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Hamburger Geschäfte ziehen Sommerschlussverkauf mit Corona-Rabatten vor

  • Anika Zuschke
    VonAnika Zuschke
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Corona hat den Geschäften in der Hamburger Innenstadt einen Strich durch die Rechnung gemacht: Sie bieten jetzt schon hohe Rabatte für Sommermode an.

Hamburg – Es ist ein schöner Anblick – beinahe eine Rückkehr zur Normalität, die Hamburger Mönckebergstraße wieder voller Menschen zu sehen. Was vor zwei Jahren eher als nervig empfunden wurde, bedeutet heute: Die Läden haben nach langer Corona-Pause wieder offen und Einkaufen ist nicht mehr nur digital möglich. Und es wird noch besser! Viele Geschäfte ziehen ihren Sommerschlussverkauf vor und bieten jetzt Rabatte bis zu 70 Prozent an.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.
Bevölkerung:1,841 Millionen (Stand: 2019)

Der Grund für die verfrühten Rabatt-Aktionen liegt schlicht darin, dass die Lager von Geschäften wegen des ständigen Corona-Lockdowns noch voll sind. Um besonders saisonale Kleidung vor dem Herbst loszuwerden, bieten Läden ihre Ware deswegen für heruntergesetzte Preise an.

Sommerschlussverkauf: Namhafte Geschäfte locken in der Hamburger Innenstadt mit hohen Rabatten

Insbesondere namhafte Hamburger Anbieter locken mit hohen Rabatten: Galeria Karstadt Kaufhof* in der Mönckebergstraße wirbt mit 30 Prozent Vergünstigungen auf bereits reduzierte Artikel. Das Modehaus AppelrathCüpper kann dieses Angebot mit 50 Prozent auf alle Artikel noch überbieten. Sogar das schicke Alsterhaus auf dem Jungfernstieg kann sich vor dem derzeitigen Rabatt-Trend nicht retten.

Theoretisch wurde die gesetzliche Grundlage für einen Sommerschlussverkauf bereits im Jahr 2004 aufgehoben. Aber viele Geschäfte führen die Tradition weiterhin freiwillig fort, um verbleibende saisonale Ware an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen und so Platz für neue Artikel zu schaffen. Dieses Jahr startet die Schlacht um die Preise statt wie üblich in der letzten Juli-Woche bereits Mitte Juli.

Wegen Corona: In Hamburg gibt es dieses Jahr einen vorgezogenen Sommerschlussverkauf. (24hamburg.de-Montage)

Hamburger Sommerschlussverkauf: Corona ist schuld – Lagerbestände bei großen Unternehmen sind hoch

Die kritische Corona-Phase hat wegen langen Schließungs-Phasen, Kundenbegrenzungen und dem fehlenden Tourismus-Ansturm den Verkauf von Modeartikeln und Luxusgütern extrem erschwert. Einschätzungen der Branchenverbände für den Textil- und Schuheinzelhandel zufolge sind deswegen besonders bei großen Unternehmen die Lagerbestände hoch, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Die Preise befänden sich als Folge daraus im freien Fall. Starke Reduzierungen sollen Kunden zum Einkaufen animieren – und das nicht mehr nur im Internet. Dem Weg folgt auch das Hamburger Modekaufhaus Peek & Cloppenburg, das mit einem „Premium-Sale“ auf Marken wie Calvin Klein, Tommy Hilfiger oder Boss lockt – bis zu 70 Prozent Rabatt laden zum Shoppen ein.

An anderen Stellen herrscht Warenknappheit: Campingkocher sind sehr beliebt

Parallel entsteht momentan auch „eine enorme Knappheit bei hochwertigen und speziellen Produkten und Marken“, erzählt der Handelsexperte Andreas Bartmann gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Er ist als Präsident des Handelsverbands Nord und Geschäftsführer des Outdoor-Händlers Globetrotter tätig. Besonders bei der Fahrradausrüstung, unter anderem Taschen, gebe es Engpässe. Campingkocher seien spätestens seit der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen* kaum noch zu bekommen.

Nichtsdestotrotz ist die Shopping-Lage noch nicht zur Normalität zurückgekehrt. Zwei Monate nach dem Ende des Lockdowns hat auch ein etablierter Händler wie Peek & Cloppenburg noch nicht das Umsatzniveau von 2019 erreicht. Für alle Shopping-Liebhaber bedeutet das: Zugreifen und Rabatte nutzen! * 24hamburg.de, Kreiszeitung.de und Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/Christian Charisius/dpa

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