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Vorsicht beim Selbsttest: So vermeiden Sie ein falsches Testergebnis

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Von: Jan Knötzsch

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Selbsttests sind in der Coronavirus-Pandemie in aller Mund. Jeder hat schon mal einen in der Hand gehabt und durchgeführt. Doch Vorsicht: Es lauern Fehlerquellen.

Hamburg – Die beste Vorlage liefert ausgerechnet einer, der in der näheren Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus nicht unbedingt die positivsten Schlagzeilen geschrieben hat: Smudo, seines Zeichens nicht nur Sänger der „Fantastischen Vier“, sondern auch Mit-Initiator der Luca-App und das Werbegesicht selbiger. Als solcher musste er die Luca-App nach einem tödlichen Unfall gegen Kritik verteidigen. Die Stadt Hamburg hat die Kontaktdatenverfolgung und mit ihr die Luca-App am 5. Februar 2022 abgeschafft – das müssen Sie beim Löschen der Luca-App beachten. Warum Smudo mit den „Fantastischen Vier“ die beste Steilvorlage in Sachen Corona liefert?

Nun: Im Song „Einfach sein“ der Formation heißt es in einer Textzeile: „Es könnte alles so einfach sein – ist es aber nicht.“ Trifft doch genau auf die Lage in der Hansestadt Hamburg zu: Ohne Corona könnt‘ alles so einfach sein, ist es aber nicht – weil Corona eben nach wie vor da ist – namentlich die Omikron-Variante. Und in noch einem Punkt passt die Textzeile wie die berühmte Faust aufs Auge: bei Corona-Selbsttests.

Krankheit:COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Ursprung:Volksrepublik China
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Erklärung zur Pandemie:11. März 2020

Coronavirus-Pandamie: Hamburgs Gesundheitssenatorin rechnet mit „sehr freiem Sommer“ – neue Studie aus Südafrika zu Schnelltests

Doch der Reihe nach: Hamburg hält auch weiterhin an den aktuell geltenden Corona-Regeln in der Stadt von Alster und Elbe fest. Auch, wenn die Inzidenz in der näheren Vergangenheit über mehrere Tage zur Abwechslung mal nicht gestiegen, sondern gefallen ist. Das alles aber ist noch kein Grund zur Trendwende – sagen jedenfalls Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und der Hamburger Senat. Trotz der Tatsache, dass die Inzidenz nach den Tagen mit den rückläufigen Zahlen nun wieder gestiegen ist, rechnet Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit einem „sehr freien Sommer.“

Im Hintergrund ein Schild mit der Aufschrift „Corona-Schnelltests“. Im Vordergrund ein Plastikgefäß, in dem sich Corona-Schnelltests und ein Impfpass befinden.
Corona-Schnelltests haben ein gewisses Risiko – weil es Fehlerquellen gibt, wie eine Studie aus Südafrika offenlegt. (24hamburg.de-Montage) © Wolfgang Maria Weber/imago

Das deckt sich ungefähr mit dem, was Professor Dr. Stefan Kluge vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) jüngst prognostiziert hat: Der UKE-Intensiv-Chef rechnet damit, dass die Corona-Lage in Hamburg ab April 2022 um einiges leichter wird. Auch Top-Virologe Christian Drosten rechnet in puncto Corona damit, dass es ab Ostern bergauf gehen könnte – und liefert eine Begründung auch gleich mit. Mit dem Hamburger Jonas Schmidt-Chanasit ist ein weiterer Virologe sicher, dass die Omikron-Welle des Coronavirus in „ein, zwei Monaten durch“ ist.

Corona-Schnelltests: Nasen- oder Rachenabstrich – welcher Test kann die Omikron-Variante sicherer nchweisen?

Schön, wenn es am Ende wirklich so wäre. Doch Omikron-Variante hin, Delta-Variante her: Das Coronavirus wird auch nach diesen Wellen ein wohl ständiger Begleiter bleiben. Und mit ihnen Impfungen, von denen in Hamburg mit Johnson&Johnson Geimpfte eine Drittimpfung brauchen, um den 2G-Plus-Status zu erfüllen, und auch Tests. Apropos Tests: Zuletzt avancierte die Stadt Wien in Sachen PCR-Tests zum Hoffnungsträger für Hamburg.

Doch noch ehe PCR-Tests zum Einsatz kommen, gibt‘s ja die bekannten „normalen“ Antigen-Tests. Und bei denen präsentiert jetzt eine Studie aus Südafrika ebenso neue wie interessante Ergebnisse, wenn es um die Art und Weise der Test-Durchführung, aber auch deren Resultate und Fehler geht. Um welche Punkte dreht es sich dabei genau?

Laut einer Studie aus Südafrika, so berichtet rtl.de, macht es einen Unterschied, ob man den Abstrich zum Test in der Nase oder aber im Rachen durchführt – zumindest, was die Omikron-Variante des Coronavirus angeht. Und: Es gibt drei Fehler, die häufig dazu führen, dass die Testergebnisse verfälscht sind. Die angesprochene Studie des National Health Laboratory Service (NHLS) aus Südafrika kommt derweil zu dem Schluss, dass ein Rachenabstrich die Omikron-Variante mit höherer Wahrscheinlichkeit nachweist als ein Abstrich in der Nase.

Südafrikanische Studie zu Corona-Schnelltests: Das sind die größten Fehler, die gemacht werden können

Da die Viruslast im Speichel höher ist, fallen die Tests zuverlässiger positiv aus. Positiv fällt auch mancher Selbsttest aus. Manchmal aufgrund falscher Anwendung. Daher listet Dr. Nathan Hudson-Peacock aus London, den rtl.de im Zusammenhang mit der südafrikanischen Studie zitiert, Fehlerquellen auf, was bei Schnelltests zu beachten sei, ehe sie durchgeführt werden: Man sollte 30 Minuten vorher nichts trinken, nichts essen und auch kein Nasenspray benutzen, dafür allerdings seine Hände waschen und die Nase schnäuzen.

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Je nachdem nämlich, wie hoch der Kohlensäuregehalt, der vorab zu sich genommen Getränke ist, kann dies nämlich den Test beeinflussen und dieser fälschlicherweise positiv sein, sagt Dr. Hudson-Peacock gegenüber dem Magazin „Metro“. Darüber hinaus ein gern gemachter Fehler: den richtigen Test an falscher Stelle anwenden. Wie Dr. Hudson-Peacock betont, würden Rachenproben auf einem Nasenprobentest häufig positive Ergebnisse anzeigen. Bei einer korrekten Durchführung – einem Abstrich in der Nase – wäre das Ergebnis negativ.

Und, dritter Tipp des Arztes aus London: Auch wenn 30 Minuten nach dem Test nur ein ganz heller, kaum sichtbarer zweiter Strich auf dem Schnelltest auftaucht, ist dieser positiv. Dann ist ein zweiter Antigentest nebst Selbstisolation sinnvoll – bis Sicherheit herrscht. Wie gesagt: Es könnt‘ alles so einfach sein – ist es aber nicht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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