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Vier Jahre Haft für Überfälle auf Hamburger Biomärkte

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Von: Sebastian Peters

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Der Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Aktendeckel.
Der Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Aktendeckel. © Markus Scholz/DPA

Nach einer Serie von Raubüberfällen wurde nun ein 44-jähriger Mann verurteilt. Er muss nun vier Jahre lang in Gefängnis.

Hamburg – Für eine Serie von Raubüberfällen auf Hamburger Biomärkte ist ein 44-Jähriger am Donnerstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte habe aus Verzweiflung gehandelt, weil Drogenhändler über Jahre immer wieder Geld von ihm erpressten, sagte der Vorsitzende Richter André Hienzsch. Aufgrund einer posttraumatischen Belastungsstörung sei der Mann nicht zur Polizei gegangen und habe als Ausweg nur die Überfälle gesehen.

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Nach Raub-Serie: 44-jähriger Mann muss vier Jahre in den Knast

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten für den Angeklagten gefordert. Sie warf dem Mann Raub in sechs Fällen vor - davon fünf in besonders schwerem Fall - sowie versuchte schwere räuberische Erpressung in einem Fall. Die Verteidigung plädierte auf eine milde Strafe.

Der Beschuldigte überfiel zwischen dem 24. August 2021 und dem 6. Mai 2022 immer maskiert mit einer Latex-Maske, die das Gesicht eines alten Mannes darstellte, Filialen einer Biomarkt-Kette. Unter starkem Alkoholeinfluss schlug er immer im selben Laden im Stadtteil Eimsbüttel zu, nur einmal in Eppendorf. Dabei hatte er eine Softair-Waffe dabei. Auch in einer Pizza-Filiale in Groß Borstel forderte er Geld, wurde aber aus dem Laden geschubst. Bei den Überfällen habe er insgesamt mehr als 4100 Euro erbeutet, hieß es.

Der Mann, der die Taten gestanden hatte, saß ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Das Gericht entschied nun, dass er bis zum Haftantritt auf freien Fuß darf.

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