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Verhafteter Hamburger Neonazi: Er wollte für Putin in den Ukraine-Krieg ziehen

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Von: Fabian Raddatz

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Er betrieb einen pro-russischen Telegram-Kanal, posierte mit einer AK-47 und wollte für Putin kämpfen. Nun zog ihn die Polizei aus dem Verkehr.

Hamburg – Im Hamburger Stadtteil Kirchweder klickten am frühen Donnerstagmorgen die Handschellen. Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Hamburger Polizei führen einen 31-Jährigen aus seinem Haus mit dem roten Klinkerbau am Wrauster Bogen, den sie festgenommen haben. Es ist der Neonazi Marcel J.

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Die Polizei nahm den 31-Jähriger im Hamburger Stadtteil Kirchwerder fest. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Marcel J., laut Bild-Zeitung seit vielen Jahren in der rechten Szene aktiv, geriet ins Visier des Hamburger Staatsschutzes, weil auf dem Messenger-Dienst Telegram den Kanal „Das andere Deutschland“ (630 Mitglieder) betrieb – laut Behörden eine „national-bolschewistische“ Plattform, auf der J. für Putins Krieg gegen die Ukraine warb.

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Doch nicht nur das: Der 31-Jährige soll sich zudem mit einem Sturmgewehr – Modell AK-47 – gezeigt haben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Auch soll der Hamburger wiederholt das „Z“-Symbol verwendet haben. Das Zeigen des Zeichens wurde in Hamburg unter Strafe gestellt.

Die Polizei ist sich sicher: Der Neonazi wollte für Putin in den Krieg ziehen. Es seien Hinweise gefunden worden, nachdem J. die Ausreise in Richtung Minsk/Belarus geplant hatte. Heftig auch dieser Vorwurf: J. soll versucht haben, Kämpfer für Russlands Krieg anzuwerben. „Anwerben für einen fremden Wehrdienst“, nennt das die Polizei in Hamburg.

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Bei der Hausdurchsuchung stellten die Einsatzkräfte laut eigenen Angaben diverse Datenträger sicher, mehrere Messer sowie andere Gegenstände, deren strafrechtliche Relevanz überprüft werden. „Ein Sturmgewehr AK-47 konnte bislang nicht sichergestellt werden“, so die Polizei.

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