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Waffenverbotszone zur Adventszeit: Kontrollen am Hamburger Hauptbahnhof

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Von: Anika Zuschke

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Ein Bundespolizist steht am Bahngleis
Die Bundespolizei Hamburg im Einsatz am Hauptbahnhof. (Symbolbild) © Elias Bartl

An den Adventswochenenden sind Messer und andere gefährliche Gegenstände am Hauptbahnhof Hamburg streng verboten. Kontrollen sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Hamburg – Wer an den Adventswochenenden die Hauptbahnhöfe Hamburg, Hannover und Bremen betreten will, sollte Messer und andere gefährliche Gegenstände zu bestimmten Zeiten besser zu Hause lassen. Denn die Bundespolizei hat temporäre Waffenverbotszonen in diesen Bahnhöfen an Freitagen und Samstagen von 15:00 bis 7:00 Uhr am Folgetag verhängt. Auch in der Nacht auf Sonntag, 4. Dezember 2022, gab es entsprechende Kontrollen am Hamburger Hauptbahnhof. Dort konnte nach einer Fäkalien-Flut übrigens auch die Polizeiwache wiedereröffnet werden.

Zur Adventszeit: Waffenverbots-Kontrollen am Hamburger Hauptbahnhof

Die Kontrollen am Hauptbahnhof der Hansestadt erfolgten Angaben der Polizei zufolge von 17:30 Uhr bis 00:30 Uhr in der Nacht auf Samstag, 3. Dezember 2022 sowie zur gleichen Uhrzeit in der Nacht auf Sonntag, 4. Dezember 2022. Sie wurden von Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizei Hamburg durchgeführt. Personen, die sich im Bereich des Hamburger Hauptbahnhofs aufhielten, mussten demnach damit rechnen, hinsichtlich des Waffenverbots kontrolliert zu werden. Dabei handelte es sich aber um verdachtsunabhängige Stichproben, wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

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Die Einsatzkräfte der Polizei Hamburg haben an den beiden Tagen rund 60 Personen überprüft, 24 Platzverweise oder Aufenthaltsverbote ausgesprochen und knapp 20 Strafanzeigen gefertigt – unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Aufenthaltsgesetz. Zudem wurden sieben Messer, zwei Pfeffersprays und ein Schlagring sichergestellt.

Temporäre Verbotszonen sollen „die Lage in den Hauptbahnhöfen beruhigen“

Die Kontrollen sollen einerseits die Botschaft vermitteln, dass Waffen aller Art im Bahnverkehr nicht mitgenommen werden sollten und zudem das Dunkelfeld des Mitführens von gefährlichen Gegenständen erhellen, wie die Behörde im Vorfeld der Aktionen mitteilte. Nach Angaben der Bundespolizei ergeben sich in Bahnhöfen und in Zügen häufig auch aus banalen Streitigkeiten Auseinandersetzungen. Kürzlich beschwerte sich beispielsweise eine Frau über einen Pöbler in der S-Bahn – und wurde kurz darauf am Hamburger Hauptbahnhof selber verhaftet.

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„Wir haben nach der Corona-Pandemie einen erheblichen Anstieg an Auseinandersetzungen mit Waffen, insbesondere Messern, in den norddeutschen Großstadtbahnhöfen zu verzeichnen. Die zeitlich befristeten Waffenverbotszonen in den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover sollen als weiteres Mittel mit dazu beitragen, die Lage in den Hauptbahnhöfen zu beruhigen“, erklärte Michael Schuol, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, die Waffenverbotszonen. (Mit Material der dpa)

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