1. 24hamburg
  2. Hamburg

Vermüllung im Jenischpark: Politik will handeln – „Polizei aktuell einzige Lösung“

Erstellt:

Von: Robin Dittrich

Kommentare

Altonas Parks werden immer mehr vermüllt und verwüstet. Bezirkspolitiker wollen aktiv dagegen vorgehen – ein „Runder Tisch“ soll helfen. Aktuell hilft nur die 110.

Hamburg – Die Vermüllung und Lärmbelästigung in Altonaer Parks wird immer gravierender. Altonas Bezirkspolitiker wollen deshalb aktiv dagegen vorgehen. Auf der Bezirksversammlung am 23. Juni um 18:00 Uhr soll am „Runden Tisch“ mit verschiedenen Parteien darüber beraten werden, was gegen die Probleme getan werden kann. Besonders schlimm soll es im Jenischpark sein, in dem bis spät in die Nachts Partys gefeiert werden und Müll hinterlassen wird.

Veranstaltung:Bezirksversammlung
Ort:Kollegiensaal (Rathaus Altona)
Datum:23. Juni 2022, 18:00 Uhr
Problem in Altona:Vermüllung Jenischpark

Problemzone Jenischpark: Hamburgs Politiker gehen gegen Müll und Lärm vor

„Es finden Partys mit Alkohol und Musik bis in die Nachtstunden statt.“ Das ist in Altonas öffentlichen Plätzen wohl so schlimm geworden, dass die Bezirkspolitiker aktiv dagegen vorgehen wollen. In dem gestellten Antrag auf der Bezirksversammlung am 23. Juni soll ein Runder Tisch beschlossen werden, bei dem verschiedene Sachverhalte über den Jenischpark zu besprechen sind. „Viele Parkbesucher*innen halten sich nicht an die Regeln und nehmen auch keinerlei Rücksicht auf ihre Mitmenschen“ heißt es darin.

Party-Hotspot Jenischpark: Feiernde Menschen hinterlassen regelmäßig Müllberge. Sehr zum Ärger der Anwohnenden.
Party-Hotspot Jenischpark: Feiernde Menschen hinterlassen regelmäßig Müllberge. Sehr zum Ärger der Anwohnenden. (Symbolbild) © Angelika Warmuth/dpa/Klaus W. Schmidt/imago/Montage

Teilnehmen sollen am Runden Tisch die Fraktionssprecher, der Verein „Freunde des Jenischparks“, die Polizei, ein Anwohner als Beschwerdeführer, die Stadtreinigung und noch weitere. Aus den Reihen der „Freunde des Jenischparks“ heißt es, man sei „mittlerweile darauf angewiesen, ständig polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dafür sorgen die Anwohner – die Polizei rückt dann regelmäßig an. Das ist aktuell die einzige Lösung.“ Die Vermüllung und Lärmbelästigung sei allerdings bei Weitem nicht das einzige Problem. Auch der allgemeine Pflegezustand lässt zu Wünschen übrig.

Partyproblem in Hamburg: Politik und Polizei greifen an verschiedenen Orten durch

Altona ist nicht der erste Bezirk, der ein Problem mit öffentlichen Partys und Vermüllung aufweist. Erst im Mai wurde gegen Lärmbelästigung am Winterhuder Kai vorgegangen. Insbesondere ab 22:00 Uhr darf dort kein Lärm mehr fabriziert werden – was darunter fällt, entscheidet die Polizei. Das war aufgrund von einer Häufung an Polizeieinsätzen am Winterhuder Kai nötig geworden. An der Alster scheint die Situation so schlimm, dass die Polizei im Dauereinsatz ist. Vor allem feiernde Jugendliche sind den Anwohnern rund um die Alster ein Dorn im Auge.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Die Feierwütigen im Jenischpark sind jedoch nicht nur für Anwohner unbeliebt – auch die Stadtreinigung hat zu kämpfen. „Viele lassen beim Thema Müll die gute Kinderstube vergessen. Das schadet einheimischen Tieren und der gesamten Gartenanlage“ heißt es in dem Antrag zur Bezirksversammlung. Eine mögliche Lösung scheint die Schließung der Anlage zu bestimmten Zeiten zu sein. Der Jenischpark könnte dann ab 22:00 Uhr für Besucher gesperrt sein. Ob es so weit kommen muss, wird auf der Versammlung geklärt – so wie aktuell kann es jedoch nicht bleiben.

Auch interessant

Kommentare