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Waffenverbot im Hamburger Hauptbahnhof: Bundespolizei im Großeinsatz

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Von: Elias Bartl

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Ein junger Mann wird von den Bundespolizisten nach Waffen durchsucht.
Ein junger Mann wird von den Bundespolizisten nach Waffen durchsucht. © Elias Bartl

Seit Jahren gilt der Hamburger Hauptbahnhof als gefährlichster Bahnhof Deutschlands. Um dieser Statistik entgegenzuwirken, kontrollierten rund 100 Bundespolizisten das Waffenverbot.

Hamburg – Der Hamburger Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Deutschlands. Mit rund 550.000 Reisenden pro Tag ist er der meistfrequentierte Fernbahnhof in Deutschland.

Aber: Körperverletzungen durch Waffen und andere gefährliche Gegenstände beeinflussen die Sicherheit von Bahnreisenden sowie der Besucher des Hamburger Hauptbahnhofes. Aufgrund der immer wieder festgestellten Straftaten im Hauptbahnhof Hamburg und Reisezügen von und nach Hamburg besteht die Gefahr, dass unbeteiligte Reisende oder das Zugbegleitpersonal durch Täter erheblich verletz werden könnten.

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Große Polizeikontrolle im Hamburger Hauptbahnhof: Bundespolizei mit Großaufgebot im Einsatz

„Gerade Messer führen immer wieder zu schweren und mitunter tödlichen Verletzungen. Auch wenn diese nur mitgeführt werden, stellt dieses eine erhebliche Gefahr für andere dar, auch für normal Reisende“, so der Sprecher der Bundespolizei weiter.

Für mehr Sicherheit: Rund 100 Polizisten kontrollieren Waffenverbot im Hamburger Hauptbahnhof

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, richtete die Bundespolizei am Freitag, 11. Februar 2022 und Samstag, 12. Februar 2022, eine Waffenverbotszone im Hamburger Hauptbahnhof ein. In diesem Zeitraum gilt das Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art für alle Personen, die sich im Geltungsbereich/Gültigkeitszeitraum der Allgemeinverfügung im Hauptbahnhof Hamburg aufhalten oder diesen betreten, teilte die Bundespolizei mit.

Die Bundespolizisten kontrollierten alle Ein- und Ausgänge des Hauptbahnhofes.
Die Bundespolizisten kontrollierten alle Ein- und Ausgänge des Hauptbahnhofes. © Elias Bartl

Michael Schuol, ständiger Vertreter des Präsidenten der Bundespolizeidirektion Hannover: „Wir wollen mit diesem Einsatz ein deutliches Zeichen setzen, dass Waffen, Messer und gefährliche Gegenstände im Bahnhofsbereich nicht geduldet werden – die Bundespolizei stellt sich damit Tendenzen zu strafbaren Handlungen und Widerständen mit Konsequenz und Nachhaltigkeit entgegen!“

Messer – getarnt als Schlüssel: Polizei findet diverse Waffen bei Kontrolle in Hamburg

Für den Einsatz waren rund 100 zusätzliche Polizeibeamte und -beamtinnen der Bundesbereitschaftspolizei aus Duderstadt im Einsatz. Im Hamburger Hauptbahnhof überprüfte die Bundespolizei insgesamt rund 850 Personen. Bei den festgestellten 37 Verstößen gegen die Verbotsverfügung handelte es sich überwiegend um das Mitführen von Messern.

Ein Messer, getarnt als normaler Schlüssel.
Besonders hinterlistig: Ein Messer, getarnt als normaler Schlüssel. © Elias Bartl

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Von den 28 Messern mussten einige Einhand- und Springmesser sowie ein Faustmesser eingezogen werden, die grundsätzlich nach dem Waffengesetz verboten sind. Weiterhin wurde ein Messer festgestellt, welches den Anschein eines Schlüssels darstellte. Solche Gegenstände sind gänzlich verboten. Weiterhin stellten die Einsatzkräfte unter anderem zwei gänzlich verbotene Schlagringe nach dem Waffengesetz, eine Schreckschusspistole, zwei Schlagstöcke und Pfeffersprays sicher

Gegen die Personen, welche gänzlich verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz mitführten, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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