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Veddeler Fischgaststätte: Kult-Imbiss hat jetzt eigenen Strand

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Veddeler Fischgaststätte darf bleiben. Jetzt ist Zeit für Renovierungen – und eine überraschende Neuerung: Der Kult-Imbiss hat jetzt einen eigenen Strand.

Hamburg – Die Rettung der Veddeler Fischgaststätte vor wenigen Wochen freut nicht nur mehr als 20.000 Fans, die sich am Ende mittels einer Petition für ein Fortbestehen des Kult-Lokals auf der Veddel ausgesprochen hatten. Denn wäre es nach dem Willen des Hamburger Senats gegangen, hätte die Veddeler Fischgaststätte der Neubebauung durch das sogenannte Quartier Stadteingang Elbbrücken weichen müssen – und wäre umgesiedelt worden. Doch die Betreiber-Familie, Fans und Stammkunden kämpften für die Rettung der weit über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus bekannten Fischbude. Der Erfolg gab Anstoß für allerlei Neuerungen an der mehr als 70 Jahre alten Hamburger Institution. Eine davon: An der Veddeler Fischgaststätte gibt es jetzt einen Strand!

Name:Veddeler Fischgaststätte
Adresse:Tunnelstraße 70, 20539 Hamburg
Eröffnet:1932
Website:veddeler-fischgaststaette.de

Veddeler Fischgaststätte: Rettung gibt Anstoß für dringend notwendige Renovierungen

Zu den dringend notwendigen Veränderungen gehören etwa Modernisierungsarbeiten in der Küche, die nicht mehr den heutigen Richtlinien entspricht. Das berichtet das Abendblatt. Auch die Elektrik des Lokals auf der Veddel muss dringend erneuert werden, Stromzähler und Leitungen sind noch aus den 1940er Jahren und wurden bereits zu Teilen ersetzt. genauso wie der historische Ofen, der ist sogar noch ein paar Jahre älter, so stammt er doch bereits aus dem Jahre 1929. Auch an diesem wurden bereits Teile ausgetauscht. Überall wollen Olivia und Christian Butzke, die, den Kult-Imbiss erst kürzlich von Christian Butzkes Mutter übernommen hatten, jedoch nicht rangehen.

Hamburg: Die kultige Veddeler Fischgaststätte hat jetzt einen eigenen Strand für die Gäste. Im Bild: Betreiber Christian Butzke.
Hamburg: Die kultige Veddeler Fischgaststätte hat jetzt einen eigenen Strand für die Gäste. Im Bild: Betreiber Christian Butzke. (Symbolbild) © Marcus Brandt/Daniel Bockwoldt/dpa/Montage

Der Gastraum wird bleiben, wie er ist.

Christian Butzke, Betreiber Veddeler Fischgaststätte

Veddeler Fischgaststätte: Manches bleibt wie es ist – andere Arbeiten aufgeschoben

Der historische Gastraum der einen großen Teil des Charmes des Kult-Lokals ausmacht, soll bleiben wie er ist, versichert Butzke im Hamburger Abendblatt. Und seine Frau ergänzt, dass auch die Toilettenanlagen weites gehend unberührt werden sollen „Da werden höchsten mal Fliesen befestigt oder die Wände neu gestrichen.“ Andere Maßnahmen wiederum sind aufgeschoben, beispielsweise die Beseitigung der Fassadenrisse, die durch den Schwerlastverkehr der unmittelbar am Gebäude vorbei führt, entstandenen sind und eine Sanierung der Fassade nötig macht.

Auch einen Keller soll die Veddeler Fischgaststätte in Zukunft unter einem angrenzenden Schuppen bekommen. Doch bis diese Arbeiten starten, werden noch Jahre vergehen. Man wolle erst einmal die Bauarbeiten am Quartier Stadteingang Elbbrücken abwarten. Denn auch wenn die Veddeler Fischgaststätte selbst an ihrem angestammten Platz bleiben darf; das neue Entwicklungsgebiet auf der Elbinsel kommt trotzdem.

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Veddeler Fischgaststätte: Backfisch unter‘m Olivenbaum

Das sichtbarste Zeichen für die Besucher und Besucherinnen des Lokals aber ist das komplett neu gestaltete Außengelände des Imbisses an den ehemaligen Zollhallen. Auf fünf Kubikmetern aufgeschüttetem Sand können sich Gäste ab sofort den berühmten Backfisch und andere Leckereien zwischen Palmen schmecken lassen.

Es gibt Bistro-Stehtische, klassische Holzbänke und als Highlight drei Strandkörbe der Strandkorbmanufaktur Buxtehude. Sogar ein Olivenbaum hat seinen Weg in den Sommergarten der Veddeler Fischgaststätte gefunden und rundet das mediterrane Flair ab. Nur eines fehlt weiterhin – das Wasser. Zu Fuß sind es jedoch nur wenige Minuten zu den Seitenarmen der Elbe, etwa dem Spreehafen an dessen Deich man bis nach Wilhelmsburg spazieren kann oder die wasserseitigen Ufer der Ballinstadt, wo sich unter anderem das Aussiedlermuseum befindet.

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