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Warnstreik im HVV: Welche Linien ausfallen

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Von: Christian Einfeldt

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Im Januar beeinträchtigte ein Verdi-Warnstreik den HVV. Hintergrund sind gescheiterte Tarifgespräche. Am 1. Februar droht das ganz große HVV-Chaos.

Update vom 30. Januar 2023: Am Mittwoch, 1. Februar 2023, könnte es erneut Streiks im Hamburger Nahverkehr geben. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Mitarbeiter der Hochbahn auf, die Arbeit niederzulegen. Verkehrschaos beim HVV droht.

Erstmeldung vom 20. Januar 2023: Hamburg – Verzögerungen bei der Post im Norden, Verspätungen und Ausfälle im Busverkehr: Der am Donnerstag, dem 19. Januar 2023, ausgerufene Streik der Gewerkschaft Verdi hat am Freitag Auswirkungen auf den Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Medienberichten zufolge sollen sich rund 60 Busfahrerinnen und Busfahrer an dem Warnstreik beteiligen. In Teilen Hamburgs könnte das zu größeren Beeinträchtigungen führen. Um welche Gebiete und Buslinien es konkret geht.

Unternehmen:Hamburger Verkehrsverbund
CEO:Dietrich Hartmann (2011–)
Gründung:29. November 1965
Rechtsform:GmbH

Verdi-Warnstreik im HVV: „Damit wird es beim Busverkehr zu Beeinträchtigungen kommen“

Hintergrund des am Freitag, dem 20. Januar, um 3.45 Uhr begonnenen Warnstreiks sind bislang gescheiterte Tarifgespräche zwischen dem Arbeitgeber Omnibusverband Nord und der Gewerkschaft Verdi. Laut Gewerkschaftsseite sind etwaige Gespräche zuletzt nicht einmal zustande gekommen. „Die Arbeitgeber hatten die Verhandlungen erst verschleppt und dann platzen lassen, obwohl wir im letzten Verhandlungstermin Schritte auf die Arbeitgeberseite zugemacht hatten“, sagt Gewerkschaftssekretärin Magdalene Waldeck in einer am Donnerstag veröffentlichten Verdi-Mitteilung. „Damit wird es beim Busverkehr zu Beeinträchtigungen kommen“.

Bus.
Warnstreik im HVV: Am Freitag könnte es in Hamburg und Umland zu Busausfällen kommen. (Symbolbild) © Jürgen Ritter/Imago

Nach Informationen des Hamburger Abendblatts sind es rund 60 Busfahrerinnen und Busfahrer in Diensten des Unternehmens Orthmanns Reisedienst (ORD), die sich an dem Warnstreik beteiligen. Der ORD ist beauftragt von der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) – ein Partner des HVV. Betroffen ist vor allem die nordöstliche Grenzregion zu Schleswig-Holstein: In Rahlstedt sowie in Ahrensburg, Reinbek oder Stapelfeld fallen die HVV-Linien 275, 562 und 29 in Hamburg sowie 769, 537, 337, 736, 336 aus.

Ganztägiger Warnstreik in Hamburg: Welche Forderungen die Gewerkschaft stellt

Auf Vorwürfe, Omnibusverband Nord hätte es darauf angelegt, dass keine Gespräche zustande kommen, reagiert Joachim Schack, Geschäftsführer von OVN, mit Unverständnis. Ferner sei er laut des Hamburger Abendblatts „fassungslos über die völlig unsinnigen Streiks“. Die Gewerkschaft hätte neue Forderungen in die Verhandlungen gebracht und sich in Gesprächen zuletzt zögerlich gezeigt.

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Mit einem ganztägigen Warnstreik in Hamburg und Schleswig-Holstein hofft die Gewerkschaft ihre Forderungen durchzusetzen. Unter anderem geht es um mehr Geld für Nachtarbeit und Diensten an Sonn- und Feiertagen, mehr Urlaubsgeld und eine unbefristete Übernahme nach Beendigung der Probezeit.

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