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Verdi-Streik in Hamburg ausgeweitet: Demonstration heute vor Finanzbehörde

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Von: Tomasz Gralla

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Verdi ruft die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu weiteren Warnstreiks heute in Hamburg auf, diesmal vor der Finanzbehörde. Tausende Menschen werden erwartet.

Hamburg – Bereits am gestrigen Mittwoch, dem 27. Oktober 2021, folgten Tausende Hamburger Beschäftigte des öffentlichen Dienstes dem Aufruf Verdi, in den Arbeitskampf zu gehen. Betroffen waren unter anderem Angestellte von Bezirksämtern und anderen Behörden. Für heute kündigt die Gewerkschaft weitere Streiks in der Innenstadt der Hansestadt an, konkret vor der Finanzbehörde, die sich auf dem Gänsemarkt befindet.

Verdi:Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Gründung:19. März 2011
Sitz:Berlin
Vorsitzender:Frank Werneke
Mitglieder:1.941.071 (Stand: 31. Dezember 2020)

Verdi-Streik heute in Hamburg vor Finanzbehörde

Am Donnerstag, dem 28. Oktober 2021, kommt es ab 13:00 Uhr zu einer weiteren Demonstration in der Innenstadt vor der Finanzbehörde. Zu den Streikenden gehören Arbeitnehmer aus Sozialbehörden, Schulen, Universitäten und Landesbetrieben.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen bei einer Kundgebung im Rahmen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi vor dem Besenbinderhof in Hamburg zusammen.
Die Gewerkschaft Verdi ruft in Hamburg zu weiteren Streiks auf. © Bodo Marks/dpa

Die Tarifverhandlungen zwischen dem Beamtenbund und den gewerkschaftlichen Vertretern der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder kommen nicht voran. Verdi rief deswegen zu bundesweiten Warnstreiks auf, von denen allein in Hamburg rund 70.000 Beschäftigte betroffen sind. Etwa 2000 Menschen sind am Mittwoch dem Streikaufruf gefolgt, nicht weniger werden heute erwartet.

Von den Ergebnissen der Verhandlungen sind laut Verdi bundesweit 1,1 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes betroffen. Hinzu kommen rund 1,4 Millionen Beamte und eine Million Versorgungsempfänger.

Verdi-Streik in Hamburg: Das sind die Forderungen

Verdi fordert für seine Mitglieder fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro im Monat. Zudem soll es für Studierende, Auszubildende und Praktikanten 100 Euro monatlich mehr geben – und das mindestens ein Jahr lang. Erwartet wird auch eine Tarifeinbindung für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen verlangt die Gewerkschaft sogar mindestens 300 Euro monatlich mehr.

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Dass Warnstreiks auch in Hamburg Erfolg haben können, zeigte sich erst vergangenen September, als Beschäftigte verschiedener Hamburger Einzelhändler protestierten. Vertreter der Gewerkschaft Verdi und der Arbeitgeber konnten sich schnell auf einen Kompromiss in Form einer rückwirkenden Lohnentlohnung einigen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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