein Polizeisprecher kann beruhigen: „Das war aber nichts Größeres, meistens lagen Bäume auf der Straße“, äußert er gegenüber der dpa.

Unwetter im Norden: In und um Hamburg herrscht Sturm- und Verkehrschaos

Im Kreis Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Segeberg vermerkte die Feuerwehr 15 Einsätze. In Gudendorf im Kreis Dithmarschen und in Lentföhrden im Kreis Segeberg hätten Straßen – in Norderstedt eine Unterführung unter Wasser gestanden, so dpa.

Zu dem erwartbarem Sturm-Chaos kommt in Hamburg ab dem Wochenende auch noch eine Sperrung auf der Elbchaussee – das bedeutet eine Woche Staugefahr für dortige Autofahrer.

Sturmböen im Norden Deutschlands: Was kommt am Freitag auf uns zu?

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Im Laufe des Donnerstages sollen die Sturmböen in Schleswig-Holstein und Hamburg vorübergehend abnehmen, doch in der Nacht auf Freitag werden an der Nordsee voraussichtlich Böen und in Nordfriesland sogar schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h aus Südwest bis Süd vorherrschen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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