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Wärmebus sammelt Spenden, um Obdachlose in Hamburg vor Kälte zu schützen

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Von: Bona Hyun

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Der Wärmebus ist auf Spendentour. Ziel ist es, möglichst viele Wohnungslose in Hamburg vor der Kälte zu schützen. Die Aktionäre sind optimistisch.

Hamburg – Der Wärmebus fährt im Auftrag der Hochbahn AG und Hanseatic Help e.V. auf Spendentour. Mit ihrer Aktion wollen die Organisatoren möglichst vielen Menschen, die auf der Straße leben, im Winter vor der Kälte schützen. Auszubildende und Helfende werden an drei Tagen Sachspenden in Hamburg annehmen. Am 22. Oktober hat der Wärmebus erstmals in Hamburg Jungfernstieg gehalten, um Spenden zu sammeln. Die Aktionsteilnehmer hoffen die kommenden Termine auf eine große Spendenbereitschaft der Bürger.

größte Verkehrsunternehmen in HamburgHamburger Hochbahn AG
Gründung:27. Mai 1911, Hamburg
Bus:114
Eigentümer:Hamburg

Wärmebus der Hochbahn fährt auf Spendentour, um Menschen vor der Kälte zu schützen

Der Wärmebus hat am vergangenen Samstag bereits großzügige Spenden entgegengenommen. Zum ersten Annahme-Termin am Jungfernstieg hätten innerhalb von sechs Stunden mehrere hundert Menschen Sachspenden vorbeigebracht, sagte Hochbahn-Sprecherin Constanze Dinse zu 24hamburg.de. „Wir hoffen und sind optimistisch, dass sich diese Bereitschaft zu Sachspenden auch zu den kommenden Terminen zeigt“, so Dinse. Die Spendenbereitschaft sei bereits in den vergangenen Jahren groß gewesen. An folgenden Tagen haben Bürger Möglichkeiten, Spenden in Hamburg abzugeben:

Gesammelt werden ausschließlich Schlafsäcke, Zelte und Isomatten, schreibt die Hochbahn in ihrer Pressemitteilung. Auch warme Klamotten wie Winterjacken und wetterfeste Schuhe werden angenommen. Aus Kapazitätsgründen können keine anderen Artikel angenommen werden. Die Organisatoren bitten dafür um Verständnis.

Auszubildende und Helfende stehen vor dem Wärmebus der Hochbahn AG
Der Wärmebus fährt durch Hamburg, um Spenden zu sammeln. Aktionäre Hochbahn AG und Hanseatic Help e.V. wollen möglichst viele Wohnungslose vor der Kälte schützen. © Hochbahn AG

Aktionsträger Hochbahn AG und Hanseatic Help hoffen auf große Spendenbereitschaft der Hamburger

Der Wärmebus ist bereits das dritte Mal im Einsatz. Erstmals war er im Winter 2020 unterwegs. Die Aktion #wärmegeben ist eine Winterkampagne der Hamburger Hochbahn AG und Hanseatic Help e.V. deren Anliegen es ist, dass möglichst wenige Hamburger frieren müssen. Hanseatic Help wolle damit möglichst viele auf der Straße lebende Menschen zum Schutz vor Kälte versorgen, sagte Dinse.

Und es gibt noch viele andere Wege, sich für Bedürftige zu engagieren. Mit ihrem Apell richtet Hanseatic Help sich an alle hilfsbereiten Bürger: „Frag Menschen auf der Straße, was ihnen fehlt, was ihnen gerade gut tun würde“, schreibt der Verein auf ihrer Webseite. Das könne eine Kleinigkeit aus der Bäckerei oder ein heißes Getränk sein. Für Personen, die in der Kälte draußen schlafen, können Bürger einen Kältebus unter der 0151 - 65 68 33 68 rufen. Nach 24 Uhr und bei Notfällen sei 112 die Rufnummer.

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Schutz für wohnungslose Menschen vor Kälte und Wärme: Wie die Stadt Hamburg Bedürftigen hilft

Die Politik der Stadt Hamburg stand häufig in der Kritik, als die Anzahl der Wohnungslosen in Hamburg 13 Millionen erreichte. Dramatisch wurde es, als acht obdachlose Menschen erfroren, dafür geriet die Hamburger Politik unter Druck. Nach harter Kritik ergriff Hamburg stärkere Maßnahmen, um Obdachlose im Winter zu schützen. Auch im Sommer setzten sich engagierte Bürger ein und halfen den Obdachlosen während der Hitzewelle mit einem Kältebus und Snack-Tüten aus.

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